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News, 12.08.2008
Ingenieure
Variable Vergütung wird für Ingenieurberufe Standard
Ein Überangebot an offenen Stellen, attraktive Gehälter mit variablen Vergütungskomponenten und eine betriebliche Altersvorsorge obendrein – wie eine Studie von Kienbaum aufzeigt, haben Ingenieure, trotz eines Rückgangs der Gehaltsdynamik, hierzulande derzeit wenig Grund zur Klage.
Wie die Managementberatung Kienbaum berichtet, werden die Gehaltszuwächse für deutsche Ingenieure vor dem Hintergrund der abflauenden Konjunktur im Jahr 2008 mit 3,6 Prozent im Durchschnitt um 0,5 Prozentpunkte geringen ausfallen als noch im Vorjahr (4,5%). Damit werden Ingenieure mit Führungsverantwortung im Durchschnitt 2008 ein Jahressalär von 103.000 Euro erzielen, während Fachkräfte im Schnitt auf 62.000 Euro kommen. Das geht aus der aktuellen Kienbaum-Vergütungsstudie „Ingenieure in Führungs- und Fachpositionen 2008“ hervor, die auf Angaben von 570 Unternehmen und mehr als 4.800 untersuchten Positionen basiert.

„Im sich zuspitzenden Wettbewerb wird es immer wichtiger, das Gehaltsgefüge der Branche genau zu kennen“, erklärt Kienbaum-Vergütungsexperte Christian Näser zum Hintergrund der Studie. Nur so könnten Unternehmen ihre Nachwuchsingenieure erfolgreich auf sich aufmerksam machen und sie mit attraktiven Vergütungsstrukturen an sich binden. „ Auch wenn die Steigerungen im Vergleich zum Vorjahr moderater ausfallen, haben insbesondere mittelständische Unternehmen mit schwacher Arbeitgebermarke nach wie vor erhebliche Schwierigkeiten, Ingenieurspositionen zu besetzen“, Näser weiter.

Große Gehaltsspanne: Je nach Position und Unternehmensgröße

Während ein Ingenieur als technischer Gesamtleiter durchschnittlich 135.000 Euro im Jahr verdient, bezieht sein Kollege im Qualitätsmanagement im Schnitt nur 88.000 Euro jährlich, ein Leiter Verfahrenstechnik sogar nur 79.000 Euro. Bei Fachkräften reicht die Gehaltsspanne vom Sachbearbeiter Materialwirtschaft/Logistik mit 44.000 Euro bis zum Produktmanager mit 84.000 Euro. Die durchschnittliche Gehaltspanne bei Ingenieuren beträgt laut Kienbaum bis zu 56.000 Euro. Entscheidend für die Höhe der Vergütung sind der Studie zufolge neben der Höhe der Budgetverantwortung vor allem zwei Faktoren:

1. Ausmaß der Personalverantwortung: Ein Ingenieur, der bis zu fünf Mitarbeiter führt, erhält im Durchschnitt 83.000 Euro jährlich, während ein Kollege mit Führungsverantwortung für 20 bis 40 Mitarbeiter auf 122.000 Euro kommt, und eine Führungskraft mit mehr als 140 Mitarbeitern im Schnitt sogar auf 155.000 Euro.

2. Unternehmensgröße: Je größer das Unternehmen, desto höher das Gehalt. Verdient ein Ingenieur in einem Unternehmen mit einem Umsatz von bis zu 50 Millionen Euro durchschnittlich 92.000 Euro im Jahr, beträgt das Ingenieursgehalt in Firmen mit einem Umsatz zwischen 100 und 250 Millionen Euro im Durchschnitt 104.000 Euro, und in solchen mit mehr als einer halben Milliarde Euro Jahresumsatz stolze 124.000 Euro. Wenngleich sich bei Fachpositionen zwar kein signifikanter Zusammenhang zwischen Vergütung und Unternehmensgröße gezeigt habe, verdienten aber auch diese tendenziell in größeren Firmen mehr.

„Verantwortung zu übernehmen, zahlt sich aus. Um eine solche Position erfolgreich besetzen zu können, ist jedoch nach wie vor eine fundierte Ausbildung Voraussetzung. Gerade in Zeiten des War for Talent gilt: Je besser die Ausbildung, desto höher das Gehalt“, so Christian Näser.

Variable Vergütungsmodelle weiter auf dem Vormarsch

Variable Vergütungskomponenten werden auch bei Ingenieuren ohne Führungsverantwortung mittlerweile immer mehr zum Standard: „Während im Vorjahr nicht einmal jede zweite Fachkraft variabel vergütet wurde, kommen heute schon zwei Drittel in den Genuss von leistungs- und erfolgsorientierten Gehaltsbestandteilen“, berichtet Kienbaum. Noch weiter verbreitet sind solche erfolgsabhängigen Komponenten unter Führungskräften, von denen Kienbaum zufolge 81 Prozent nach einem variablen Vergütungsmodell entlohnt werden. Der variable Anteil beträgt dabei im Durchschnitt 22.000 Euro und entspricht damit durchschnittlich 16 Prozent der Jahresgesamtbezüge. Die wichtigsten Kriterien, um die Höhe des Bonus festzulegen, sind Kienbaum zufolge das Unternehmensergebnis und der Gewinn vor Steuern. Auch eine betriebliche Altersvorsorge ist inzwischen Standard: Rund zwei Drittel aller deutschen Ingenieure sorgen über eine solche für das Alter vor.

Quelle: Kienbaum

Die Vergütungsstudie „Ingenieure in Führungs- und Fachpositionen 2008“ ist zum Preis von 600 Euro (+MwSt.) über den Online-Shop von Kienbaum unter www.kienbaum.de oder direkt bei der Kienbaum Vergütungsberatung, Postfach 10 05 52, 51605 Gummersbach (Fax +49 2261 703-201) erhältlich. Für Rückfragen steht Christian Näser gerne zur Verfügung. Telefon: +49 2261 703-608, E-Mail: christian.naeser@kienbaum.de.

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