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News, 20.07.2012
Industrie
Index der Erzeugerpreise setzt Talfahrt fort
Rückläufige Energiepreise haben im Juni den Index der Erzeugerpreise in Deutschland den zweiten Monat in Folge sinken lassen und die Jahresteuerung gewerblicher Produkte auf ein Zweijahrestief gedrückt.
Die moderate Entwicklung der Erzeugerpreise dürfte die Inflation in Deutschland weiter dämpfen.
Die moderate Entwicklung der Erzeugerpreise dürfte die Inflation in Deutschland weiter dämpfen.
Die Preisentwicklung auf Erzeugerebene entspannt sich weiter. Wie das Statistische Bundesamt ermittelte, lagen die Erzeugerpreise im Juni durchschnittlich nurmehr 1,6 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Das ist schwächste Jahresteuerung gewerblicher Produkte auf Produzentenebene seit Mai 2010 (+0,9%). Im Vormonat hatte die Jahresveränderungsrate noch 2,1 Prozent betragen. Gegenüber Mai verbilligten sich Industrieprodukte auf Produzentenebene im Schnitt sogar den zweiten Monat in Folge um 0,4 Prozent. Ökonomen hatten lediglich einen Rückgang um 0,2 Prozent erwartet. Im Vormonat waren die Erzeugerpreise auf Monatssicht um 0,3 Prozent gesunken.

Hauptgrund für die weitere Entspannung an der Preisfront war eine weitere Abschwächung des Preisdrucks bei Energieprodukten. Hier sank das Preisniveau im Juni gegenüber Mai im Schnitt um 1,4 Prozent. Zugleich verringerte sich die Jahresteuerungsrate von Energie von 4,2 Prozent im Mai um fast die Hälfte auf 2,8 Prozent. Die Preise der verschiedenen Energieprodukte entwickelten sich allerdings auf Jahressicht sehr unterschiedlich. Während sich Erdgas und Mineralölerzeugnisse gegenüber Juni 2011 im Schnitt um 13,2 bzw. 2,1 Prozent verteuerten, ging der Preis für Strom auf Jahressicht um 4,8 Prozent zurück. Auf Monatssicht dagegen weist der Energiepreisindex für alle Energiesegmente Preisrückgänge aus, allen voran bei leichtem Heizöl (-4,7%) und Dieselkraftstoff (-3,5%).  Die Preisentwicklung bei Energie herausgerechnet, hätte die Jahresveränderungsrate des Index der Erzeugerpreise nur 1,0 Prozent und der Rückgang gegenüber Mai nur 0,1 Prozent betragen.

Weiter dämpfend auf die Preisentwicklung auf Erzeugerebene wirkte insbesondere der geringe Preisauftrieb bei Vorleistungsgütern, also Gütern, die im Produktionsprozess verbraucht, verarbeitet oder umgewandelt werden. Sie verbilligten sich im Juni binnen Monatsfrist erneut um durchschnittlich 0,3 Prozent und kosteten gerade einmal 0,1 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Die Preise für Walzstahl verringerten sich im Juni auf Jahressicht sogar um 6,3 Prozent. Düngermittel waren dagegen erheblich teurer als im Jahr zuvor (+12,5%).

Verbrauchsgüter kosteten  2,2 Prozent mehr als im Vorjahresmonat und 0,1 Prozent mehr als im Mai. Die Preise für Nahrungsmittel lagen 2,4 Prozent über dem Vorjahresstand. Sie stiegen ebenfalls auf Monatssicht um 0,1 Prozent. Gebrauchsgüter waren 1,7 Prozent teurer als im Juni 2011 (+0,1% gegenüber Mai), Investitionsgüter kosteten 1,1 Prozent mehr als im Vorjahresmonat (+0,0% gegenüber Mai).
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