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News, 01.07.2015
Preisauftrieb bei importierten Gütern
Deutsche Warenimporte verteuern sich deutlich
Deutsche Importeure haben im Mai für Konsum-, Verbrauchs-, Investitions- und Vorleistungsgüter deutlich tiefer in die Tasche greifen müssen als ein Jahr zuvor. Kräftige Preisrückgänge bei Energie sorgten aber dafür, dass die Einfuhrpreise insgesamt im Mai erneut unter dem Vorjahresniveau blieben.
Der Blick auf die Entwicklung der Einfuhrpreise trügt: Die Energiepreise herausgerechnet, verteuerten sich Importe gegenüber Mai 2014 deutlich (Grafik: Destatis).
Der Blick auf die Entwicklung der Einfuhrpreise trügt: Die Energiepreise herausgerechnet, verteuerten sich Importe gegenüber Mai 2014 deutlich (Grafik: Destatis).
Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes mussten deutschen Unternehmen im Mai durchschnittlich 0,8 Prozent weniger für Importe zahlen als im Vorjahresmonat. Damit setzt sich die Talfahrt der deutschen Einfuhrpreise den 29. Monat in Folge fort. Das letzte Mal, dass sich Importe für deutsche Unternehmen insgesamt auf Jahressicht verteuerten, war im Dezember 2012 (+ 0,3 %). Ökonomen hatten Medienberichten zufolge im Median nur einen halb so starken Rückgang binnen Jahresfrist erwartet (Prognose: - 0,4 %). Wie der Blick auf die Preisentwicklung der einzelnen Gütergruppen aber zeigt, war die negative Jahresteuerungsrate in erster Linie der Preistalfahrt bei Energie geschuldet. Lässt man die Preise für Energie nämlich außer Acht, lagen die Einfuhrpreise durchschnittlich 2,9 Prozent über dem Niveau von Mai 2015.

Erdöl-Importe über ein Viertel günstiger

Die stärksten Preisrückgänge im Energiebereich gab es bei importiertem Erdöl. Hier unterschritten die Preise das Niveau von Mai 2014 um sage und schreibe 28,3 Prozent. Mineralölerzeugnisse kosteten 20,9 Prozent weniger als im Vorjahresmonat, Strom verbilligte sich ähnlich stark um 19,8 Prozent. Bei Erdgas waren es immerhin noch 10,9 Prozent, die deutsche Importeure sparten. Insgesamt verbilligten sich importierte Energieprodukte im Jahresvergleich um 21,2 Prozent. Gegenüber April zogen allerdings die Preise um durchschnittlich 0,8 Prozent an. Grund hierfür waren steigende Preise für Erdöl und Mineralölerzeugnisse (+ 2,4 bzw. + 2,5 % gegenüber April).

Fertigwaren deutlicher teurer, kräftige Preisrückgänge bei Rohstoffen


Für importierte Waren mussten Importeure dagegen im Mai durchschnittlich deutlich mehr zahlen als im Vorjahresmonat. Die stärksten Preisanstiege wies der Einfuhrpreisindex bei Gebrauchsgütern aus. Sie kosteten im Mai durchschnittlich 3,9 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Auch die Preise für Konsumgüter zogen deutlich an. Sie überstiegen das Vorjahresniveau im Schnitt um 3,3 Prozent. Importierte Verbrauchsgüter waren durchschnittlich 3,0 Prozent teurer als im Mai 2014. Für Vorleistungsgüter mussten deutsche Unternehmen im Durchschnitt 2,7 Prozent tiefer in die Tasche greifen als ein Jahr zuvor, Investitionsgüter verteuerten sich um 2,5 Prozent.

cs/Destatis

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