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News, 22.01.2015
Industrie 4.0
Fertiger erkennen Potenziale des 3D-Drucks in der Produktion
Werkstücke aus dem Drucker, produziert in dezentral vernetzten Minifabriken – der 3D-Druck entwickelt sich im industriellen Mittelstand zu einer realen Planungsgröße in der Produktion, zeigt eine Studie.
Einst noch Zukunftsmusik und mittlerweile Hoffnungsträger vieler Fertiger mit Blick auf die Fabrik 4.0: der 3Druck. (Bild: Freudenberg IT / PAC)
Einst noch Zukunftsmusik und mittlerweile Hoffnungsträger vieler Fertiger mit Blick auf die Fabrik 4.0: der 3Druck. (Bild: Freudenberg IT / PAC)

Die mittelständische Fertigungsindustrie in Deutschland erkennt das immense Potenzial des 3D-Drucks für die industrielle Produktion. Fast jeder zweite mittelständische Fertigungsbetrieb (45 %) sieht im 3D-Druck das Potenzial zur Realisierung von Kosten- und Effizienzvorteilen in der Produktion. 23 Prozent der Produktionsunternehmen stimmen dieser These sogar vollends zu, weitere 22 Prozent stimmen ihr zumindest „eher“ zu. Das ergab die Studie „IT Innovation Readiness Index“ des Marktforschungsinstituts Pierre Audoin Consultants (PAC) im Auftrag der Freudenberg IT (FIT).

„Die mittelständische Fertigungsindustrie hat die vielversprechenden Möglichkeiten der Produktion dreidimensionaler Werkstücke mittels Drucker erkannt. Vor dem Hintergrund, dass 3D-Druck ein reales Anwendungsszenario dafür ist, welche Vorteile eine dezentrale Produktion zukünftig bieten kann, sind diese Ergebnisse sehr interessant“, kommentiert Stefanie Naujoks, Analystin Project Services and Manufacturing Markets bei PAC. „Dass rund ein Drittel der befragten Unternehmen der Aussage nicht zustimmt, liegt sicherlich auch darin begründet, dass 3D-Druck für manche Unternehmen einfach nicht geeignet ist. So hängt es sehr stark von den individuellen Gegebenheiten in der Produktion ab, das heißt welche Produkte produziert werden.“

Hoffnungen im industriellen Mittelstand

Indem der 3D-Druck die effiziente Fertigung kleiner Losgrößen ermöglicht, ebnet er den Weg für Industrie 4.0. So weckt 3D-Druck im industriellen Mittelstand einige Hoffnungen. Von Großfabriken wandert die Wertschöpfung vermehrt in ein dezentrales Netzwerk aus Microfactories. Dadurch wird die Herstellung von Konsumgütern lokaler und Lieferketten verkürzen sich. Zudem werden die Innovationszyklen wesentlich kürzer, denn das nächste neue Produkt liegt quasi nur einen „Druckjob“ weit entfernt. Darüber hinaus lassen sich Produkte bis ins kleinste Detail an spezielle Kundenwünsche anpassen und individualisieren.

„Es ist längst kein futuristisches Szenario mehr, dass aktuell benötigte Teile statt vom Lieferanten direkt am Montageband On-Demand aus dem 3D-Drucker kommen. Dadurch lassen sich nicht nur Logistikkosten einsparen, sondern auch kleinste Losgrößen bis hin zum Einzelstück deutlich preiswerter realisieren. Der Weg zu einer Dezentralisierung der Fertigung in Microfactories und einer signifikanten Abkürzung der Lieferketten scheint damit vorgezeichnet“, erläutert Manfred Stein, Director Marketing & Corporate Communications bei Freudenberg IT. „Zudem ist nicht zu übersehen, dass 3D-Druck einen unmittelbaren Bezug zu den IT-Megatrends Big Data und Cloud Computing hat. Denn außer den Daten für eine selbststeuernde Fertigung müssen auch alle digitalen Konstruktionspläne für die 3D-Druck-Teile in Echtzeit zur Verfügung stehen.“

pm/Freudenberg IT

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