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News, 18.10.2010
Ifo-Studie
Deutsche Bauwirtschaft dramatisch geschrumpft
In den letzten 15 Jahren hat die deutsche Bauwirtschaft einen drastischen Rückgang der Beschäftigung und Großbetriebe verzeichnet, zeigt eine Analyse des Ifo-Instituts.
 Seit Mitte der 90er Jahre gingen in der deutschen Bauwirtschaft fast eine dreiviertel Million Jobs verloren.
Seit Mitte der 90er Jahre gingen in der deutschen Bauwirtschaft fast eine dreiviertel Million Jobs verloren.
In der deutschen Bauwirtschaft hat sich ein fundamentaler Strukturwandel vollzogen, der seit 1995 hunderttausende Beschäftigte in Deutschland ihren Job gekostet hat und die Zahl der großen deutschen Baubetriebe um rund 85 Prozent hat schrumpfen lassen. Das geht aus einer aktuellen Untersuchung des Münchener Instituts für Wirtschaftsforschung (Ifo) hervor, der zufolge die deutsche Bauwirtschaft auch international erheblich an Stellenwert verlor.

„Nachdem die erste Hälfte der 90er Jahr noch von einem Bauboom in Folge der deutschen Wiedervereinigung geprägt war, musste die Branche in den folgenden zehn Jahren einen drastischen Rückgang der Baunachfrage verkraften“, berichtet das Ifo-Institut, dem zufolge die Bauinvestitionen im Jahr 2005 in Deutschland ein Viertel unter dem Niveau des Jahres 1995 lagen. Gleichzeitig ging der BIP-Beitrag der deutschen Bauwirtschaft im selben Zeitraum von 14 auf zehn Prozent zurück.

Beschäftigung am deutschen Bau hat sich halbiert

Wie die Ifo-Analyse aufzeigt, hatte der Nachfragerückgang am Bau dramatische Auswirkungen. So ging die Zahl der im deutschen Bauhauptgewerbe beschäftigten Personen von gut 1,4 Millionen im Jahr 1995 auf 715.000 im Jahr 2009 zurück. Grund hierfür war dem Ifo-Institut zufolge vor allem ein Sterben bei den Großbetrieben mit mehr als 500 Mitarbeitern, deren Anzahl sich von 180 im Jahr 1991 auf nurmehr 25 im Jahr 2009 verringerte. Auch die Zahl der mittelgroßen Unternehmen sank im selben Zeitraum deutlich. Die Zahl der Kleinbetriebe stieg hingegen kräftig an: Sie lag 2009 um 15.620 bzw. 38 Prozent höher als 1995, so dass die Zahl der deutschen Bauunternehmen seit 1995 insgesamt leicht anstieg.

Besonders deutlich wird die Entwicklung in der deutschen Bauwirtschaft beim Blick auf die zehn größten deutschen Bauunternehmen des Jahres 1990, von denen nur zwei auch in der Liste der Top 10 des Jahres 2008 zu finden sind. „Drei verschwanden durch Insolvenz, fünf gingen – teilweise über Umwege – in ausländische Hände“, berichtet das Ifo-Institut. So seien denn auch in der von Deloitte LLP herausgegebenen Liste der Top 50 Bauunternehmen in Europa aktuell nur noch zwei deutsche Unternehmen (Bilfinger Berger AG und die Hochtief AG) zu finden. Gelingt die versuchte Übernahme von Hochtief durch die spanische ACS, fände sich in Zukunft in der Liste sogar nur noch eines. Absoluter Spitzenreiter mit 13 in den Top 50 platzierten Bauunternehmen ist derzeit Großbritannien, gefolgt den Niederlanden (7) und Spanien (6).
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