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News, 22.02.2019
Preisdruck weiter rückläufig
Inflationsrate in Deutschland auf Zehnmonatstief
Die Verbraucherpreise in Deutschland steigen immer langsamer. Dies gilt vor allem für Kraftstoffe. Auch bei Nahrungsmitteln profitierten deutsche Verbraucher zu Beginn des Jahres von einer vergleichsweise schwachen Preisentwicklung.
Während die Preise für Bekleidung auf Inflationsniveau zulegten, waren Computer und Unterhaltselektronik deutlich günstiger als im Vorjahresmonat
Während die Preise für Bekleidung auf Inflationsniveau zulegten, waren Computer und Unterhaltselektronik deutlich günstiger als im Vorjahresmonat

Die Inflation in Deutschland bleibt weiter abwärtsgerichtet. Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamt (Destatis) belief sich die Jahresteuerungsrate von Waren und Dienstleistungen im Januar auf durchschnittlich 1,4 Prozent. Damit bestätigte die Statistikbehörde ihre Vorabberechnungen von Ende Januar. Gegenüber Dezember verbilligten sich Waren und Dienstleistungen sogar im Schnitt um 0,8 Prozent.

Rückläufige Kraftstoffpreise, teure Haushaltsenergie


Dämpfend auf die Entwicklung der Inflation in Deutschland wirkte im Januar erneut eine sich weiter abschwächende Teuerung von Energieerzeugnissen. Hier profitierten Verbraucher vor allem von der Entwicklung der Kraftstoffpreise. So mussten Verbraucher für Kraftstoffe im Januar durchschnittlich gerade einmal 0,3 Prozent mehr zahlen als im Vorjahresmonat (Jahresteuerungsrate Dezember: + 4,9 %; November 2018: + 8,7 %). Gegenüber Dezember gaben die Kraftstoffpreise sogar um 7,6 Prozent nach. Die Preise für Benzin lagen zu Beginn des Jahres sogar 0,7 Prozent unter dem Vorjahresmonat, gegenüber Dezember verbilligte sich Benzin sogar um 7,5 Prozent. Dieselkraftstoff kostete dagegen 3,1 Prozent mehr als im Januar 2018, verbilligte sich aber auf Monatssicht ebenfalls erheblich um 7,2 Prozent.

Anders die Preisentwicklung bei Haushaltsenergie. Hierfür mussten Verbraucher zu Beginn des Jahres durchschnittlich 3,1 Prozent mehr zahlen als im Vorjahresmonat. Leichtes Heizöl verteuerte sich sogar im Schnitt um 7,3 Prozent, verbilligte sich allerdings gegenüber Dezember deutlich (- 5,2 %). Strom und Erdgas verteuerten sich auf Jahressicht um 2,4 bzw. 2,0 Prozent und gegenüber Dezember um 2,0 bzw. 2,8 Prozent.

Alle Energieerzeugnisse zusammenbetrachtet lagen die Energiepreise im Januar 2,3 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Ohne die Teuerung von Energie hätte die Inflationsrate im Januar nur + 1,3 Prozent betragen.

Schwacher Preisauftrieb bei Nahrungsmitteln, Unterhaltungselektronik deutlich günstiger

Die Preise für Waren insgesamt erhöhten sich im Januar 2019 gegenüber dem Vorjahresmonat im Schnitt um 1,3 Prozent. Unter den Waren verteuerten sich neben der Energie (+ 2,3 %) und den Nahrungsmitteln (+ 0,8 %) unter anderem Zeitungen und Zeitschriften (+ 4,9 %) sowie Bier und Tabakwaren (jeweils: + 3,0 %). Andere Waren wurden hingegen günstiger, zum Beispiel Telefone (-8,3 %), Geräte der Unterhaltungselektronik (-5,9 %) und Informationsverarbeitungsgeräte (-5,3 %).

Die Preise für Waren insgesamt erhöhten sich im Januar 2019 gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,3 %. Unter den Waren verteuerten sich neben der Energie (+ 2,3 %) und den Nahrungsmitteln (+ 0,8 %) unter anderem Zeitungen und Zeitschriften (+ 4,9 %), Bier und Tabakwaren (jeweils: + 3,0 %) sowie Bekleidung und Schuhe (+ 1,4 %), wobei sich letztere gegenüber Dezember erheblich verbilligten (- 5,3 %). Bei Möbeln, Leuchten und andere Haushaltszubehör bewegten sich die Preise auf Jahressicht nur wenig (+ 0,5 %). Deutlich günstiger waren dagegen Telefone (- 8,3 %) sowie Unterhaltungselektronik (- 5,9 %) und Computer (- 5,3 %).

Die insgesamt vergleichsweise schwache Teuerung von Nahrungsmitteln um lediglich 0,8 Prozent wurde unter anderem beeinflusst von deutlichen Preisrückgängen bei Obst, das sich auf Jahressicht um 5,1 Prozent verbilligte. Auch für Molkereiprodukte mussten Verbraucher weniger bezahlen (- 1,3 %). Gemüse war im Januar dagegen deutlich teurer als im Vorjahresmonat. Hier lagen die Preise im Januar 6,3 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Tiefer in die Taschen greifen mussten Verbraucher auch für Fisch, Fischwaren und Meeresfrüchte (+ 2,4 %) sowie für Brot und Getreideerzeugnisse (+ 1,7 %).

Die Preise für Dienstleistungen lagen im Januar durchschnittlich 1,4 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Einfluss auf die Inflationsrate hatte hier vor allem die Entwicklung der Nettokaltmieten, da in sie ein Großteil der privaten Konsumausgaben fließt. Hier verzeichneten Verbraucher im Januar durchschnittlich um 1,5 Prozent höhere Preise als ein Jahr zuvor. Am stärksten aber verteuerten sich im Dienstleistungsbereich Angebote sozialer Einrichtungen (+ 4,4 %), Wartungs-  und Reparaturleistungen für Fahrzeugen (+ 3,0 %) sowie Gaststättendienstleistungen in Restaurants, Cafés und Straßenverkauf (+ 2,2 %).

cs/Destatis; Bild: rawpixel.com / Pexels: Lizenz: CC0 Creative Commons

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