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News, 12.02.2013
Studie zum internen Datenschutz
Datenklau bei Angestellten gang und gäbe
Bei einem Stellenwechsel Unternehmensdaten und –dokumente mitzunehmen, ist aus Sicht von vielen Arbeitnehmern legitim. Entsprechend häufig wird sich einer Studie zufolge auch daran bedient.
Die Begründung vieler Arbeitnehmer für den Datenklau: die eigene Firme nehme in Sachen Datenschutz bzw. geistiges Eigentum bei Dritten selbst nicht so genau.
Die Begründung vieler Arbeitnehmer für den Datenklau: die eigene Firme nehme in Sachen Datenschutz bzw. geistiges Eigentum bei Dritten selbst nicht so genau.
Mit dem internen Datenschutz ist es in vielen Unternehmen nicht weit her. Vielmehr ist das Kopieren und Entwenden von geistigem Eigentum wie etwa Konzepten, Kundendaten und Dokumenten durch Angestellte weltweit Teil des Unternehmensalltags. Das zeigt die neu veröffentlichte Studie “How Employees are Putting Your Intellectual Property at Risk” des Security-Software-Anbieters Symantec. So ergab die Untersuchung, in der das Marktforschungsunternehmen The Ponomon Institut 3.317 Arbeitnehmer in den USA, Brasilien,  China, Korea, Großbritannien, und Frankreich befragt hat, dass die Hälfte aller Angestellten, die in den vergangenen zwölf Monaten ihren Job verloren oder wechselten, vertrauliche Unternehmensdaten mitgenommen hat.  40 Prozent der Arbeitnehmer dieser Gruppe wollen diese Daten auch bei ihrem neuen Arbeitgeber nutzen.

„Unternehmen dürfen ihre Abwehrmechanismen nicht ausschließlich auf externe Angreifer und arglistige Insider auslegen, die gestohlene Daten gegen Geld verkaufen“, warnt Thomas Hemker, IT-Sicherheitsexperte bei Symantec. „Der Mitarbeiter, der Informationen ohne nachzudenken mitnimmt, weil er nicht weiß, dass es falsch ist, kann genauso gefährlich sein.“

„Geistiges Eigentum“ existiert für viele nur auf dem Papier


Hauptproblem ist, dass die meisten Angestellten es als legitim erachten, Daten und Dokumente früherer Arbeitgeber weiter zu verwenden. 56 Prozent der in der Studie befragten Arbeitnehmer glauben sogar, geheime Informationen eines Mitbewerbers zu verwenden, sei legal. „Durch diese Fehleinschätzung sind ihre aktuellen Arbeitgeber in Gefahr, unwissentlich Empfänger gestohlenen geistigen Eigentums zu werden“, so Symantec. Hinzu kommt, dass das geistige Eigentum von Unternehmen eher der Person, die es geschaffen hat, als dem Unternehmen zugeschrieben wird. So meinen beispielsweise 44 Prozent der Arbeitnehmer, dass ein Software-Entwickler, der einen Quellcode schreibt, auch Anteil am Eigentum der eigenen schöpferischen Leistung hat. Für 42 Prozent ist es aus diesem Grund auch kein Verbrechen, wenn der Entwickler diesen Quellcode ohne Erlaubnis in Projekten für andere Unternehmen einsetzt.

Firmen zeigen intern in Sachen Datenschutz zu wenig Flagge

Ein weiterer Grund für das laxe Datenschutz-Bewusstsein vieler Angestellter ist eine unzureichende interne Kommunikation mit klaren Ansagen zu Rechten und Pflichten im Umgang mit dem intellektuellen Eigentum („Intellectual Property“, IP) des Unternehmens. So meinten in der Befragung nur 38 Prozent der Angestellten, dass das Thema Datenschutz für ihre Vorgesetzten geschäftlich von Bedeutung sei. Gut die Hälfte der Befragten sagte auch, dass die internen Datenschutz-Vorgaben von der Führungsebene nicht strikt durchgesetzt würden, weshalb sie davon ausgingen, Unternehmensdaten mitzunehmen sei in Ordnung. Auch gaben 68 Prozent der Angestellten an, ihr Unternehmen unternähme auch nichts gegen eine Nutzung vertraulicher wettbewerbsrelevanter Informationen Dritter durch eigene Angestellte.

„Firmen verstehen es nicht, eine Kultur des verantwortlichen Umgangs mit geistigem Eigentum unter ihren Mitarbeitern zu etablieren“, so das Fazit der Studie. Mit Schulungen allein lässt sich jedoch laut Hemker das Problem nicht lösen, geschweige denn das Risiko interner Datenschutzverstöße minimieren. „Firmen benötigen Data Loss Prevention Lösungen, um die Verwendung ihre Daten zu überwachen und Mitarbeiter auf gefährliches Verhalten hinzuweisen. Geistiges Eigentum muss geschützt werden, bevor es das Unternehmen verlässt“, so der Symantec-Sicherheitsexperte.
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