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News, 10.10.2017
Deutsche Produktion zieht kräftig an
Industrie mit stärkster Produktionsausweitung seit 2009
Die deutsche Produktion hat im August so stark zugelegt wie seit gut sechs Jahren nicht mehr. Grund für den starken Produktionszuwachs war eine unerwartet starke Produktionsweitung der deutschen Industrie.
Besonders starke Produktionszuwächse meldeten die Investitionsgüterproduzenten (Grafik: BMWi)
Besonders starke Produktionszuwächse meldeten die Investitionsgüterproduzenten (Grafik: BMWi)
Die Produktion im Produzierenden Gewerbe hat im August gegenüber Juli, nachdem sie zuvor zwei Monate in Folge zurückgegangen war (Juli: - 0,1 %; Juni: - 1,0 %), saison- und arbeitstäglich bereinigt um 2,6 Prozent anzogen. Einen stärkeren Zuwachs der deutschen Produktion gab es zuletzt auf Monatssicht im Juli 2011 (+ 2,9 %). Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten lediglich im Median einen Produktionszuwachs um 0,9 Prozent prognostiziert. Im Vergleich zum Vorjahresmonat erhöhte sich die Produktion im Produzierenden Gewerbe arbeitstäglich bereinigt um 4,7 Prozent, teilt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie auf Basis aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) mit.

Verantwortlich für den stärksten Produktionszuwachs seit gut sechs Jahren waren starke Produktionsausweitungen in der Industrie. Hier erhöhte sich der Ausstoß im August gegenüber Juli um 3,2 Prozent. Eine so starke Produktionsausweitung gab es in der deutschen Industrie seit September 2009 (+ 4,4 %) nicht mehr. Besonders starke Produktionsausweitungen meldete die Investitionsgüterindustrie. Hier erhöhte sich die Produktion gegenüber Juli um 4,8 Prozent. Konsumgüter wurden im August 2,2 Prozent mehr produziert, die Produktion von Vorleistungsgütern legte binnen Monatsfrist um 1,8 Prozent zu.

Die Produktion im Baugewerbe verlor dagegen, nachdem sie im Juli nach zwei Rückgängen in Folge (Mai: - 1,3 %; Juni: - 1,0 %) konstant geblieben war, weiter an Fahrt und lag im August 1,2 Prozent unter dem Juli-Niveau. Grund für den erneuten Rückgang war eine schwächere Erzeugung im Ausbaugewerbe (- 2,7 %) bei stagnierender Produktion im Bauhauptgewerbe (+/- 0,0 %). Die Energieerzeugung legte dagegen gegenüber Juli deutlich zu. Sie erhöhte sich auf Monatssicht um 1,7 Prozent.

Im aussagekräftigeren Zweimonatsvergleich Juli/August gegenüber Mai/Juni ergab sich insgesamt ein Produktionszuwachs von 0,7 Prozent. Dabei erhöhte sich die industrielle Produktion über alle Industriesegmente hinweg um 1,5 Prozent und die Bauproduktion um 0,9 Prozent.

„Seit Jahresbeginn zeigt die Fertigung im Produzierenden Gewerbe einen wieder kräftigeren aufwärtsgerichteten Trend. Das günstige Geschäftsklima und die positive Entwicklung bei den Auftragseingängen sprechen für eine Fortsetzung der guten Industriekonjunktur“, kommentierte das Ministerium die aktuelle Zahlen.  „Im Baugewerbe hingegen war in den letzten Monaten eine rückläufige Produktion zu beobachten, allerdings auf hohem Niveau.“

cs/BMWi
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