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News, 10.09.2015
Dämpfer für die Industrie
Weniger Auftragseingänge aus dem Ausland
Ein Einbruch der Auslandsnachfrage hat dem Verarbeitenden Gewerbe im Juli ein deutliches Auftragsminus beschert. Im Inland sorgte allerdings ein Nachfrageschub bei Investitionsgütern erstmals wieder auf Monatssicht für einen Oderzuwachs
Die Entwicklung der Auftragseingänge in der Industrie seit Juli 2005 (Quelle: BMWi)
Die Entwicklung der Auftragseingänge in der Industrie seit Juli 2005 (Quelle: BMWi)
Die Berg- und Talfahrt des Auftragseingangs im Verarbeitenden Gewerbe in Deutschland setzt sich fort. Wie das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) auf Basis aktueller Zahlen des Statistischen Bundesamtes bekannt gab, fiel der Auftragseingang in der Industrie im Juli preis-, saison- und arbeitstäglich bereinigt 1,4 Prozent schwächer aus als Juni (ohne Großaufträge: - 1,0 %). Von Down Jones Newswires befragte Ökonomen hatten zwar mit einem Rückgang der Industrienachfrage gerechnet, im Median jedoch nur eine Abschwächung des Auftragseingangs gegenüber Juli um 0,6 Prozent erwartet. Im Juni waren die Bestellungen dank eines Auftragsschubs im Ausland (+ 4,4 % gegenüber Mai) nach einem leichten Orderrückgang im Mai (- 0,3 gegenüber April) um 1,8 Prozent gestiegen.

Grund für das deutliche Auftragsminus war ein Einbruch der Industrienachfrage aus dem Ausland. Hier schwächte sich der Auftragseingang um 5,2 Prozent gegenüber Juni ab. Demgegenüber stand zwar eine deutliche Belebung der Inlandsnachfrage, die mit einem Zuwachs der Bestellungen um 4,1 Prozent das Minus im Ausland allerdings nicht gänzlich kompensieren konnte. Besonders bei den Produzenten von Konsumgütern liefen die Geschäfte schlechter. Hier gingen die Bestellungen im Juli um 6,3 Prozent zurück. Die Bestellungen von Investitionsgütern nahmen um 1,6 Prozent ab, während die Auftragseingänge für Vorleistungsgüter nahezu stagnierten (-0,2 %).

Trotz des aktuellen Rückgangs bleiben die Auftragseingänge in der Tendenz deutlich aufwärtsgerichtet. Vor allem die Bestelltätigkeit im Bereich der Investitionsgüter entwickelte sich seit dem Frühjahr recht dynamisch aufwärts. Dabei profitiert die Industrie maßgeblich von der Auslandsnachfrage, insbesondere aus dem Euroraum.

"Die wirtschaftliche Erholung im Euroraum und der schwache Euro beflügeln das Auslandsgeschäft. Im Inland entwickelt sich die Nachfrage weiterhin verhalten, auch wenn sich der Maschinenbau im Juli über zahlreiche Bestellungen freuen konnte", so das Ministerium. "Insgesamt sprechen diese Daten für eine weiter leicht aufwärtsgerichtete Konjunktur im Verarbeitenden Gewerbe."

cs/BWMi
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