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News, 27.12.2013
Moderate Preiseentwicklung in der Industrie
Erzeugerpreise weiter im Rückwärtsgang
Von der deutschen Industrie geht weiterhin geringer Inflationsdruck aus: Rückläufige Preise für Energie und Vorleistungsgüter haben im November erneut den Index der Erzeugerpreise nach unten gedrückt.
Niedrigeren Preisen für Vorleistungsgüter und Energie standen im November höhere Preise für Verbrauchs-, Gebrauchs- und Investitionsgüter gegenüber.
Niedrigeren Preisen für Vorleistungsgüter und Energie standen im November höhere Preise für Verbrauchs-, Gebrauchs- und Investitionsgüter gegenüber.

Die Talfahrt der Preise für Industrieerzeugnisse auf Produzentenebene hält an: Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, sind die Erzeugerpreise gewerbliche Produkte in Deutschland im November erneut unter dem Vorjahresniveau geblieben. Dem Statistikamt zufolge kosteten industrielle Erzeugererzeugnisse auf Produzentenebene durchschnittlich 0,8 Prozent weniger als November 2012. Das war der vierte Monat in Folge, in dem die Erzeugerpreise niedriger lagen als im Vorjahresmonat. Gegenüber Oktober verbilligten sich gewerbliche Produkte im Schnitt um 0,2 Prozent. Im Oktober waren die Erzeugerpreise im Schnitt um 0,1 Prozent auf Monatssicht gesunken.

Starke Preisrückgänge wies der Index der Erzeugerpreise im November unter anderem bei Energie aus. Hier lagen die Erzeugerpreise durchschnittlich 2,1 Prozent unter dem Stand von November 2012 (-0,1 % gegenüber Oktober). Mineralölerzeugnisse kosteten im Durchschnitt sogar 6,5 Prozent weniger als im Vorjahresmonat, wobei sich Flüssiggas im Schnitt um 21,7 Prozent, leichtes Heizöl um durchschnittlich 10,0 Prozent sowie Benzin und Diesel im Schnitt um 6,8 Prozent bzw. 4,2 Prozent auf Jahressicht verbilligten. Strom kostete im Durchschnitt 3,8 Prozent weniger als im Vorjahresmonat, was allerdings alleinig stark rückläufigen Preisen für Weiterverteiler geschuldet war, für die sich Strom auf Jahressicht um 14,4 Prozent verbilligte. Privathaushalte und Betreiber gewerblicher Anlagen mussten für Strom dagegen durchschnittlich 10,6 Prozent bzw. 10,4 Prozent mehr zahlen als im November 2012. Die Preisrückgänge bei Energie herausgerechnet lagen die Erzeugerpreise im November insgesamt nur 0,3 Prozent unter dem Vorjahresstand.

Dämpfend auf das Preisniveau gewerblicher Produkte wirkten im November wie bereits in den vergangenen Monaten auch die anhaltend abwärts gerichtete Preisentwicklung von Vorleistungsgütern, also Gütern, die im Produktionsprozess  verbraucht, verarbeitet oder umgewandelt werden. Hier unterschritten die Preise das Vorjahresniveau im Schnitt um 2,0 Prozent (-0,2 % gegenüber Oktober). Metalle kosteten im Durchschnitt sogar 6,0 Prozent weniger als im Vorjahresmonat, Nichteisenmetalle verbilligten sich auf Jahressicht sogar um 11,1 Prozent. Die Preise für Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen lagen im November durchschnittlich 5,3 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Futtermittel für Nutztiere und Getreidemehl verbilligten sich im Jahresvergleich im Schnitt um 11,4 Prozent bzw. 11,6 Prozent. Teurer als im Vorjahr war dagegen unter anderem gesägtes und gehobeltes Holz. Hier lagen die Preise im November durchschnittlich 5,6 Prozent über dem Vorjahresstand.

Verbrauchsgüter kosteten im November durchschnitltlich 1,5 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Gegenüber Oktober blieben die Erzeugerpreise hier konstant. Bremsend auf die Preisentwicklung wirkte hier der rückläufige Preisauftrieb bei Nahrungsmitteln, die sich im Durchschnitt lediglich um 1,3 Prozent auf Jahressicht verteuerten. Eine niedrigere Jahresteuerungsrate gab es im Nahrungsmittelsektor auf Erzeugerebene nach Auskunft des Statistikamts zuletzt im Juli 2010 (+ 0,8 %). Die Preise für Gebrauchsgüter lagen im November durchschnittlich  1,1 Prozent über dem Vorjahresniveau. Sie blieben binnen Monatsfrist konstant. Investitionsgüter kosteten im Durchschnitt 0,7 Prozent mehr als im Vorjahresmonat und wiesen ebenfalls auf Monatssicht stabile Preise auf.

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