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News, 29.09.2014
Import-/Exportpreise
Deutsche Außenhandelspreise weiter rückläufig
Starke Preisrückgänge bei Energie und Rohstoffen haben das Preisniveau deutscher Importe im August den 20. Monat in Folge nach unten gedrückt. Auch deutsche Exporte waren abermals günstiger als im Vorjahresmonat.
Auch für Investitionsgüter mussten deutsche Importeure weniger zahlen als im Vorjahresmonat. (Bild: Hamburger Hafen)
Auch für Investitionsgüter mussten deutsche Importeure weniger zahlen als im Vorjahresmonat. (Bild: Hamburger Hafen)
Der Sinkflug der deutschen Ein- und Ausfuhrpreise setzt sich fort. Berechnungen des Statistischen Bundesamtes zufolge mussten deutsche Unternehmen im August für Importe durchschnittlich 1,9 Prozent weniger zahlen als im August 2013. Das war der 20. Monat in Folge, in dem die deutschen Einfuhrpreise das Niveau des Vorjahresmonats unterschritten. Einen Anstieg des Index der deutschen Importpreise gab es im Jahresvergleich zuletzt im November 2012, als sich Importe im Schnitt um 1,0 Prozent verteuert hatten. Im Folgemonat Dezember waren sie im Jahresvergleich konstant geblieben. Gegenüber Juli verbilligten sich Importe im August im Schnitt allerdings nur geringfügig um 0,1 Prozent.

Deutsche Exporte waren ebenfalls günstiger als im Vorjahresmonat. Hier verringerte sich das Preisniveau den 17. Monat in Folge, wenn auch nur minimal um durchschnittlich 0,1 Prozent. Auf Monatssicht blieben die deutsche Ausfuhrpreise dagegen konstant (+- 0,0 % gegenüber Juli). Bei den deutschen Ausfuhrpreise hatte es den letzten Anstieg binnen Jahresfrist im März 2012 (+ 0,1 %) gegeben.

Importierte Energie über ein Zehntel günstiger


Wesentlichen Einfluss auf die Jahresveränderungsrate der deutschen Einfuhrpreise hatte auch im August wie bereits in den Monaten zuvor die Preisentwicklung bei Energie. So lagen die Preise für importierte Energie im August durchschnittlich 11,2 Prozent unter dem Stand des Vorjahresmonats. Für Erdgas mussten deutsche Importeure sogar durchschnittlich 22,5 Prozent weniger zahlen als im August vergangenen Jahres. Aber auch Erdöl und Mineralölerzeugnisse waren deutlich günstiger: Hier unterschritten die Einfuhrpreise im August das Vorjahresniveau im Schnitt um 7,6  beziehungsweise 6,9 Prozent. Gegenüber Juli verbilligten sich Energieimporte im Schnitt um 2,2 Prozent.

Lässt man die Preisentwicklung bei der Betrachtung der Einfuhrpreise außen vor, verbilligten sich Importe nach Deutschland auf Jahressicht im Durchschnitt lediglich um 0,1 Prozent. Gegenüber Juli zogen die Einfuhrpreise ohne Energie sogar leicht an (+ 0,3 %).

Rohstoffpreise ebenfalls deutlich unter Vorjahresniveau


Auch für Rohstoffe mussten deutsche Unternehmen deutlich weniger bezahlen als im August 2013. Hier lagen die Einfuhrpreise im August durchschnittlich 7,6 Prozent unter dem Vorjahresstand. Deutlich günstiger waren insbesondere Eisenerze und Erze, die sich im Jahresvergleich um 18,2 Prozent beziehungsweise 11,0 Prozent verbilligten. Auch die Preise für importierte Nichteisen-Metallerze lagen etwas unter dem Niveau von August 2013. Metalle (ohne Schrott und Abfall) kosteten dagegen durchschnittlich 2,2 Prozent mehr als Vorjahresmonat, während importierte Edelmetalle und entsprechendes Halbzeug im Durchschnitt 1,2 Prozent weniger kosteten als im Vorjahr (darunter Silber: - 9,1 %; Gold: - 3,5 %). Für Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen mussten deutsche Importeure durchschnittlich 0,8 Prozent mehr zahlen als im August 2013. Chemische Grundstoffe im Primärform waren ebenfalls teurer als im Vorjahresmonat (+ 1,8 %). Gleiches galt für Holz (+2,4 %) und chemische Grundstoffe (+ 0,6 %). Getreide war dagegen wiederum deutlich günstiger als im Vorjahresmonat (-2,2 %).

Die Preise für importierte Investitionsgüter lagen im August durchschnittlich 0,4 Prozent unter dem Vorjahresstand. Gebrauchsgüter verbilligten sich im Schnitt im Jahresvergleich sogar um 0,9 Prozent.

Preisexplosion bei Rohkaffee

Die Einfuhrpreise für Verbrauchsgüter lagen insgesamt etwas höher lagen als im Vorjahresmonat (+ 0,3 %). Nahrungsmittel verteuerten sich auf Jahressicht im Schnitt um 0,3 Prozent, wobei hier  unter anderem deutlichen Preisrückgängen bei Fleisch (- 4,1 %) und Geflügel (- 1,8 %) kräftige Preisanstiege bei importiertem Obst und Gemüse  (+ 3,5 %) gegenüberstanden. Besonders starke Preiserhöhungen gab es importiertem Rohkaffee. Hierfür mussten deutsche Importeure im August im Durchschnitt 46,7 Prozent mehr zahlen als im August 2013. Allein gegenüber Juli verteuerte sich Rohkaffee um 5,5 Prozent.
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