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Industrie
Deutsche Produktion verliert an Fahrt

Laut Postbank-Ökonom Heinrich Bayer verstärkten sich die Hinweise, dass die konjunkturelle Dynamik in der Industrie ihren Höhepunkt überschritten habe.
Geschuldet war der minimale Anstieg allein dem Baugewerbe, das seine Produktion nach einem Rückgang im Juni (-0,9%) wieder um 0,9 Prozent erhöhte. In der Energiewirtschaft dagegen ging der Ausstoß um 0,1 Prozent zurück, während in der Industrie die Produktion laut Ministerium stagnierte (+0,0%). In der für den Export so wichtigen Investitionsgüterindustrie ging die Erzeugung im Juli sogar erneut auf Monatssicht um 0,7 Prozent zurück, nachdem sie bereits im Juni um 1,1 Prozent gesunken war. Im Bereich der Vorleistungsgüter und in der Konsumgüterindustrie erhöhte sich die Produktion hingegen im Juli um 0,4 bzw. 0,5 Prozent.
Im Zweimonatsvergleich zeigt sich ein deutlich besseres Bild: Hier zeigt der Trend bislang noch klar nach oben. So lag die Produktion von Juni bis Juli um 0,9 Prozent höher als im Zeitraum April bis Mai, wobei die Industrie hier einen Produktionsanstieg um 1,3 Prozent verzeichnet, wohingegen das Bauhauptgewerbe einen Rückgang um 1,3 Prozent ausweist. Dabei erhöhte sich die Produktion in den verschiedenen Industriebereichen fast gleich stark (Investitionsgüterindustrie: +1,4%; Konsumgüterindustrie: +1,3%; Vorleistungsgüterindustrie: +1,1%).
„Nach der außerordentlich kräftigen Frühjahrsbelebung war zu erwarten, dass das Produzierende Gewerbe wieder eine ruhigere Gangart einschlägt. Der Erholungsprozess in der Industrie dürfte sich aber, wenngleich verlangsamt, fortsetzen“, erklärte das Bundeswirtschaftsministerium. Hierauf wiesen der aufwärts gerichtete Trend der Auftragseingänge, die Entwicklung des Auftragsbestandes und die einschlägigen Stimmungsindikatoren hin.
