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News, 30.07.2013
Importe dämpfen Inflation
Deutsche Einfuhrpreise weiter rückläufig
Sinkende Energie- und Metallpreise haben im Juni das Preisniveau deutscher Importe weiter nach unten gedrückt. Importierte Nahrungsmittel dagegen verteuerten sich auf Jahressicht.
Auch importierte Investitions- und Gebrauchsgüter kosteten im Durchschnitt weniger als im Vergleichszeitraum 2012.
Auch importierte Investitions- und Gebrauchsgüter kosteten im Durchschnitt weniger als im Vergleichszeitraum 2012.

Die deutschen Einfuhrpreise setzen ihre Talfahrt fort. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, mussten deutsche Unternehmen im Juni für nach Deutschland eingeführte Waren durchschnittlich 0,8 Prozent weniger zahlen als im Mai. Auf Jahressicht verbilligten sich Importe nach Deutschland sogar im Schnitt um 2,2 Prozent. Das war das sechste Mal in Folge, dass die deutschen Einfuhrpreise niedriger lagen als im Vorjahresmonat, und zugleich der vierte Monat in Folge, in dem sich deutsche Importe insgesamt auf Monatssicht verbilligten. Ökonomen hatten Medienberichten zufolge lediglich mit einem Rückgang gegenüber Mai um 0,3 Prozent und binnen Jahresfrist um 1,6 Prozent gerechnet. Im Mai war der Index der Einfuhrpreise 2,9 Prozent unter dem Stand des Vorjahresmonats gelegen, im April hatten die Einfuhrpreise das Vorjahresniveau sogar um 3,2 Prozent unterschritten.

Großen Anteil an der rückläufigen Jahresveränderungsrate hatte die Entwicklung der Einfuhrpreise für Energie. Sie verringerten sich im Schnitt auf Jahressicht um 3,6 Prozent. Gegenüber Mai verbilligten sich Energieimporte um 0,7 Prozent. Aber auch Preisrückgänge bei Metallen trugen wesentlich zum Indexrückgang bei (– 8,5 % gegenüber Juni 2012 und – 2,5 % gegenüber Mai 2013). Der Einfuhrpreisindex ohne Erdöl und Mineralölerzeugnisse lag im Juni 2013 um 2,6 % unter dem Vorjahresstand und fiel gegenüber Mai 2013 um 0,8 %.

Starke Preisrückgänge gab es gegenüber Juni letzten Jahres unter anderem auch bei Rohkaffee (– 28,8 %), bei Steinkohle (– 17,3 %), bei Nicht-Eisen-Metallerzen (– 12,6 %) sowie bei Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen (– 9,2 %). Importierte Milch und Milcherzeugnisse verteuerten sich dagegen binnen Jahresfrist um 10,0 Prozent.

Der Index der Ausfuhrpreise lag im Juni 0,6 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Gegenüber Mai verbilligten sich deutsche Exporte im Schnitt um 0,4 Prozent. Im Mai hatten die Ausfuhrpreise 0,5 Prozent unter dem Stand des Vorjahresmonats gelegen, im April waren es 0,4 Prozent gewesen.

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