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Pressemitteilung

Insolvenzverfahren für Einzelunternehmen mit Restschuldbefreiung

In vielen Fällen wird der Tatbestand - eines Unternehmen - in Schwierigkeiten, entweder als unangenehme Begleiterscheinung abgetan oder ganz ignoriert.
(PM) Krefeld, 12.05.2010 - Voraussetzung für das richtige Verfahren für natürliche Personen
Das Regelinsolvenzverfahren ist die eigentliche Verfahrensform für selbstständige Personen und ehemals wirtschaftlich selbstständig Tätige, die mehr als 19 Gläubiger haben und / oder ausstehende Löhne und Gehälter, offene Sozialversicherungsbeiträge etc. haben.

Zum besseren Verstehen:

Das Regelinsolvenzverfahren mit anschließender Restschuldbefreiung kann für alle ehemaligen Gewerbetreibenden eine Chance sein, die nach der Schließung ihres Gewerbes auf verschiedene Verbindlichkeiten sitzen geblieben sind. Hierbei spielt es keine Rolle, ob sie jetzt ein Arbeitseinkommen beziehen oder soziale Leistungen erhalten. Weiterhin ist dieses Verfahren recht sinnvoll, wenn die Selbstständigkeit noch besteht, Sie als Inhaber aber nicht mehr in der Lage sind Ihre Verpflichtungen gegenüber Ihren Gläubigern zu erfüllen und auch in absehbarer Zeit keine Besserung in Sicht ist § 17 InsO (Zahlungsunfähigkeit).

Kommt es also zur Zwangsvollstreckung, was zwangsläufig passieren kann, wohin dann mit den Einzahlungen von Kunden, oder wie eigene Rechnungen bezahlen? Oft werden auch Erstattungen von Krankenkassen auf den Konten gepfändet, sodass der Schuldner dann seine oder die Rechnung des Arztes seiner Familienangehörigen nicht mehr bezahlen kann.

Kommt es zur Zwangsmaßnahme, wird nach Kunden gefragt. Ziel der Gläubiger ist es die Forderungen auf Rechnungsausgleich bei Kunden direkt zu pfänden, also: Die Kunden sollen nicht mehr an den Selbstständigen bezahlen, sondern an den Gläubiger und das per Gerichtsbeschluss.

Da ist schnell klar, dass man so nicht arbeiten kann. Schließlich müssen auch eigene Rechnungen bezahlt werden, denn nicht aller Umsatz ist auch Gewinn, und nachdem die Kunden solche Gerichtsbeschlüsse erhalten, werden diese kaum noch neue Aufträge an Sie vergeben.

Auch die Abgabe, der eidesstattliche Versicherung wird, natürlich über die Schuldnerverzeichnisse, wie sie nicht alle heißen, verbreitet. Da bleibt es auch nicht aus, dass die Bank Ihren Kredit gleich ganz kündigt oder den Dispo streicht und der Lieferant nicht mehr auf Rechnung liefert.

Wird dem Selbstständigen die private Versicherung gepfändet, dann hat er nichts mehr, dem Angestellten bleibt noch die gesetzliche Rente.

Sofern Sie Mitarbeiter im Unternehmen haben, sind für Sie aber nicht gezahlte Sozialversicherungsbeiträge gefährlicher. Denn nicht bezahlte Arbeitnehmeranteile stehen unter Strafe und gelten zu dem als vorsätzlich begangene unerlaubte Handlung. Die Folge, diese Beiträge sind von der Restschuldbefreiung ausgeschlossen.

Eine rechtzeitige Antragstellung verhilft Ihnen aber nicht nur zu einem Neuanfang, sie verhindert auch zudem die Gefahr von strafbaren Handlungen im Vorfeld einer Insolvenz. Am besten Sie vermeiden rückständige Beiträge bei den Sozialversicherungen.

Also, was können Sie selbst tun?

Zunächst sollten Sie sich unbedingt einen genauen Überblick über ihre finanzielle Situation machen. Dabei überschauen Sie Ihre betriebswirtschaftlichen Unterlagen. Eine Aufstellung über alle ihrer Gläubiger - Ihren Mitarbeitern, Finanzamt, Sozialversicherungsträger etc. - und die jeweils geschuldete Summe, gibt Ihnen die nötige Transparenz um alle Schulden genauestens aufzulisten.

Auch ist es wichtig, eine Vermögensaufstellung Ihres Betriebs genau durchzuführen.
Dazu gehören das Betriebsvermögen wie Einrichtungen, Warenbestände, Fahrzeuge, etc. und Ihre Forderungen gegen Kunden aus bislang nicht bezahlten Rechnungen.

Klären Sie Ihre Gläubiger über Ihre wirtschaftliche Lage auf und versuchen Sie, Ihre Schulden außergerichtlich zu bereinigen. Prüfen Sie dabei, wie viel finanzielle Mittel Sie zur Verfügung haben, um Ihre Verbindlichkeiten - eventuell auch durch Ratenzahlungen - tilgen zu können.

Hier können Sie auch eine teilweise Tilgung anbieten und versuchen, für die restlichen Schulden einen Teilerlass zu erwirken. Schildern Sie Ihre Lage realistisch und versprechen Sie nichts, was Sie nicht halten können. Sollten ihre Gläubiger diesem nicht zustimmen, müssen Sie mit einem Insolvenzverfahren und / oder einigen Gerichtsverfahren rechnen (auch Gläubiger können für einen Schuldner Insolvenzantrag stellen)!

Hier ist es abhängig davon, in welcher Rechtsform Ihr Unternehmen betrieben wird:
Sind Sie Einzelunternehmer beziehungsweise Freiberufler oder Geschäftsführer einer GmbH (juristische Person)?

Keine Antragspflicht besteht nämlich für natürliche Personen (Kleingewerbetreibende, eingetragene Kaufleute) und Personengesellschaften (wie bspw. BGB-Gesellschaften, OHG, KG). Sie können jedoch freiwillig Insolvenz beantragen. Anstelle eines Insolvenzantrages könnten Sie Ihr Unternehmen auch einfach abmelden.
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Herr Bernhard Vitovec
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47807 Krefeld
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ÜBER INSOLVENZVERFAHREN FÜR EINZELUNTERNEHMEN MIT RESTSCHULDBEFREIUNG

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