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News, 16.08.2018
BIP legt weiter zu
Inlandskonjunktur treibt deutsches Wirtschaftswachstum
Die deutsche Wirtschaft ist im zweiten Quartal des Jahres stärker gewachsen als erwartet. Wachstumsmotoren des deutschen Bruttoinlandsproduktes (BIP) war ein Zuwachs der privaten und staatlichen Konsumausgaben sowie ein Anziehen der inländischen Investitionen.
Wachstumsmotor war auch im zweiten Quartal u.a. die weiter florierende Bauwirtschaft.
Wachstumsmotor war auch im zweiten Quartal u.a. die weiter florierende Bauwirtschaft.
Die deutsche Wirtschaft zeigt sich weiterhin in blendender Verfassung. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) in Wiesbaden mitteilte, hat sich das Wachstum der deutschen Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal auf 0,5 Prozent beschleunigt. Von Reuters befragte Ökonomen hatten preis-, saison- und kalenderbereinigt lediglich mit einem Zuwachs des Bruttoinlandsproduktes (BIP) wie im Vorquartal um 0,4 Prozent gerechnet. „Das zweite Quartal ist überraschend etwas stärker als erwartet ausgefallen. Allerdings sollte man nicht übersehen, dass das Statistische Bundesamt die Zahlen für 2017 etwas nach unten korrigiert hat“, so Klaus Wohlrabe vom ifo Institut gegenüber Handelsblatt.

Gegenüber dem Vorjahresquartal erhöhte sich der Wert der in Deutschland produzierten Waren und Dienstleistungen preisbereinigt um 2,3 Prozent und damit ebenfalls stärker als im Vorquartal (Q1/2018 gegenüber Q1/2017: + 1,4 %). In der kalenderbereinigten Betrachtung verlangsamte sich das Wachstum der deutschen Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal dagegen inflationsbereinigt auf Jahressicht auf 2,0 Prozent (Q1/2018 gegenüber Q1/2017: +2,1 %). „Es gab einen Arbeitstag mehr als im zweiten Quartal 2017“, teilte das Statistikamt mit.

Treiber des Wirtschaftswachstums war im zweiten Quartal eine weiter anziehende Inlandsnachfrage. Wachstumsimpulse gingen preis-, saison- und kalenderbereinigt sowohl von den privaten Haushalten als auch vom Staat aus, die ihre Konsumausgaben auf Quartalssicht weiter steigerten. Auch die Investitionen in Ausrüstungen, Bauten und sonstige Anlagen legten zu. Der Außenhandel lieferte dagegen keinen Wachstumsbeitrag. Zwar konnte die deutsche Wirtschaft ihre Exporte weiter steigern, da sich die Importe allerdings noch stärker erhöhten, ergab sich hier eine negativer Außenhandelssaldo.

Trotz der weiterhin robusten Wachstums der deutschen Wirtschaft warnte Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), vor Euphorie: „Keinesfalls dürfen wir uns […] in Sicherheit wiegen, denn die guten Zahlen von heute sind nicht automatisch die von morgen – gerade angesichts des derzeitigen internationalen Umfeldes. Die Entwicklung kann abrupt abreißen, wenn Streitigkeiten und Handelskonflikte eskalieren“, so der BGA-Chef. „Protektionismus und Nationalismus sind derzeit die größten Gefahren für den Wohlstand – nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. Wir brauchen daher ein starkes Europa, das für regelbasierten Freihandel und Stabilität eintritt.“

Erbracht wurde die Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal von 44,8 Millionen inländischen Erwerbstätigen. Das waren 599.000 Erwerbstätige mehr als im Vorjahresquartal und entspricht gegenüber dem zweiten Quartal 2017 einem Zuwachs um 1,4 Prozent.

cs/Destatis/Handelsblatt; Bild: Jason Goh / pixabay; Lizenz: CC0 Creative Commons

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