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News, 13.07.2011
Inflation stagniert
Verbraucherpreise weiter aufwärts gerichtet
Die Verbraucherpreise in Deutschland stagnieren auf deutlich erhöhtem Niveau: Im Juni lag die Inflation erneut über dem von Europäischen Zentralbank (EZB) für Preisstabilität definierten Grenzwert.
Die Preise bleiben unter Druck. Nach Einschätzung der Unicredt dürfte die Inflation nach der Sommerpause sogar wieder anziehen.
Die Preise bleiben unter Druck. Nach Einschätzung der Unicredt dürfte die Inflation nach der Sommerpause sogar wieder anziehen.
Die Entwicklung der Verbraucherpreise in Deutschland bleibt weiter aufwärts gerichtet. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes stiegen die Verbraucherpreise im Juni gegenüber Mai im Durchschnitt um 0,1 Prozent. Die Jahresteuerungsrate blieb im Juni dagegen mit 2,3 Prozent gegenüber Mai konstant und damit den fünften Monat in Folge über der von der EZB festgelegten Marke von 2,0 Prozent, bis zu der die EZB die Preise als stabil bewertet. Im April war die Teuerungsrate in Deutschland sogar bei 2,4 Prozent gelegen und damit auf den höchsten Stand seit Oktober 2008 gestiegen.

Deutlich teurer als im Vorjahresmonat war erneut vor allem Energie. So mussten Verbraucher im Juni für Energieprodukte im Durchschnitt 9,1 Prozent mehr zahlen als vor einem Jahr. Am stärksten gingen die Kraftstoffpreise in die Höhe mit einer Jahresteuerung um 9,9 Prozent. Allerdings gab hier das Preisniveau gegenüber Mai erneut um 1,7 Prozent und damit den zweiten Monat in Folge nach (Mai gegenüber April: -0,7). Im Mai waren die Kraftstoffpreise sogar noch 11,4 Prozent über dem Vorjahresniveau gelegen. Auch Haushaltsenergie war deutlich teurer als im Vorjahr (+8,6%), wobei sich leichtes Heizöl binnen Jahresfrist um 19,0 Prozent, Fernwärme (Zentralheizung) um 8,1 Prozent und Strom um 7,6 Prozent verteuerte. „Ohne Berücksichtigung der Energie hätte die Inflationsrate im Juni 2011 bei + 1,5% gelegen“, so das Statistikamt.

Für Nahrungsmittel mussten deutsche Konsumenten ebenfalls im Juni tiefer in die Tasche greifen. Sie kosteten im Durchschnitt 2,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Die stärksten Preisanstiege gab es hier bei Speisefetten und Speiseölen (+10,7%; darunter Butter: +11,9%), bei Fisch und Fischerzeugnissen (+4,4%) sowie bei Obst (+3,1%). Die Preise für Gemüse gingen im Durchschnitt binnen Jahresfrist dagegen um 1,8 Prozent zurück. Auffällig hoch war auch die Teuerung von alkoholfreien Getränken mit einer Jahresveränderungsrate von 6,8 Prozent, die nach Auskunft der Statistiker in erster Linie kräftigen Preisanstiegen bei Kaffee (+19,8%) und Fruchtsäften (z.B. Säfte aus Zitrusfrüchten: + 12,8%) geschuldet war.

Die Preise für Waren insgesamt lagen im Juni 3,1 Prozent über dem Vorjahresniveau, wobei die überdurchschnittliche hohe Teuerung dem Statistikamt zufolge vor allem auf die Preisentwicklung bei Verbrauchsgütern (+4,5%) zurückzuführen war. Für Dienstleistungen mussten deutsche Konsumenten im Juni durchschnittlich 1,5 Prozent mehr zahlen als vor einem Jahr. Hier waren insbesondere Flugreisen (+ 11,1%) und Pauschalreisen (+ 6,1%) deutlich teurer.
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