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News, 21.11.2014
Rückläufige Preisentwicklung in der Industrie
Talfahrt der Erzeugerpreise hält an
Das Preisniveau auf Produzentenebene für Industrieerzeugnisse sinkt weiter. Im Oktober haben die Erzeugerpreise den 15. Monat in Folge gegenüber dem Vorjahresmonat nachgegeben.
Günstiger waren im Oktober vor allem Energieprodukte, aber auch Vorleistungsgütern und Nahrungsmittel kosteten weniger als im Vorjahresmonat (Grafik: Statistisches Bundesamt)
Günstiger waren im Oktober vor allem Energieprodukte, aber auch Vorleistungsgütern und Nahrungsmittel kosteten weniger als im Vorjahresmonat (Grafik: Statistisches Bundesamt)

Gewerbliche Produkte haben sich in Deutschland binnen Jahresfrist auf Produzentenebene erneut verbilligt. Angaben des Statistischen Bundesamtes zufolge lagen die Erzeugerpreise im Oktober durchschnittlich 1,0 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Gegenüber September verbilligten sich gewerbliche Produkte auf Erzeugerebene im Schnitt um 0,2 Prozent. Im September waren die Erzeugerpreise genauso stark im Jahresvergleich zurückgegangen und auf Monatssicht im Schnitt konstant geblieben. Einen Anstieg der Erzeugerpreise im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es zuletzt in Deutschland im Juni 2013, als die Preise durchschnittlich um 0,1 Prozent auf Jahressicht gestiegen waren.

Energiepreise weiter im Sinkflug


Geschuldet ist das anhaltend rückläufige Preisniveau auf Produzentenebene zu einem wesentlichen Teil der Preisentwicklung im Energie-Bereich, wo die Preise weiterhin nach unten zeigen und im Oktober durchschnittlich  3,6 Prozent niedriger lagen als im Vorjahresmonat. Am stärksten verbilligte  sich Erdgas aus Inlandsförderung, das im Durchschnitt 12,2 Prozent weniger kostete als im Oktober 2013 (Erdgas-Verteilerpreise: - 4,4 %). Die Preise für Mineralölerzeugnisse gaben ebenfalls im Jahresvergleich stark nach. Sie unterschritten das Vorjahresniveau im Schnitt um 6,4 Prozent.

Auch Strom war im Oktober deutlich günstiger als noch ein Jahr zuvor. Hier gaben die Preise im Schnitt auf Jahressicht um 3,3 Prozent nach, was allerdings allein auf starke Preisrückgänge für Weiterverteiler geschuldet war, die im Durchschnitt 9,2 Prozent weniger zahlen mussten als im Vorjahresmonat. Für Privathaushalte verteuerte sich  dagegen Strom im Schnitt um 0,9 Prozent, sogenannte Sondervertragskunden (bspw. Industriebetriebe) mussten hierfür im Oktober sogar durchschnittlich 1,3 Prozent mehr zahlen als ein Jahr zuvor.

Butter knapp ein Viertel billiger

Sinkende Preise gab es auch im Verbrauchsgüter-Sektor. Hier verbilligten sich Erzeugnisse der Industrie auf Produzentenebene im Oktober binnen Jahresfrist im Schnitt um 0,6 Prozent. Deutliche Preisrückgänge gab es unter anderem bei Nahrungsmitteln, die im Durchschnitt 1,6 Prozent weniger kosteten als im Vorjahresmonat und sich auch Monatssicht verbilligten (- 1,0 % gegenüber September). Butter kostete sogar beinah ein Viertel weniger als noch im Jahr zuvor (- 23,5 %), bei Zucker war es gut ein Fünftel, das Bezieher im Vergleich zum Vorjahr sparten (- 21,2 %). Auch Fleisch war deutlich günstiger als im Vergleichszeitraum 2013 (ohne Geflügel: -10,9 %). Deutlich teurer war dagegen Kaffee. Er kostete im Durchschnitt 8,9 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Gleiches galt für Süßwaren (+ 3,8 %) sowie für Back- und Teigwaren (+ 2,4 %).

Vorleistungsgüter weiter günstiger, Investitionsgüter mit moderatem Preisanstieg

Bei den Vorleistungsgütern – Güter die im Produktionsprozess verbraucht, verarbeitet oder umgewandelt werden - setzte sich die rückläufige Preisentwicklung im Oktober fort. Sie kosteten im Durchschnitt 0,3 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Günstiger waren unter anderem Papier, Karton und Pappe (- 1,9 %) und chemische Erzeugnisse (- 0,7 %; darunter Düngemittel: - 1,6 %). Metalle waren im Schnitt dagegen etwas teurer als im Vorjahresmonat (+ 0,5 %). Preisanstiege gab es hier auf Jahressicht bei beispielsweise Roheisen, Stahl und Ferroliegerungen (+ 1,8 %) sowie bei Gießereierzeugnissen und Stahlrohren (jeweils + 0,6 %). Elektronische Bauelemente und Leiterplatten verbilligten sich im Schnitt im Jahresvergleich hingegen deutlich (- 1,9 %)

Anders Gebrauchsgüter: Hier legten die Preise mit einem Anstieg um 1,2 Prozent gemessen an den anderen Gütergruppen überdurchschnittlich zu. Auch hier entwickelten sich die Preise im Vergleich zum Vorjahr teils sehr unterschiedlich. So kosteten zum Beispiel Lederwaren und Bekleidung durchschnittlich 1,3 Prozent beziehungsweise 1,0 Prozent mehr als im Vorjahresmonat, Computer und entsprechende Peripherie-Geräte dagegen 4,8 Prozent weniger als ein Jahr zu. Auch Unterhaltselektronik war im Durchschnitt etwas günstiger (- 0,3 %).

Die Preise für Investitionsgüter stiegen deutlich langsamer. Sie verteuerten sich im Durchschnitt lediglich um 0,6 Prozent. Preisanstiege gab es hier laut Index unter anderem bei Maschinenbauerzeugnissen (+ 0,9 %) und elektrische Ausrüstungen (+ 0,6 %).

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