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News, 29.04.2013
Importe verbilligen sich weiter
Deutsche Einfuhrpreise mit stärkstem Rückgang seit 2009
Kräftige Preisrückgänge bei Energieimporten haben im März die deutschen Einfuhrpreise so stark auf Jahressicht zurückgehen lassen wie seit knapp dreieinhalb Jahren nicht mehr.
Besonders die Preise für importierte Steinkohle gaben kräftig nach.
Besonders die Preise für importierte Steinkohle gaben kräftig nach.
Der Rückgang der Einfuhrpreise in Deutschland hat sich im März erneut beschleunigt. Berechnungen des Statistischen Bundesamtes zufolge verbilligten sich deutsche Importe gegenüber März 2012 im Schnitt um 2,3 Prozent. Einen stärkeren Rückgang der deutschen Einfuhrpreise im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es zuletzt im November 2009 (-5,0 %). Im Februar waren die deutschen Importpreise durchschnittlich 1,6 Prozent unter dem Vorjahresniveau gelegen, im Januar hatten sich nach Deutschland eingeführte Güter auf Jahressicht im Schnitt um 0,8 Prozent verbilligt. Gegenüber Februar sanken die Einfuhrpreise im März um durchschnittlich 0,1 Prozent.

Großen Anteil an dem rückläufigen Preisniveau der deutschen Einfuhren hatte die Preisentwicklung bei importierten Energieprodukten. Hier lagen die Preise im März im Durchschnitt 9,5 Prozent unter dem Stand des Vorjahresmonats. Gegenüber Februar verbilligte sich importierte Energie im Schnitt um 2,0 Prozent. Die Preise für Mineralölerzeugnisse verringerten sich auf Monatssicht sogar um 3,4 Prozent und binnen Jahresfrist um 10,0 Prozent. Steinkohle verbilligte sich sogar auf Jahressicht um 14,1 Prozent (-0,5 % gegenüber Februar). Für Erdöl mussten Importeure durchschnittlich 10,6 Prozent weniger zahlen als im Vorjahresmonat (-2,6 % gegenüber Februar), importiertes Erdgas verbilligte sich auf Jahressicht im Schnitt um 6,6 Prozent (+0,1 % gegenüber Februar). Der Einfuhrpreisindex ohne Erdöl und Mineralölerzeugnisse lag im März nur 0,9 Prozent unter dem Vorjahresstand und legte gegenüber Februar sogar leicht (+0,4 %).

Starke Preisrückgänge im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es weiterhin bei importiertem Rohkaffee, der sich auf Jahressicht um 26,5 Prozent verbilligte (-0,4 % gegenüber Februar), bei Nicht-Eisen-Metallerzen (-7,3 %) sowie bei Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen (-5,6 %). Auch Eisenerz war deutlich günstiger als im März 2012 (-5,4 %). Gegenüber Februar zogen allerdings die Eisenerzpreise kräftig an (+13,5 %). Erheblich teurer als im Vorjahresmonat war dagegen Getreide, wo die Preise im März das Vorjahresniveau um durchschnittlich 12,9 Prozent überstiegen (-0,5 % gegenüber Februar). Auch Schweinefleisch war deutlich teurer: Hierfür mussten Importeure durchschnittlich 3,6 Prozent mehr zahlen als im März 2012 und 1,6 Prozent mehr als im Februar.

Der Index der Ausfuhrpreise blieb im März auf Jahressicht konstant. Gegenüber Februar verteuerten sich deutsche Exporte dagegen minimal um 0,1 Prozent. In den beiden Vormonaten hatten die deutschen Ausfuhrpreise noch leicht im Durchschnitt zugelegt (Februar: +0,1 %; Januar: +0,3 %).
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