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News, 28.09.2011
Importe
Deutsche Einfuhrpreise geben deutlich nach
Deutsche Importe haben sich im August so stark verbilligt wie seit zwei Jahren nicht. Am stärksten gaben die Preise für importierte Energie nach. Auch Metalle waren günstiger.
Vor allem bei Rohöl und bei Rohkupfer zeigte im August die Preisentwicklung bei Importen stark nach unten.
Vor allem bei Rohöl und bei Rohkupfer zeigte im August die Preisentwicklung bei Importen stark nach unten.
Nach einer starken Teuerung im Juli hat sich der Preisauftrieb bei deutschen Importen wieder abgeschwächt. Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) zufolge sank der Index der deutschen Einfuhrpreise im August gegenüber Juli um 0,7 Prozent. Das war der stärkste Rückgang binnen Monatsfrist seit September 2009. Von Down Jones Newswires befragte Ökonomen hatten nur mit einem Rückgang um 0,4 Prozent gerechnet. Im Juli waren die deutschen Einfuhrpreise noch insgesamt um 0,8 Prozent auf Monatssicht gestiegen.  Die Jahresteuerungsrate ging ebenfalls zurück. Sie lag im August bei nurmehr 6,6 Prozent. Im Juli hatten sich die deutschen Importe im Durchschnitt noch um 7,5 Prozent auf Jahressicht verteuert.

Kräftiger Rückgang der Rohölpreise

Verantwortlich für den starken Rückgang des Einfuhrpreisindexes waren insbesondere deutlich niedrigere Energiepreise. So ging das Preisniveau von importierten Energieprodukten im August gegenüber Juli insgesamt um 3,0 Prozent zurück. Gleichzeitig verringert sich die Jahresteuerungsrate von Energie nach 28,1 Prozent im Juli auf 25,1 Prozent. Am stärksten fiel auf Monatssicht der Preis für importiertes Rohöl, das im August 4,5 Prozent weniger kostete als im Juli, allerdings noch immer gut ein Viertel (+28,6%) teurer war als im August 2010. Die Preise für Mineralölerzeugnisse lagen im August 28,0 Prozent über dem Vorjahresniveau, sanken gegenüber Juli aber ebenfalls kräftig um 3,4 Prozent. Erdgas kostete 21,1 Prozent mehr als im Vorjahresmonat, verbilligte sich gegenüber Juli allerdings nur leicht (-0,3%). Ohne die Preisrückgänge bei Energieträgern wäre der Index der Einfuhrpreise im August nach aus Auskunft der Statistikbehörde lediglich um 0,1 Prozent auf Monatssicht gefallen und die Jahresteuerungsrate deutscher Importe bei 3,9 Prozent gelegen.

Rohkupfer deutlich günstiger

Die Preise für Metalle gaben ebenfalls erheblich nach. So verbilligte sich etwa importiertes Eisenerz im August auf Monatssicht um 1,2 Prozent (+14,9% gegenüber August 2010). Die Preise für Nicht-Eisen-Metallerze fielen gegenüber Juli sogar um 3,2 Prozent  (+9,6 Prozent gegenüber August 2010), die Preise für Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen sanken im August auf Monatssicht um 0,5 Prozent (+3,3% gegenüber August 2010). Den stärksten Preisrückgang gab es bei Rohkupfer-Importen, die sich im August auf Monatssicht sogar um 4,5 Prozent verbilligten und mit einer Jahresveränderungsrate von 11,7 Prozent eine weniger als halb so hohe Jahresteuerung auswiesen wie im Juli (+25,4% gegenüber Juli 2010). Die Preise für Rohaluminium lagen im August dagegen etwas höher als im Juli (+0,2%; +13,4% gegenüber August 2010). Gleiches galt für Düngemittel und Kunststoffe, die im Bereich der chemischen Erzeugnisse mit 38,2 bzw. 9,0 Prozent die höchste Jahresteuerung auswiesen und sich gegenüber Juli erneut um 2,7  bzw. 0,3 Prozent verteuerten.

Rohkaffeeimporte wieder teurer

Im Nahrungsmittelsektor verteuerte sich vor allem  Rohkaffee, für den Importeure im August durchschnittlich 4,3 Prozent mehr zahlen mussten als im Juli und 30,1 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Die Preise für importiertes Getreide stiegen ebenfalls auf Monatssicht um 1,0 Prozent und lagen 16,4 Prozent über dem Vorjahresniveau. Geflügelfleisch kostete einfuhrseitig 1,3 Prozent mehr als im Juli und 16,3 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Die Preise für Rindfleisch erhöhten sich gegenüber Juli um 0,9 Prozent  und binnen Jahresfrist um 10,1 Prozent, die für importiertes Schweinefleisch auf Monatssicht um 0,4 Prozent (+3,0% gegenüber August 2010). Milch und Milcherzeugnisse verbilligten sich dagegen im August gegenüber Juli leicht um 0,4 Prozent, kosteten aber ebenfalls deutlich mehr als im August 2010 (+7,7%).

Der Index der Ausfuhrpreise lag im August 3,2 Prozent über dem Vorjahresniveau und fiel gegenüber Juli um 0,1 Prozent. Im Juli hatten sich die deutsche Exporte noch binnen Monatsfrist um 0,3 Prozent verteuert und die deutschen Ausfuhrpreise um 3,7 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats gelegen.
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