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News, 28.07.2009
Importpreise
Einfuhrpreisindex mit höchstem Rückgang seit 22 Jahren
Nach Auskunft des Statistischen Bundesamtes (Destatis) fiel der Index der Einfuhrpreise im Juni 2009 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 11,3 Prozent. Dies war der höchste Rückgang gegenüber dem Vorjahresmonat seit Februar 1987 (- 12,6%).
Laut Destatis ist der Preisrückgang gegenüber Juni 2008 insbesondere auf die gesunkenen Preise für importierte Energieträger zurückzuführen, deren gegenüber dem Vorjahreszeit um 38,1 Prozent zurückgingen. So sanken die Preise für Rohöl im Vorjahresvergleich um
42,7 Prozent und die für Mineralölerzeugnisse sogar um 44,1 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat legten die Preise jedoch im Juni 2009 wieder zu, demnach sich Rohöl um 12,4 Prozent und Mineralölerzeugnisse um 12,5 Prozent verteuerten. Der Einfuhrpreisindex ohne Erdöl und Mineralölerzeugnisse lag im Juni 2009 um 5,7% unter dem Stand von Juni 2008 (gegenüber Mai 2009: - 0,6%).

Erdgas wurde im Juni 2009 ebenfalls billiger eingekauft. So sanken hier die Preise im Juni 2009 gegenüber dem Vergleichszeitraum 2008 um 28,6 Prozent und im Vergleich zum Vormonat um 5,1 Prozent. Demgegenüber lag das Preisniveau bei Steinkohle im Juni 2009 um 9,8 Prozent höher als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Im Vergleich zum Vormonat fiel das Preisniveau für Steinkohleimporte um 1,7 Prozent.

Bei den Rohstoffen waren insbesondere Nicht-Eisen-Metallerze billiger, die im Juni 2009 gegenüber dem Vorjahreszeitraum einen Preisrückgang von 26,5 Prozent verbuchten, sich im Vormonatsvergleich jedoch um 3,5 Prozent verteuerten. Die Preise von Nicht-Eisen-Metallen und deren Halbzeug waren um 23,2 Prozent niedriger als im Vorjahresmonat, legten aber ebenfalls im Vergleich zum Mai 2009 zu (+ 1,6%). Rohkupfer konnte im Juni 2009 um 32,7 Prozent günstiger importiert werden als im Juni 2008, jedoch teurer als Vormonat (- 0,6%). Das zur Stahlerzeugung verwendete Nickel wurde ebenfalls im Vergleich zum Vorjahresmonat preiswerter (- 36,1%) und im Vergleich zu Mai 2009 teurer (+ 9,5%). Eisen, Stahl und Ferrolegierungen verbilligten sich gegenüber dem Vorjahr um 35,2 Prozent und gegenüber dem Vormonat um ein Prozent.

Im Nahrungsmittelsektor lagen die Preise für importiertes Getreide im Juni 2009 um 29,2 Prozent  niedriger als im Vergleichszeitraum 2008 (- 0,9% gegenüber Mai 2009). Milch und Milcherzeugnisse waren im Vergleich zum Vorjahresmonat um 14,0 Prozent billiger (- 0,3% gegenüber dem Vormonat).

Der Index der Ausfuhrpreise sank im Juni 2009 im Vergleich zum Vorjahr um 2,9 Prozent. Im Mai 2009 und im April 2009 war er im Vorjahresvergleich um 2,7 Prozent beziehungsweise 2,0 Prozent gesunken. Bezogen auf den Vormonat zeigte sich der Index für Ausfuhrpreise hingegen nahezu unverändert (+ 0,1%).

Quelle: Statistisches Bundesamt

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