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News, 12.02.2019
Schwächere Einfuhrpreisentwicklung
Importpreise 2018 langsamer gestiegen
Importe nach Deutschland haben sich 2018 im Durchschnitt weniger stark verteuert wie im Vorjahr. Bei Energieimporten zogen allerdings die Preise kräftig an. Auch für Vorleistungsgüter mussten Importeure deutlich mehr bezahlen, während sich Investitionsgüter nur minimal verteuerten.
Im Bereich Nahrungsmittel verteuerten sich unter anderem Äpfel und Weine kräftig.
Im Bereich Nahrungsmittel verteuerten sich unter anderem Äpfel und Weine kräftig.

Die Importpreise sind im Jahr 2018 langsamer gestiegen als 2017. Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) mussten Unternehmen in Deutschland für importierte Güter 2018 durchschnittlich 2,6 Prozent mehr zahlen als im Vorjahr. 2017 hatten sich nach Deutschland eingeführte Waren und Dienstleistungen noch im Schnitt um 3,5 Prozent verteuert.

Hauptinflationstreiber Energie


Beeinflusst wurde die Entwicklung des Importpreisindex vor allem von der Preisentwicklung im Bereich Energie. So stiegen die Preise für importierte Energieträger 2018 im Schnitt 20,5 Prozent. Stromimporte verteuerten sich sogar im Durchschnitt um 31,1 Prozent, für Erdöl mussten Importeure immerhin noch rund ein Viertel (24,6 Prozent) tiefer in die Tasche greifen als 2017. Lässt man die Teuerung von Energieimporten in der Gesamtbetrachtung außer Acht, verteuerten sich Importe nach Deutschland im Jahr 2018 durchschnittlich lediglich um 0,5 Prozent.

Auch die Preise für importierte Vorleistungsgüter zogen überdurchschnittlich an. Hierfür mussten Importeure 2018 im Schnitt 2,4 Prozent mehr als 2017. Besonders starke Preiserhöhungen gab es bei importierten Holz- und Zellstoffen, die sich binnen eines Jahres um 17,5 Prozent verteuerten. Die Importpreise für Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen legten mit einem Plus von 7.9 Prozent ebenfalls überdurchschnittlich zu. Gleiches galt für importierte Nicht-Eisen-Metallerze mit einer Jahresteuerungsrate von 3,7 Prozent. Günstiger waren 2018 dagegen unter anderem elektronische Bauelemente, wo die Einfuhrpreise das Vorjahresniveau im Jahresmittel um 2,1 Prozent unterschritten.

Einfuhrpreise für Konsum- und Investitionsgüter nahezu stabil

Konsumgüterimporte verteuerten sich dagegen kaum. Hierfür mussten Importeure 2018 im Schnitt nur 0,4 Prozent mehr zahlen als 2017. Importierte Verbrauchsgüter kosteten im Schnitt sogar nur 0,2 Prozent mehr als im Vorjahr, wobei sich hier die Einfuhrpreise zum Teil sehr unterschiedlich entwickelten. So stand hier beispielsweise ein Preisverfall bei Schweinefleisch, das sich um 10,8 Prozent verbilligte, eine starke Teuerung von importierten Weinen gegenüber (+ 12,7 %).

Insgesamt nur wenig Bewegung bei den Einfuhrpreisen gab es auch bei Investitionsgütern, die im Jahresmittel eine Jahresteuerungsrate von 0,5 Prozent auswiesen. Starke Preisrückgänge  verzeichneten hier unter anderem Importeure von Speichereinheiten und anderen Datenspeicher, die sich im Schnitt um 13,7 Prozent verbilligten.

Für Gebrauchsgüter mussten Importeure durchschnittlich sogar 1,1 Prozent weniger zahlen als im Jahr 2017. Bei landwirtschaftlichen Gütern gaben die Einfuhrpreise sogar im Schnitt um 4,0 Prozent nach, wobei hier unter anderem starke Preisrückgänge bei Schweine- und Rohkaffeeimporten (- 17,0 % bzw. - 16,2 %) deutlich höhere Importpreise bei Äpfeln (+ 15,7%) und Getreide (+ 4,2 %) gegenüberstanden.

Exporte verteuerten sich nur halb so stark

Die deutschen Ausfuhrpreise stiegen im Jahresmittel gegenüber 2017 lediglich im Schnitt um 1,2 Prozent. Damit verteuerten sich die Exporte deutscher Unternehmen weniger als halb so stark wie die Importe (+ 2,6 %). Bei den Ausfuhrpreisen wurde die Entwicklung vor allem von einer überdurchschnittlich Teuerung von Vorleistungsgütern (+ 2,3 %) beeinflusst. Hinzu kam ein kräftiges Anziehen der Ausfuhrpreise bei Energieexporten. Wie das Statistikamt erklärte, wirkte sich die starke Teuerung von Energieexporten aufgrund des geringen Wägungsanteils am Gesamtindex der Ausfuhrpreise jedoch vergleichsweise moderat aus.

cs/Destatis; Bild: Michael Gaida / pixabay; Lizenz: CC0 Creative Commons

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