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News, 06.08.2015
Kaum Bewegung bei den Preisen
Inflation in Deutschland geht wieder gegen Null
Die Inflation hat sich im Juli in Deutschland weiter abgeschwächt. Anhaltend rückläufige Preise für Energie und fast stabile Lebensmittelpreise drückten die Jahresteuerungsrate gegen Null.
Auch bei Waren beschleunigte sich die Preistalfahrt im Juli (Bild: panthermedia.net / lightpoet).
Auch bei Waren beschleunigte sich die Preistalfahrt im Juli (Bild: panthermedia.net / lightpoet).
Nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes lagen die Verbraucherpreise für Waren und Dienstleistungen im Juli in Deutschland durchschnittlich lediglich 0,2 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Damit hat sich der Preisauftrieb entgegen den Erwartungen von Ökonomen in Deutschland weiter abgeschwächt. Von Reuters befragte Volkswirte hatten im Median mit einer gegenüber Juni stabilen Jahresteuerungsrate von 0,3 Prozent gerechnet. Auf Monatssicht erhöhten sich die Preise jedoch leicht, und zwar im Schnitt um 0,2 Prozent.

Am stärksten drückte auf das Preisniveau in Deutschland auch im Juli die fortgesetzte Preistalfahrt bei Energieerzeugnissen. So mussten Verbraucher für Energie im Juli durchschnittlich 6,2 Prozent weniger zahlen als im Juli 2014. Damit hat sich der Sinkflug der Preise für Energie in Deutschland weiter beschleunigt (Juni: - 5,9 %; Mai: - 5,0 %).

Auch für Waren mussten Konsumenten weniger bezahlen als im Vorjahresmonat. Sie verbilligten sich im Schnitt gegenüber Juli 2014 um 0,7 Prozent. Hier beschleunigte sich die Preistalfahrt im Juli ebenfalls (Juni: - 0,5 %; Mai: - 0,3 %). Entlastend auf die Haushaltskassen wirkte auch die Preisentwicklung bei Lebensmitteln, die sich im Juli lediglich im Schnitt um 0,4 Prozent auf Jahressicht verteuerten, womit auch hier der Preistrend insgesamt nach unten zeigte (Juni: + 1,0 %; Mai: + 1,4 %).

Lediglich für Dienstleistungen mussten Verbraucher in Deutschland tiefer in die Tasche greifen als im Vorjahresmonat. Sie verteuerten sich im Juli binnen Jahresfrist im Schnitt um 1,1 Prozent und damit im Vergleich zum Vorjahresmonat etwas stärker als im Juni (+ 0,9 %). Die Mieten zogen im Schnitt gegenüber Juli 2014 um 1,2 Prozent an. Hier blieb Jahresteuerung stabil (Juni und Mai: ebenfalls + 1,2 %).

cs/Destatis

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