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Pressemitteilung

Insolvenzen im 1. Halbjahr 2011

Unternehmensinsolvenzen sinken um 11,1 Prozent, Privatinsolvenzen um 5,1 Prozent
(PM) Neuss, 27.06.2011 - Das dynamische Wirtschaftswachstum hat der Stabilität der Unternehmen gut getan. Die Insolvenzzahlen gehen spürbar zurück. Im ersten Halbjahr 2011 haben 14.960 Unternehmen einen Insolvenzantrag gestellt. Das sind 11,1 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum (16.820).

Auch die Zahl der Verbraucherinsolvenzen ist rückläufig, mit minus 5,1 Prozent aber weniger stark als bei den Unternehmen. 51.300 Verbraucher erklärten in den ersten sechs Monaten ihre Zahlungsunfähigkeit (Vorjahreszeitraum: 54.070). Die Nachfrage nach einem Schuldenbereinigungsverfahren für Verbraucher ist damit unverändert hoch. Nach 2007 und 2010 wurde im laufenden Jahr der dritthöchste Wert seit Einführung der Insolvenzordnung (InsO) festgestellt. Rund 20.000 Deutsche hatten bis zum Jahresende 2010 ihre Wohlverhaltensphase erfolgreich absolviert und die Restschuldbefreiung erhalten.

Der volkswirtschaftliche Schaden durch Insolvenzen beläuft sich allein im ersten Halbjahr 2011 auf 10,4 Milliarden Euro (Vorjahreszeitraum: 14,7 Milliarden Euro). Schätzungsweise 110.000 Arbeitsplätze sind bedroht. Aufgrund des kleinteiligen Insolvenzgeschehens verringerte sich die Zahl der gefährdeten Stellen um 29,0 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum (155.000).

Dienstleister mit größtem Anteil

In allen vier Hauptwirtschaftsbereichen gehen die Insolvenzzahlen zurück. Das Verarbeitende Gewerbe (1.250 Fälle) verzeichnet ein Minus von 13,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum und das Baugewerbe einen Rückgang um 6,0 Prozent auf 2.340 Fälle. Im Handel ging die Zahl der Insolvenzmeldungen um 19,9 Prozent zurück (2.890 Fälle) – im Dienstleistungsgewerbe um 8,5 Prozent (8.480 Fälle). Das Gros der registrierten Unternehmensinsolvenzen entfällt mit 56,7 Prozent erneut auf den Dienstleistungssektor.

In acht von zehn der insolventen Unternehmen (79,2 Prozent) waren höchstens fünf Mitarbeiter tätig (Vorjahreszeitraum: 78,8 Prozent). Mehr als 50 Beschäftigte gab es lediglich in zwei Prozent der Fälle (Vorjahreszeitraum: 1,7 Prozent).

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