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News, 30.04.2014
Beschleunigter Preisauftrieb
Inflation in Deutschland zieht wieder etwas an
Die Inflation hat sich in Deutschland nach dem Dreieinhalb-Jahrestief im Vormonat im April wieder leicht beschleunigt. Preistreiber waren insbesondere Dienstleistungen. Hier legten die Preise auf Jahressicht deutlich stärker zu als in den letzten Monaten.
Der Preisauftrieb bei Nahrungsmitteln hat sich weiter abgeschwächt.
Der Preisauftrieb bei Nahrungsmitteln hat sich weiter abgeschwächt.
Die Verbraucherpreise in Deutschland wieder etwas schneller: Vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes zufolge mussten Verbraucher in Deutschland im April für Waren und Dienstleistungen durchschnittlich 1,3 Prozent mehr zahlen als im Vorjahresmonat. Damit hat sich die Jahresteuerung nach drei Rückgängen in Folge gegenüber Februar um 0,3 Prozentpunkte beschleunigt. Im Vormonat hatte sich die Inflation auf 1,0 Prozent abgeschwächt. Das war die niedrigste Inflationsrate seit August 2010. Gegenüber März verringerten sich die Verbraucherpreise allerdings im Schnitt um 0,2 Prozent.

Grund für die höhere Jahresteuerungsrate waren vor allem stärker steigende Preise für Dienstleistungen. Hierfür mussten Verbraucher im April durchschnittlich 2,3 Prozent mehr zahlen als im Vorjahresmonat. Die Jahresteuerung von Mieten blieb allerdings mit 1,5 Prozent im Monatsvergleich konstant. Im März hatten die Preise für Dienstleistungen lediglich 1,3 Prozent über dem Vorjahresniveau gelegen.

Die Teuerung von Nahrungsmittel schwächte sich dagegen weiter ab. Hier verringerte sich die Jahresteuerung im April den vierten Monat in Folge auf 1,8 Prozent. Damit hat sich der Preisauftrieb bei Nahrungsmitteln seit Beginn des Jahres um die Hälfte abgeschwächt (Januar 2014: + 3,6 Prozent gegenüber Januar 2013). Im März waren die Nahrungsmittelpreise noch 2,2 Prozent auf Jahressicht gestiegen.

Deutlich weniger bezahlen als im Vorjahresniveau mussten Verbraucher dagegen für Energie. Hier lagen die Preise im April durchschnittlich 1,3 Prozent unter dem Stand des Vorjahresmonats. Das ist der vierte Monat in Folge mit einer rückläufigen Preisentwicklung bei Energie. Letztmalig mehr für Energie als im Vorjahresmonat bezahlen mussten Verbraucher im Dezember letzten Jahres (+ 1,1 % gegenüber Dezember 2012).


Die Preise für Waren erhöhten sich im Jahresvergleich nur leicht. Sie kosteten im Durchschnitt lediglich 0,5 Prozent mehr als im April 2013. Damit schwächte sich der Preisauftrieb bei Waren weiter ab (März und Februar: jeweils + 0,6 %; Januar: + 0,8 %).
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