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Insolvenzen in Deutschland, Jahr 2012

Die Unternehmensinsolvenzen in Deutschland gehen in stabilem Konjunkturumfeld um 2,1 Prozent zurück.
(PM) Frankfurt/Main, 29.11.2012 - Das robuste Wirtschaftswachstum im Jahr 2012 hat zu einer Entspannung des Insolvenzgeschehens geführt. Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen ist um 2,1 Prozent auf 29.500 Insolvenzfälle zurückgegangen. Im Vorjahr hatten noch 30.120 Betriebe einen Insolvenzantrag gestellt. Ebenfalls rückläufig ist die Zahl der Verbraucherinsolvenzen: Mit 101.500 Fällen nähert man sich wieder der Marke von 100.000 Verbrauchern an (2011: 103.250 Fälle). Somit ist die Zahl der Gesamtinsolvenzen binnen Jahresfrist von insgesamt 159.580 auf 156.200 Fälle gesunken.

Schäden von fast 40 Milliarden Euro

Dabei summieren sich die durch Unternehmensinsolvenzen verursachten volkswirtschaftlichen Schäden auf 38,5 Mrd. Euro (Vorjahr: 21,5 Mrd. Euro), was vor allem auf die im laufenden Jahr erheblich höhere Zahl an Großinsolvenzen zurückzuführen sein dürfte. Schätzungsweise 346.000 Arbeitsplätze werden aufgrund der Insolvenzen verloren gehen oder sind bedroht. Gegenüber 2011 (236.000 Arbeitsplätze) hat sich die Zahl der gefährdeten Beschäftigten um 46,6 Prozent erhöht.

Weniger Insolvenzen im Handel – 66,7 Prozent mehr Insolvenzen bei Großunternehmen

Im Handel (6.030 Fälle; minus 2,6 Prozent) und im Dienstleistungssektor (16.800 Fälle, minus 2,4 Prozent) wurde ein überdurchschnittlich starker Rückgang der Insolvenzen registriert. Im Bau wurde ebenfalls ein rückläufiges Insolvenzaufkommen verzeichnet: Insgesamt traten 4.240 Unternehmen den Gang zum Amtsgericht an – ein Minus von 1,2 Prozent. Im Verarbeitenden Gewerbe wurden mit 2.430 Insolvenzen ebenso viele Fälle wie im Vorjahr gezählt.

Die Großunternehmen mit einem Jahresumsatz von über 50 Mio. Euro weisen bei der Zahl der Insolvenzfälle ein Plus von 66,7 Prozent auf: Insgesamt sind 2012 150 insolvente Großunternehmen zu registrieren, während es im letzten Jahr lediglich 90 Unternehmen waren. 62,9 Prozent aller Insolvenzen betreffen kleine Betriebe, die im Jahr bis zu 500.000 Euro umsetzen (Vorjahr: 64,8 Prozent).

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