VOLLTEXTSUCHE
News, 08.05.2015
Order-Talfahrt gestoppt
Inlandsnachfrage treibt Auftragseingang in der deutschen Industrie
Der Auftragseingang in der deutschen Industrie hat nach der Orderflaute zu Beginn des Jahres im März wieder leicht an Fahrt gewonnen. Während das Ordervolumen aus dem Ausland weiter abnahm, zogen die Bestellungen aus der heimischen Wirtschaft deutlich an.
Der Abwärtstrend beim Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe ist gestoppt. Wie das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) auf Basis aktueller Zahlen des Statistischen Bundesamtes mitteilt, haben die Auftragseingänge in der deutschen Industrie im März saison- und arbeitstäglich bereinigt um 0,9 Prozent gegenüber Februar zugelegt. Zu Beginn des Jahres hatten die Bestellungen nach dem starken Jahresabschluss (Dezember: + 3,3 %) zwei Monate in Folge abgenommen (Januar: - 2,7 %; Februar: - 0,9 %). Dass in den Auftragsbüchern unter dem Strich ein Orderzuwachs stand, war allerdings allein auf eine stärkere Bestelldynamik in Inland zurückzuführen, aus dem im März 4,4 Prozent mehr Orders kamen als im Februar. Im Ausland schwächte sich dagegen die Bestelldynamik weiter ab. Hier gingen die Bestellungen den dritten Monat in Folge um 1,6 Prozent zurück. Einen Lichtblick bildeten jedoch die Eurozone-Länder, wo sich die Nachfrage nach deutschen Industrieerzeugnissen im März gegenüber Februar um 2,5 Prozent erhöhte, was aber den erneuten Orderrückgang im restlichen Ausland um 4,0 Prozent nicht kompensieren konnte.

Zu spüren bekam die schwächere Nachfragedynamik im Ausland vor allem die Konsumgüterindustrie, die im März einen Rückgang der Auslandsbestellungen um 3,7 Prozent hinnehmen musste. Da auch aus dem Inland keinerlei Impulse kamen (+/- 0,0 %), ergab sich in der Monatsbilanz ein Auftragsminus gegenüber Februar von 2,2 Prozent. Besser sah es bei den Investitions- und Vorleistungsgüterproduzenten aus. Hier machten kräftige Bestellzuwächse aus der deutschen Wirtschaft von 5,8 beziehungsweise 3,3 Prozent die Orderverluste im Ausland (Investitionsgüter: -1,4 %; Vorleistungsgüter: - 1,7 %) wett. Investitionsgüterproduzenten profitierten zudem von erheblichen Bestellzuwächsen in den Euroländern (+ 7,9 %), die die schwache Ordernachfrage im restlichen Ausland (- 5,1 %) abfederten.

Der schwächelnden Auslandsnachfrage war es denn auch zu verdanken, dass in der Quartalsbilanz ein Orderrückgang um 1,5 Prozent zu Buche stand (Ausland: - 3,4 %), an dem auch die aufwärtsgerichtete Dynamik im Inland (+ 1,0 %) nichts ändern konnte. Auf Jahressicht verzeichnete die Industrie jedoch ein Auftragsplus. Gegenüber März 2014 verzeichnete die Industrie jedoch ein Auftragsplus von 6,2 Prozent (arbeitstäglich bereinigt:  + 1,9 %). „Das positive Geschäftsklima und die Zunahme der Inlandsbestellungen sprechen dafür, dass die konjunkturelle Grundtendenz im Verarbeitenden Gewerbe aufwärtsgerichtet bleibt“, so das Ministerium.

cs/BMWi
WEITERE NEWS AUS DIESER KATEGORIE
NACHRICHTEN AUS ANDEREN RESSORTS
Erfolgsfaktor Datensicherheit und Datenschutz
Gleich wie gut ein Unternehmen technologisch gegen Cyberkriminalität abgesichert ist: Die letzte ... mehr

SUCHE
Volltextsuche





Profisuche
Anzeige
PRESSEFORUM MITTELSTAND
Pressedienst
LETZTE UNTERNEHMENSMELDUNGEN
BRANCHENVERZEICHNIS
Branchenverzeichnis
Kostenlose Corporate Showrooms inklusive Pressefach
Kostenloser Online-Dienst mit hochwertigen Corporate Showrooms (Microsites) - jetzt recherchieren und eintragen! Weitere Infos/kostenlos eintragen
Anzeige
BUSINESS-SERVICES
© novo per motio KG