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News, 22.10.2012
Steigende Preise in der Industrie
Deutsche Erzeugerpreise ziehen weiter an
Die Preise für industrielle Erzeugnisse sind im September auf Herstellerebene erneut auf Monatssicht gestiegen. Auch im Vergleich zum Vorjahresmonat verstärkte sich der Preisdruck in der Industrie.
Vor allem im Nahrungsmittelsektor stiegen die Erzeugerpreise kräftig. Laut Statistikamt verteuerte sich Fleisch auf Jahressicht um 15,1 Prozent.
Vor allem im Nahrungsmittelsektor stiegen die Erzeugerpreise kräftig. Laut Statistikamt verteuerte sich Fleisch auf Jahressicht um 15,1 Prozent.

Der Index der Erzeugerpreise legt weiter zu. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden bekannt, verteuerten sich Industrieprodukte auf Erzeugerebene im September gegenüber August um durchschnittlich 0,3 Prozent. Auf Jahressicht erhöhte sich das Preisniveau auf Produzentenebene um 1,7 Prozent. Ökonomen hatten Medienberichten zufolge  lediglich mit einer Jahresteuerungsrate von 1,6 Prozent gerechnet.

Fast ein Drittel der Jahresveränderungsrate war auf die Preisentwicklung bei Energie zurückzuführen. Sie verteuerte sich im Schnitt auf Produzentenebene im September binnen Jahresfrist um 3,1 Prozent (Jahresteuerung August: +2,8%). Allerdings entwickelten sich Preise uneinheitlich. Während Mineralölerzeugnisse und Erdgas erheblich  teurer waren als im Vergleichszeitraum 2011 (+9,3% bzw. +7,4%), lagen die Strompreise deutlich unter dem Niveau des Vorjahresmonats (-4,2%), wobei das niedrigere Preisniveau alleinig Preisrückgängen bei den Weiterverteilern geschuldet war (-13,2%; Haushalte: +4,5%; Strom für gewerbliche Anlagen: +5,0%). Gegenüber August erhöhte sich das Preisniveau von Energie im Schnitt um 0,3 Prozent. Die Preisentwicklung bei Energie herausgerechnet wäre der Index der Erzeugerpreise im September lediglich um 1,1 Prozent auf Jahressicht gestiegen.

Auch im Bereich der Verbrauchsgüter nahm der Preisdruck im September zu. Sie kosteten im Durchschnitt 2,5 Prozent mehr als im Vorjahresmonat und 0,5 Prozent mehr als im Monat zuvor. Im August waren die Preise für Verbrauchsgüter auf Erzeugerebene lediglich durchschnittlich 1,8 Prozent über dem Vorjahresstand gelegen. Nahrungsmittel kosteten sogar im Durchschnitt 3,5 Prozent mehr als im Vorjahresmonat und 1,1 Prozent mehr als im August. Hier verstärkte sich der Preisauftrieb auf Jahressicht sogar um fast ein Drittel (Jahresteuerungsrate August: +2,1%).

Im Bereich der Vorleistungsgüter verstärkt sich der Preisdruck ebenfalls. Hier lagen die Preise im September, nachdem sie in beiden Monaten zuvor auf Jahressicht im Durchschnitt noch gesunken waren, erstmals wieder über dem Niveau des Vorjahresmonats (+0,3%). Gegenüber August verteuerten sich Vorleistungsgüter sogar um durchschnittlich 0,4 Prozent. Grund hierfür waren kräftige Preisanstiege bei Futtermitteln, die sich auf Jahressicht um 18,4 Prozent verteuerten, sowie bei Düngemitteln (+8,2%). Eine weiterhin rückläufige Preisentwicklung zeigte sich dagegen bei Metallen, die im September - wie bereits in den Monaten zuvor (zuletzt August: -4,8%) - durchschnittlich 3,6 Prozent günstiger waren als im Vorjahresmonat.

Die Preise für Gebrauchsgüter lagen 1,6 Prozent über dem Vorjahresniveau. Sie blieben binnen Monatsfrist konstant. Investitionsgüter kosteten im Durchschnitt auf Erzeugerebene 1,0 Prozent mehr als im Vorjahresmonat (ebenfalls +/- 0,0% gegenüber August).

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