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News, 09.02.2015
Produktion 4.0 im Wartemodus
Industrie 4.0 macht Mittelstand zu schaffen
Der Wandel zur vernetzten, intelligenten Produktion stellt viele Mittelständler vor erhebliche Probleme: Einer Studie nach ist jedes zweite Unternehmen aus dem industriellen Mittelstand mit der Transformation zu einem Industrie 4.0-Unternehmen derzeit überfordert.
Jeder zweite Unternehmensscheider geht im Zuge des Wandels hin zum Industrie 4.0-Betrieb von Kosteneinsparungen aus.
Jeder zweite Unternehmensscheider geht im Zuge des Wandels hin zum Industrie 4.0-Betrieb von Kosteneinsparungen aus.

Durchgängig vernetzte, sich selbststeuernde Produktionsprozesse – was in der Großindustrie bereits als sogenannte Industrie 4.0 Konturen annimmt, ist für viele klein und mittelgroße Produktionsbetriebe aktuell noch Zukunftsmusik. So sieht knapp jede zweite Führungskraft im industriellen Mittelstand das eigene Unternehmen derzeit nicht in der Lage, den technischen und strukturellen Anforderungen des Industrie 4.0-Zeitalters Rechnung zu tragen. Das geht aus einer aktuellen Studie des IT-Dienstleisters CSC hervor, in der der „Next-Generation-IT“-Anbieter 500 Entscheider von Unternehmen mit mehr als zehn Beschäftigten im Produzierende Gewerbe sowie aus der IT-Wirtschaft in Deutschland, Österreich und in der Schweiz befragt hat.

„Der weltweite Wettlauf um die Einführung von Industrie 4.0 hat längst begonnen. Die deutsche Wirtschaft sollte ihre günstige Ausgangsposition nutzen und keine Zeit verlieren, das System der vernetzten Produktion flächendeckend einzuführen“, so Claus Schünemann, Vorsitzender der Geschäftsführung von CSC in Deutschland. Schünemann zufolge tun sich allerdings die meisten Unternehmen mit dem Wandel hin zu einem  Produktionsbetrieb 4.0 bislang noch schwer. So ergab die Studie dem Experten nach, dass das Thema Industrie 4.0 in 85 Prozent der Unternehmen bislang noch auf die lange Bank geschoben und bislang erst lediglich von 15 Prozent der Unternehmen „handfest angepackt“ wird.

Als Stolperstein auf dem Weg zur smarten Vernetzung nennen die Entscheider große Wissenslücken. Gut 70 Prozent sehen sich über die Chancen und Risiken der Industrie-4.0-Entwicklung nicht ausreichend informiert. „Der Einstieg zur vernetzten Produktion führt in den Betrieben über das Internet der Dinge“, sagt Claus Schünemann. „So gilt es beispielsweise in einem ersten Schritt, mit Sensoren die Machine-to-Machine-Kommunikation aufzusetzen. Mit eigenen Bordmitteln lässt sich anschließend das komplexe Sammeln, Auswerten und Anwenden der gigantischen Datenmengen von den Unternehmen nicht bewältigen. Wie die Praxis zeigt, bietet es sich bei Industrie-4.0-Projekten in den Unternehmen an, auf das erprobte Erfahrungswissen spezialisierter IT-Dienstleister zu setzen.“

Neben dem Informationsdefizit im eigenen Unternehmen bemängeln die Führungskräfte auf dem Weg zur smarten Produktion die angespannte Lage auf dem Arbeitsmarkt. So zweifelt knapp jeder zweite  Befragte die europäische Wettbewerbsfähigkeit an, weil ausgewiesene Fachkräfte mit kombiniertem IT- und Fertigungswissen fehlen.

Handlungsdruck nimmt zu

Wie die Erhebung zeigt, gewinnt das Heben der Produktion auf eine höhere Entwicklungsstufe zunehmend auch wettbewerbsentscheidende Bedeutung. So wird der Studie nach bereits gut jedes vierte Unternehmen von Kunden und Lieferanten nach Möglichkeiten einer besseren IT-Anbindung angefragt. Knapp zwei von drei befragten Wirtschaftsentscheidern (63 %) sehen die vernetzte Produktion jedoch auch heute schon als wichtigen Erfolgsfaktor – sowohl für ihren eigenen Betrieb als auch den Wirtschaftsstandort Deutschland. Rund jeder zweite  Entscheider rechnet in seiner Branche durch Industrie-4.0-Maßnahmen mit einer Steigerung der Effizienz und Produktivität sowie mit einer Reduktion der Kosten.

Die CSC-Studie „Industrie 4.0“ steht kostenfrei zum Download zur Verfügung.

Bild: Dieter Poschmann / pixelio.de

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