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News, 20.09.2011
IW-Prognose
2012 geringes BIP-Wachstum, aber keine Rezession
Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Köln hat seine Wachstumsprognosen für Deutschland deutlich abgesenkt. Dass Deutschland eine Rezession bevorsteht, sieht das Institut jedoch bislang noch nicht.
IW-Prognose: 2012 geringes BIP-Wachstum, aber keine Rezession

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Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Köln hat seine Wachstumsprognosen für Deutschland deutlich abgesenkt. Dass Deutschland eine Rezession bevorsteht, sieht das Institut zu diesem Zeitpunkt aber nicht.


Die deutsche Konjunktur gerät ins Stocken. Die Konjunkturprognosen deutscher Wirtschaftsforschungsinstitute zeigen immer mehr nach unten. So auch vom arbeitgebernahen Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Köln, das für das laufende Jahr inzwischen nur noch von einem Wachstum des deutschen Bruttoinlandproduktes (BIP) von 3,0 Prozent ausgeht. In ihrer letzten Prognose hatten die Kölner Wirtschaftsforscher für 2011 noch einen Anstieg der deutschen Wirtschaftsleistung um 3,5 Prozent prognostiziert. Seine Prognose für das kommende Jahr hat das IW Köln sogar um fast die Hälfte nach korrigiert. Nach bislang 2,25 Prozent erwartet das Wirtschaftsforschungsinstitut für Deutschland im Jahr 2012 nun nur noch ein BIP-Wachstum um knapp 1,25 Prozent. „Maßgeblich dafür sind die neuerlichen Turbulenzen an den Finanzmärkten als Folge der Staatsschuldenkrisen in Europa und den USA“, so das Institut.  

Deutsche Exporte und Investitionen verlieren stark an Fahrt


Laut IW-Prognose wird sich das Wachstum der deutschen Exporte im kommenden Jahr erheblich verlangsamen: Nach rund acht Prozent in diesem Jahr erwartet das Kölner Institut im Jahr 2012 nurmehr ein Plus von drei Prozent. Bei den Importen gehen die Forscher nach einem Zuwachs im laufenden Jahr um etwa 7,5 Prozent ebenfalls von einem deutlich schwächeren Wachstumstempo aus, wonach 2012 das Wachstum der deutschen Einfuhren 2012 dem Institut zufolge auf gut drei Prozent zurückgehen dürfte.

Mit Blick auf die Inlandsnachfrage dürfte der private Konsum dem IW Köln zufolge trotz steigender Verbraucherpreise und höherer Sparneigung ein wichtiger Wachstumstreiber bleiben. Die Investitionen dürften ebenfalls zwar einen Wachstumsbeitrag liefern, allerdings in deutlich abgeschwächter Form. Nach neun Prozent in diesem Jahr erwartet hier das Institut im Jahr 2012 nurmehr ein Wachstum um rund drei Prozent.

IW-Direktor Michael Hüther zufolge werfe die Verunsicherung der Märkte „zunehmend Schatten auf Export, Investitionen und Konsum“. Dass Deutschland und die globale Weltwirtschaft bereits am Anfang einer Rezession stehen, sieht das IW Köln  zu diesem Zeitpunkt aber nicht. „Dafür sorgen weiter die aufstrebenden Schwellenländer wie China, die kräftig in Deutschland und der Welt einkaufen“, so das Institut. Sollte sich die Schuldenkrise in Europa allerdings verschärften, sei dem Institut nach auch für Deutschland eine Rezession inzwischen nicht mehr gänzlich auszuschließen.
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