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News, 24.06.2014
IW-Studie
Deutlicher Anstieg der Arbeitskosten in Deutschland zu erwarten
Die Arbeitskosten sind in Deutschland 2013 weniger stark gestiegen als in den Jahren zuvor. Damit dürfte es 2014 aber wieder vorbei sein.
In den alten Bundesländern mussten Industriebetriebe rund ein Drittel höhere Arbeitskosten schultern als Betriebe in den neuen Bundesländern.
In den alten Bundesländern mussten Industriebetriebe rund ein Drittel höhere Arbeitskosten schultern als Betriebe in den neuen Bundesländern.
2013 beliefen sich die Arbeitskosten je Vollzeitbeschäftigtem im Produzierenden Gewerbe in Westdeutschland auf durchschnittlich 62.290 Euro. Das waren 1,8 Prozent mehr als im Jahr 2012. In Ostdeutschland erhöhten sich die Arbeitskosten für Vollzeitbeschäftigte lediglich im Jahresvergleich um 0,9 Prozent auf 40.890 Euro, womit das Arbeitskosten-Niveau in den neuen Bundesländern rund 30 Prozent unter dem der westlichen Bundesländer lag. Damit sind die Arbeitskosten im vergangenen Jahr erheblich langsamer gestiegen als im Jahr davor: 2012 hatten sich die Arbeitskosten im Produzierenden Gewerbe im Westen um 2,9 Prozent und im Osten um 3,5 Prozent im Jahresvergleich erhöht. Das zeigt die Studie "Die Struktur der Arbeitskosten in der deutschen Wirtschaft“ des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln.

Ein Gefälle bei den Arbeitskosten gibt es jedoch nicht nur zwischen West- und Ostdeutschland, sondern auch im Dienstleistungssegment. So summieren sich die Arbeitskosten, die sich aus dem Lohn/Gehalt sowie den Beiträgen zur Sozialversicherung und zur betrieblichen Altersvorsorge zusammensetzen, im Finanzgewerbe je Beschäftigtem dem IW Köln zufolge auf knapp 80.000 Euro, während es im Handel und im Verkehrsbereich im Durchschnitt nur rund 45.600 Euro beziehungsweise knapp 44.000 Euro sind.

Die Höhe der Arbeitskosten ist nicht nur ein wichtiger Wirtschaftsstandortfaktor, sondern auch und vor allem ein entscheidender Wettbewerbsfaktor. Das  gilt  besonders  für  das  Produzierende Gewerbe. Hier ist der Wettbewerbs- und Preisdruck aus den anderen Industrie- und Schwellenländern ganz besonders stark. „Schon seit geraumer Zeit be-
findet sich die Bundesrepublik zusammen mit den skandinavischen Ländern, Belgien,
der Schweiz und Frankreich in der Spitzengruppe jener Länder, die besonders hohe
Arbeitskosten ausweisen“, so das IW Köln.

Für 2014 ist dem IW Köln nach, was die Arbeitskosten angeht, keine Besserung in Sicht. Im Gegenteil: „Zwar bleiben die Beiträge zur Sozialversicherung unverändert. Doch deuten die bisherigen Tarifabschlüsse auf Lohnerhöhungen hin, die bei durchschnittlich 3 Prozent liegen“, so die Kölner Wirtschaftsforscher. „Die Arbeitskosten in Deutschland werden also weiter steigen.“
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