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News, 28.06.2012
Erneute Entspannung bei den Einfuhrpreisen
Inflationsdruck über deutsche Importe schwächt sich weiter ab
Die deutschen Einfuhrpreise sind im Mai auf Jahressicht so langsam gestiegen wie seit rund zweieinhalb Jahren nicht mehr. Deutliche Preisrückgänge im Vergleich zum Vormonat gab es vor allem bei Energieimporten.
Während Importe von Roheisen und Stahl auf Jahressicht deutlich günstiger waren, zogen die Preise für Bekleidung deutlich an.
Während Importe von Roheisen und Stahl auf Jahressicht deutlich günstiger waren, zogen die Preise für Bekleidung deutlich an.

Die Teuerung deutscher Importe hat sich im Mai den achten Monat in Folge abgeschwächt. Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes lag der Index der deutschen Einfuhrpreise im Mai 2,2 Prozent über dem Stand des Vorjahresmonats. Das ist die geringste Jahresteuerungsrate seit Januar 2010 (+1,4%). Im April waren die Preise für importierte Güter binnen Jahresfrist noch durchschnittlich um 2,3 Prozent gestiegen, im März um 3,1 Prozent. Gegenüber April verbilligten sich deutsche Importe im Schnitt sogar um 0,7 Prozent. Die deutschen Ausfuhrpreise stiegen gegenüber Mai 2011 um durchschnittlich 1,6 Prozent (April: +1,8%). Hier verringerte sich die Jahresteuerungsrate auf den tiefsten Stand seit Februar 2010 (+0,8%). Auf Monatssicht verbilligten sich deutschen Exporte um durchschnittlich 0,1 Prozent.

Dämpfend auf die Preisentwicklung der Importe wirkten unter anderem teils starke Preisrückgänge binnen Monatsfrist bei Energieprodukten, die sich gegenüber April im Schnitt um 3,7 Prozent verbilligten, mit einer Jahresteuerungsrate von 7,7 Prozent aber dennoch immer noch ein deutlich höheres Preisniveau auswiesen als im Vorjahr. Allerdings hat sich die Jahresteuerung von Energieimporten weiter deutlich abgeschwächt (April: +8,7%). Vor allem importierte Mineralölerzeugnisse waren deutlich günstiger als im April (-6,3%; +7,6% gegenüber Mai 2011). Den stärksten Preisanstieg auf Jahressicht wies Erdgas aus, für das Importeure 14,7 Prozent mehr zahlen mussten als im Mai 2011 (-0,3% gegenüber April). Die Preise für importiertes Erdöl stiegen binnen Jahresfrist um 7,2 Prozent, sanken gegenüber April aber ebenfalls deutlich (-4,5%).

Wesentlich billiger als im Vorjahresmonat waren unter anderem Importe von Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen,  für die Importeure im Durchschnitt 7,6 Prozent weniger zahlen mussten als im Mai 2011 (-0,1% gegenüber April). Auch Nicht-Eisen-Metalle und deren Halbzeug kosteten deutlich weniger als im Vergleichszeitraum 2010. Hier sanken die Preise binnen Jahresfrist im Schnitt um 3,2 Prozent und gegenüber April um 1,1 Prozent. Besonders starke Preisrückgänge gab es zudem bei Eisenerz, das sich auf Jahressicht um 17,9 Prozent verbilligte, allerdings deutlich teurer war als im April (+3,7%). Die Preise für importiertes Nickel lagen sogar 21,5 Prozent unter dem Niveau von Mai 2011 (-1,4% gegenüber April), Aluminium verbilligte sich auf Jahressicht um 5,8 Prozent (-0,1% gegenüber April).  Das Preisniveau von Rohkaffeeimporten sank binnen Jahresfrist sogar um 19,5 Prozent. Bekleidung verteuerte sich dagegen einfuhrseitig auf Jahressicht um 5,8 Prozent (+0,6% gegenüber April).

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