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News, 15.03.2011
Insolvenzen 2010
Rekordzahl an Verbraucherinsolvenzen
Im vergangenen Jahr gab es in Deutschland so viele Verbraucherinsolvenzen wie noch nie. Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen ging dagegen deutlich zurück.
Im Jahr 2010 mussten fast 110.000 Verbraucher in Deutschland private Insolvenz anmelden.
Im Jahr 2010 mussten fast 110.000 Verbraucher in Deutschland private Insolvenz anmelden.
Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis)  wurden von den deutschen Amtsgerichten im Dezember letzten Jahres 2.543 Unternehmensinsolvenzen registriert. Das waren 1,9 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Im Gesamtjahr 2010 verzeichneten die Amtsgerichte 31.998 Unternehmensinsolvenzen, was gegenüber dem Vorjahr einem Rückgang um 2,1 Prozent entspricht.  Im Krisenjahr 2009 war die Zahl der Unternehmensinsolvenzen gegenüber dem Vorjahr erstmals wieder seit 2003, als die Zahl der Firmenpleiten auf den bisherigen Höchststand (39.320) gestiegen war, um 11,6 Prozent nach oben geschnellt.

Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen lag dagegen im Dezember mit 8.727 Fällen um 0,8 Prozent über dem Vorjahresniveau und erreichte im Jahr 2010 mit einem Anstieg um 7,6 Prozent auf insgesamt 108.798 Fälle den höchsten jemals in Deutschland gemessenen Stand. Im Jahr 2009 war die Zahl der Verbraucherinsolvenzen auf Jahressicht um 3,0 Prozent gestiegen, nachdem sie 2008 zum ersten Mal seit Einführung der Insolvenzordnung (1999) um 7,1 Prozent zurückgegangen war.

Die Insolvenzen von Personen, die früher einer selbstständigen Tätigkeit nachgegangen sind, lagen im Jahr 2010 mit 23.065 Fällen um 6,4 Prozent unter dem Vorjahresniveau. „Für sie gilt, wie für Verbraucher, die Möglichkeit der Restschuldbefreiung und der Stundung der Verfahrenskosten“, so das Statistikamt in seinem Bericht.

Die Gesamtzahl aller Insolvenzen einschließlich der 2.783 Nachlassinsolvenzen und der 1.814 Insolvenzen von natürlichen Personen, die als Gesellschafter größerer Unternehmen von einer Insolvenz betroffen waren, belief sich im Jahr 2010 nach Auskunft der Statistikbehörde auf 168.458 Fälle und lag damit um 3,4 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Die Summe der im Zuge von Insolvenzen im Jahr 2010 entstandenen offenen Forderungen bezifferten die Gerichte auf rund 39,0 Milliarden Euro und damit rund zwei Drittel weniger als im Vorjahr. Im Jahr 2009 war die Forderungssumme infolge eine Reihe von Insolvenzen wirtschaftlich bedeutsamer Unternehmen mit 85,0 Milliarden Euro  auf den höchsten jemals gemessenen Stand gestiegen.

Korrespondieren zum Rückgang der Zahl an Unternehmensinsolvenzen sank auch die Zahl der hiervon betroffenen Arbeitnehmer deutlich. So waren im Jahr 2010 rund 131.000 Personen zum Zeitpunkt des Insolvenzantrages in insolventen Unternehmen beschäftigt,  womit sich die Zahl der von Insolvenz betroffenen Arbeitnehmer gegenüber dem Vorjahr fast halbierte. 2009 war die Zahl der von Insolvenz betroffenen Beschäftigten noch bei 251.000 gelegen.
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