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News, 12.02.2015
Orderschub zum Jahresende
Industrie mit höchstem Auftragseingang seit 2008
Die deutsche Industrie ist mit einem starken Zuwachs der Bestellungen ins neue Jahr gegangen. Vor allem in der Investitionsgüterindustrie legte der Auftragseingang kräftig zu.
Im Dezember gingen in der Industrie so viele Neuaufträge ein wie seit fast sieben Jahren nicht.
Im Dezember gingen in der Industrie so viele Neuaufträge ein wie seit fast sieben Jahren nicht.

Das Verarbeitende Gewerbe hat zum Jahresende einen starken Auftragsschub verzeichnet. Angaben des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) zufolge legte der Auftragseingang im Dezember gegenüber November preis-, saison- und kalenderbereinigt um 4,2 Prozent zu. Wie das Ministerium hierzu mitteilte, erreichte das Auftragsvolumen den höchsten Stand seit April 2008. Von Down Jones befragte Ökonomen hatten nach dem Orderrückgang im November (- 2,4 %) lediglich im Median mit einem Zuwachs der Bestellung um 1,2 Prozent gerechnet.

Stärkster Auftragstreiber war das Ausland, aus dem im Dezember 4,8 Prozent mehr Orders kamen als im November. Besonders starke Impulse kamen aus den Euro-Ländern, wo die Nachfrage nach Produkten „made in Germany“ um 5,9 Prozent gegenüber November anzog. Aus den Nicht-Euro-Ländern und dem außereuropäischen Ausland gingen 4,0 Prozent mehr Orders ein als im Monat zuvor. Von der heimischen Wirtschaft kamen ebenfalls mehr Neuaufträge. Hier verbuchte die Industrie ein Auftragsplus von 3,4 Prozent.

 Vor allem Investitionsgüter waren deutlich mehr gefragt. Hier zogen die Bestellungen im Dezember auf Monatssicht um 5,9 Prozent an. Auftragsmotor war vor allem das Ausland (+ 7,6 %) und hier vor allem der Euroraum (+ 9,1 %; Nicht-Euro-Länder: + 6,9 %).  Die Inlandsnachfrage nach Investitionsgütern erhöhte sich auf Monatssicht um 2,3 Prozent. Auch Vorleistungsgüter wurden deutlich mehr bestellt (+ 2,3 %) als im November, wobei es hier vor allem die heimische Wirtschaft war, die mit einem Orderschub von 4,4 Prozent für einen positiven Jahresausklang sorgte. Konsumgüter wurden dagegen etwas weniger bestellt (- 0,6 %), was allerdings allein an einer Auftragsdelle in den Euro-Ländern lag (- 15,6 %; Nicht-Euro-Länder: + 6,5 %; Inland: + 5,7 %).

Dank der deutlichen Belebung im Dezember ergab sich denn auch für das vierte Quartal ein deutliches Auftragsplus von 1,8 Prozent. Lässt man die volatilen Großaufträge in der Gesamtbetrachtung außen vor, überstieg der Auftragseingang von Oktober bis Dezember das Niveau des dritten Quartals sogar um 3,5 Prozent. Die stärkste Belebung verzeichnete dabei die Kfz-Branche, die mit einem Auftragszuwachs um 8,0 Prozent von allen Industriesegmenten den höchsten Wachstumsbeitrag auf Quartalssicht lieferte.

„Insgesamt spricht das Indikatorenbild klar dafür, dass die Schwächephase des letzten Jahres überwunden wurde und die Konjunktur zunehmend an Dynamik gewinnt“, so das Ministerium.

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