VOLLTEXTSUCHE
News, 02.11.2015
Deutsche Importpreise
Preisniveau von Warenimporten zieht weiter an
Rückläufige Preise bei Energie- und Rohstoffimporten drücken weiter auf die deutschen Einfuhrpreise. Konsum - und Investitionsgüter verteuerten sich im September allerdings erneut.
Im September fiel der Einfuhrpreisindex auf den tiefsten Stand seit fünfeinhalb Jahren (Grafik-Quelle: Destatis)
Im September fiel der Einfuhrpreisindex auf den tiefsten Stand seit fünfeinhalb Jahren (Grafik-Quelle: Destatis)

Die Talfahrt des Index der Erzeugerpreise hat sich im September fortgesetzt. Berechnungen des Statistischen Bundesamtes zufolge lagen die deutschen Einfuhrpreise im September durchschnittlich 4,0 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Damit fiel der deutsche Importpreisindex auf den tiefsten Stand seit April 2010. Zugleich war es der 33. Monat in Folge, in dem sich Importe nach Deutschland insgesamt auf Jahressicht verbilligten sowie der stärkste Rückgang seit neun Monaten (Januar 2015: - 4,4 %). Auf Monatssicht errechnete die Statistikbehörde einen Rückgang des Einfuhrpreisindex um 0,7 Prozent. Ökonomen hatten zwar mit einer Fortsetzung der Talfahrt des Einfuhrpreise gerechnet, in einer Umfrage von Dow Jones Newswires aber lediglich im Median einen Rückgang im Jahresvergleich um 3,6 Prozent und auf Monatssicht um 0,2 Prozent prognostiziert.

Erdölimporte um fast die Hälfte günstiger

Hauptverantwortlich für den fortgesetzten Sinkflug des Einfuhrpreisindex war der anhaltende Preisverfall bei Energie. Hierfür mussten deutsche Importeure im September durchschnittlich 31,9 Prozent weniger zahlen als im Vorjahresmonat und 2,4 Prozent weniger als im August. Lässt man die Einfuhrpreise für Energie allerdings außen vor, lagen die Einfuhrpreise im Durchschnitt 0,7 Prozent über dem Niveau von September 2014 (- 0,6 % gegenüber August). Die stärksten Preisrückgänge zeigt die Statistik bei importiertem Erdöl. Hier unterschritten die Preise im September das Niveau des Vorjahresmonats um 42,8 Prozent (- 2,4 % gegenüber August). Mineralölerzeugnisse verbilligten sich im Jahresvergleich ebenfalls massiv um 35,6 Prozent (- 2,1 % gegenüber August). Auch importierter Strom war deutlich günstiger. Hier fielen Einfuhrpreise binnen Jahresfrist um 12,1 Prozent, gegenüber August zog allerdings der Preisniveau von Stromimporten kräftig an (+ 6,7 %).

Preisstürze auch bei Rohstoff-Importen, steigende Preise für Fertigwaren

Starke Preisrückgänge gegenüber September 2014 gab es Rohstoffen, die sich auf Jahressicht um 28,2 Prozent und binnen Monatsfrist um 2,5 Prozent verbilligten. Preisstürze gab es unter anderem bei importiertem Nickel in Rohform, für das deutsche Importeure im September knapp ein Drittel weniger zahlen mussten als ein Jahr zuvor.  Auch Eisenerz war mit Preisrückgängen um durchschnittlich 18,1 Prozent erheblich günstiger als im Vergleichszeitraum 2014.

Fertigwaren verteuerten sich dagegen. Hierfür mussten Importeure durchschnittlich 1,9 Prozent mehr zahlen als im Vorjahresmonat, wobei sich hier mit deutlichen Preisanstiegen bei Enderzeugnissen (+ 2,6 %) und Preisrückgängen bei Vorerzeugnissen (- 1,8 %) eine uneinheitliche Preisentwicklung zeigte.  Preisanstiege gab es unter anderem bei Bekleidung (+ 5,6 %), elektronischen Bauelementen (+ 5,5 %) und Maschinen (+ 2,5 %) sowie bei pharmazeutischen und ähnlichen Erzeugnissen (+ 2,9 %).

cs/Destatis

WEITERE NEWS AUS DIESER KATEGORIE
NACHRICHTEN AUS ANDEREN RESSORTS
Erfolgsfaktor Datensicherheit und Datenschutz
Gleich wie gut ein Unternehmen technologisch gegen Cyberkriminalität abgesichert ist: Die letzte ... mehr

SUCHE
Volltextsuche





Profisuche
Anzeige
PRESSEFORUM MITTELSTAND
Pressedienst
LETZTE UNTERNEHMENSMELDUNGEN
BRANCHENVERZEICHNIS
Branchenverzeichnis
Kostenlose Corporate Showrooms inklusive Pressefach
Kostenloser Online-Dienst mit hochwertigen Corporate Showrooms (Microsites) - jetzt recherchieren und eintragen! Weitere Infos/kostenlos eintragen
Anzeige
BUSINESS-SERVICES
© novo per motio KG