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News, 03.01.2013
Industrieller Preisauftrieb verlangsamt sich
Inflationsdruck über Erzeugerpreise weiter rückläufig
Der Preisauftrieb auf Produzentenebene hat sich im November letzten Jahres weiter abgeschwächt. Erstmals seit fünf Monaten gaben die Erzeugerpreise auch auf Monatssicht in Deutschland wieder etwas nach.
Während sich Energie und Vorleistungsgüter insgesamt auf Monatssicht verbilligten, zogen die Preise für Verbrauchsgüter, allen voran die Nahrungsmittelpreise weiter an.
Während sich Energie und Vorleistungsgüter insgesamt auf Monatssicht verbilligten, zogen die Preise für Verbrauchsgüter, allen voran die Nahrungsmittelpreise weiter an.

Wie das Statistische Bundesamt berichtet, sind die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte in Deutschland im November 2012 um 0,1 Prozent auf Monatssicht gesunken. Den letzten Rückgang der Erzeugerpreise binnen Monatsfrist gab es im Juni 2012 (+0,4%). Gegenüber November 2011 erhöhte sich der Index der Erzeugerpreise um 1,4 Prozent. Im Oktober waren die Erzeugerpreise noch auf Jahressicht um 1,5 Prozent und im September um 1,6 Prozent gestiegen.

Günstiger als im Oktober waren im November unter anderem Energieprodukte. Sie verbilligten sich auf Monatssicht auf Produzentenebene  im Schnitt um 0,4 Prozent. Gegenüber dem Vorjahresmonat verteuerte sich Energie um durchschnittlich 1,5 Prozent. Im Oktober waren die Erzeugerpreise im Bereich der Energie 1,9 Prozent über dem Vorjahresniveau gelegen, im September hatte die Jahresteuerungsrate sogar 3,1 Prozent betragen. Am stärksten verteuerte sich Erdgas mit einer Jahresveränderungsrate von 4,3 Prozent. Die Preise für  Mineralölerzeugnisse lagen ebenfalls deutlich über dem Vorjahresstand (+3,9%). Strom verbilligten sich dagegen im November auf Jahressicht um durchschnittlich 2,1 Prozent . Ohne die Preisentwicklung bei Energie ergab sich für den Index der Erzeugerpreise im November ebenfalls eine Jahresteuerung von durchschnittlich 1,4 Prozent (+/- 0,0% gegenüber Oktober).

Vorleistungsgüter - Güter, die im Produktionsprozess verbraucht, verarbeitet oder umgewandelt werden – kosteten auf Produzentenebene im November lediglich 1,0 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Auf Monatssicht verbilligten sie sich weiter leicht um durchschnittlich 0,1 Prozent. Metalle verbilligten sich im Schnitt auf Jahressicht sogar um 0,8 Prozent und gegenüber Oktober um 0,5 Prozent. Deutliche Preisrückgänge wies der Index der Erzeugerpreise unter anderem für Walzstahl aus, das sich auf Jahressicht um 1,6 Prozent verbilligte. Die Erzeugerpreise für Beton lagen sogar 5,7 Prozent unter dem Vorjahresstand und sanken allein gegenüber Oktober um 7,4 Prozent. Erheblich teurer waren dagegen Futtermittel für Nutztiere. Sie kosteten im Durchschnitt  21,2 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Chemische Grundstoffe verteuerten sich ebenfalls deutlich um 3,5 Prozent.

Investitionsgüter kosteten im Durchschnitt auf Erzeugerebene 1,1 Prozent mehr als im Vorjahresmonat (+0,1% gegenüber Oktober). Die Erzeugerpreise für Gebrauchsgüter lagen im November 2012 im Durchschnitt 1,3 Prozent über dem Vorjahresstand (+/- 0,0% gegenüber Oktober). Die Preise für Verbrauchsgüter zogen erheblich stärker an. Sie kosteten im Durchschnitt 2,4 Prozent mehr als im Vorjahr und 0,3 Prozent mehr als im Oktober. Nahrungsmittel verteuerten sich sogar auf Jahressicht um durchschnittlich 3,6 Prozent und binnen Monatsfrist um 0,6 Prozent. Deutlich teurer als im Vorjahresmonat war auf Produzentenebene unter anderem Schweinefleisch (+10,1%). Kaffee und Butter waren dagegen deutlich günstiger als im Vergleichszeitraum 2011 (-4,0 bzw. -15,3%). Milch kostete ebenfalls weniger als im Vorjahresmonat (3,3%), verteuerte sich gegenüber Oktober aber deutlich (-6,1%).

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