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News, 31.12.2010
Inflation zieht an
Verbraucherpreise legen weiter zu
Die Verbraucherpreise haben im Dezember kräftig anzogen. Auf das Gesamtjahr 2010 gesehen bleibt die Inflation jedoch vergleichsweise gering.
Maßgeblich verantwortlich für den erneuten Preisauftrieb waren weiter steigende Preise für Energie sowie für Obst und Gemüse.
Maßgeblich verantwortlich für den erneuten Preisauftrieb waren weiter steigende Preise für Energie sowie für Obst und Gemüse.
Wie das Statistische Bundesamt auf Basis bisher vorliegender Ergebnisse bekannt gab, stiegen die Verbraucherpreise in Deutschland im Dezember gegenüber November um 1,0 Prozent und damit so stark wie seit sechs Jahren nicht mehr. Im Vergleich zum Dezember 2009 erhöhten sich Preise voraussichtlich um 1,7 Prozent. Das ist die höchste Teuerungsrate gegenüber einem Vorjahresmonat seit Oktober 2008. Im November waren die Preise noch um 1,5 Prozent über dem Vorjahresniveau gelegen.

Für das Gesamtjahr 2010 rechnet das Statistische Bundesamt mit einer Teuerungsrate von 1,1 Prozent, womit die Verbraucherpreise in diesem Jahr fast um das Dreifache so stark gestiegen sein würden wie im Krisenjahr 2009. Im vergangen Jahr hatte die Inflation im Jahresschnitt lediglich 0,4 Prozent betragen und damit den niedrigsten Stand seit der deutschen Wiedervereinigung erreicht.

„Nahezu im gesamten Verlauf des Jahres 2010 wurde die Teuerungsrate maßgeblich durch starke Preiserhöhungen bei leichtem Heizöl und Kraftstoffen sowie bei Obst und Gemüse bestimmt“, so das Statistikamt. Der für europäische Zwecke berechnete Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) stieg im Dezember auf Monatssicht voraussichtlich um 1,2 Prozent und gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,9 Prozent.

Ungeachtet des im Vergleich zum Vorjahr deutlich stärkeren Anstiegs der Verbraucherpreise ist die diesjährige Teuerung im historischen Vergleich dennoch vergleichsweise gering: Seit der deutschen Wiedervereinigung betrug die jährliche Inflationsrate im Durchschnitt 1,9 Prozent. Auch liegt die Teuerungsrate mit 1,1 Prozent weiter deutlich unter dem Schwellenwert von 2,0 Prozent, bis zu dem die Europäische Zentralbank (EZB) Preisstabilität gewahrt sieht.

2011 wird sich der Preisauftrieb in Deutschland allerdings beschleunigen: Für das kommende Jahr erwartet das Münchener Institut für Wirtschaftsforschung (Ifo) eine Teuerungsrate von 1,7 Prozent. Preistreiber werden hier vor allem höhere Lohnabschlüsse, weiter steigende Energiepreise und die anziehende Binnennachfrage sein, die es Unternehmen leichter ermöglicht, steigende Kosten an den Kunden weiterzugeben.
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