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Industrie 4.0: Der Mittelstand muss mit ins Boot

Einer mutigen, auf Wertschöpfung und Wertschätzung setzenden Gemeinschaft steht die erfolgreiche Begegnung der Risiken und Nutzung der Chancen der „Industrie 4.0“ in Aussicht.
(PM) Berlin, 08.02.2015 - Die globalisierten Konzerne haben sich längst auf den Weg gemacht – für sie ist „Industrie 4.0“ keine Ob-, sondern lediglich eine Wann-Frage. Ob sie allerdings zu den Gewinnern oder Verlierern zählen werden, bleibt abzuwarten. Nun hat jede gravierende Umwälzung der Produktions- und Lebensbedingungen ihre Schattenseiten. So stehen zur Zeit auch in Deutschland Tausende von Arbeitsplätzen auf der Streichliste, so z.B. aktuell bei SIEMENS, wo laut aktuellen Medienberichten allein in Deutschland gut 3.000 Arbeitsplätze wegzufallen drohen, oder bei Voith, wo über 850 Stellen im Inland gefährdet sein sollen. Wenn Gesellschaft und Mittelstand in Deutschland sich jetzt in kleinmütigen Debatten verlieren – etwa über den Sinn bzw. Unsinn des „Internet der Dinge“ am oft kolportierten Beispiel des automatisierten Kühlschranks, der selbsttätig verbrauchte Milch nachbestellen kann –, dann wird wieder kostbare Zeit vergeudet, warnt Dipl.-Ing. (TU) Dirk Pinnow, einer der vier Gründungspartner des Clusters Industrie 4.0 in Berlin.

Mittelstand als Wohlstandsgarant in Deutschland

Die erfolgreiche Realisierung der „Industrie 4.0“ sei ein Generationenprojekt. Deutschland habe indes keine Zeit mehr zum Abwarten – jetzt müssten Standards definiert, umfassende Sicherheitsfragen geklärt, Infrastrukturprojekte gestartet und Bildungsprogramme konzipiert und umgesetzt werden. „Der deutsche Mittelstand ist und bleibt der Garant für Wohlstand im Land!“, betont Pinnow.

Ihn gelte es zu stärken und fit zu machen für die sogenannte „Vierte Industrielle Revolution“, die doch hoffentlich eher evolutionär verlaufen werde. Aber niemand könne wissen, wie viel Zeit bleibt, bevor sich andere Volkswirtschaften an die Spitze der Entwicklung setzten.

Aufruf zu einer neuen Gründerzeit

Pinnow unterstützt das Cluster Industrie 4.0 mit seinen Veranstaltungen, Projekten und Publikationen, um Expertenwissen zu sammeln, aufzubereiten und vor allem dem Mittelstand anzubieten. „Wir brauchen eine neue Gründerzeit im Kontext der Digitalisierung!“, sagt der Unternehmensberater, Dozent, Referent und Herausgeber der Webmagazine „datensicherheit.de“ und „Auf-dem-Campus.de“. Deutschland müsse intelligent reindustrialisiert werden und möglichst vielen mittelständischen Unternehmen innovative Wertschöpfungsanreize im eigenen Land bieten.

Einer bloß auf kreditfinanzierten Konsum fokussierten Gesellschaft drohe ein „epochales Elend“, während einer mutigen, auf reale Wertschöpfung und Wertschätzung setzenden Gemeinschaft auf Basis klarer Rahmenbedingungen die erfolgreiche Begegnung der Risiken und Nutzung der Chancen in Aussicht stünden. Der Weg dahin sei sicher lang, gelegentlich auch von Rückschlägen und Umwegen gezeichnet, aber es gebe für Deutschland als mittelstandsbasiertem Industriestandort keine akzeptable Alternative. Ein Zurück zu vergangener Wirtschaftswunder-Herrlichkeit mit rauchenden Schornsteinen und ständigem Wachstum in einer endlichen Welt werde es nicht geben. Das Cluster Industrie 4.0 möchte Plattform, Moderator und Motivator auch für die kleineren Mittelstandsbetriebe sein, sich jetzt auf den Weg zu machen.

Dirk Pinnow ist geschäftsführender Gesellschafter der PINNOW & Partner Unternehmens- und Technologieberatungsges. mbH in Berlin. Er engagiert sich u.a. als Präsident in der Gesellschaft für Transfer immateriellen Vermögens e.V. (GTIV) mit dem Schwerpunkt Wissenstransfer und -konversion zu Gunsten der mittelständischen Wertschöpfung in Wirtschaft und Wissenschaft am Standort Deutschland sowie als Leiter des Arbeitskreises Sicherheit im VDI BV Berlin-Brandenburg für ganzheitliche Sicherheitsfragen im Interesse von Volkswirtschaften, Unternehmen, Institutionen und Bürgern.
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Wissen und Können, in Sonderheit auch handwerkliches Können, sagen als Vermögenswerte im 21. Jahrhundert oft mehr über den Wert und das Potenzial eines Unternehmens aus als traditionell bewertetes, materielles ...
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