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News, 29.09.2010
IW-Analyse
Binnennachfrage zentrale Säule der deutschen Konjunktur
Nach einer aktuellen Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln zielt der Vorwurf aus dem Ausland, dass die deutsche Wirtschaft auf Kosten anderer Länder wachsen würde, zu einem großen Teil ins Leere.
Laut IW-Analyse war der Wachstum der deutschen Wirtschaft vor Krise zu rund zwei Drittel auf die Inlandsnachfrage zurückzuführen.
Laut IW-Analyse war der Wachstum der deutschen Wirtschaft vor Krise zu rund zwei Drittel auf die Inlandsnachfrage zurückzuführen.
Die Stärke der deutschen Wirtschaft speist sich nicht nur aus dem Außenhandel respektive dem Export. Das geht aus einer aktuellen Analyse des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln zu den Quellen des deutschen Wirtschaftswachstums im konjunkturellen Hoch der Jahr 2004 bis 2007 hervor. Danach trug die Binnennachfrage in diesem Zeitraum rund doppelt so viel zum Wachstum der gesamtwirtschaftlichen Wertschöpfung in Deutschland bei wie der Export. Der Vorwurf, Deutschland verkaufe zu viel ins Ausland und würde von dort zu wenig beziehen, werde dem IW Köln zufolge durch die Analyse damit widerlegt.

Laut IW Köln erhöhte sich die Wertschöpfung der deutschen Wirtschaft in den Jahren 2004 bis 2007 um rund 12 Prozent. Wie die Analyse aufzeigt, gingen davon mehr als acht Prozentpunkte auf die Binnenkonjunktur zurück, während der Außenhandel im Analysezeitraum nur gut vier Prozentpunkte zum Wachstum beitrug. So seien zwar die Erfolge einiger große Zweige der Industrie, wie unter anderem des Maschinenbaus, im untersuchten Zeitraum zu einem guten Teil auf den Export zurückzuführen. Das liege dem Bericht nach aber daran, dass Maschinen made in Germany im Ausland heiß begehrt sind, nicht zuletzt auch deshalb, weil die deutsche Industrie in diesem Feld Produkte biete, die die Konkurrenten nicht zu bieten hätten.

Etwas anders sah es dem IW Köln zufolge im Untersuchungszeitraum im Fahrzeugbau, in der Chemischen Industrie und in der Elektrobranche aus. Hier hätten die deutschen Unternehmen zwar ebenfalls vom Außenhandel profitiert. Wie die Analyse jedoch aufzeigt, war dessen Beitrag zum Wachstum dieser Branchen nicht viel größer als der der Binnenkonjunktur. In der Metallindustrie war es dagegen sogar in erster Linie die Inlandsnachfrage, von der die Unternehmen in der untersuchten Aufschwungphase profitierten, während der Außenhandel nur einen minimalen Wachstumsbeitrag leistete.

Daneben zeigt die längerfristige Betrachtung dem IW Köln zufolge, dass die Inlandsnachfrage seit 1995 die Wertschöpfung der Industrie gesteigert hat. „Diesen positiven Effekten standen jedoch in vielen Jahren noch größere negative Wachstumswirkungen gegenüber – und zwar durch die Auslagerung von Teilen der Produktion in andere Wirtschaftszweige und den dadurch bedingt wachsenden Zukauf von Vorleistungen. Ohne die Dynamik des Außenhandels wäre es also auch in Deutschland zu einem deutlichen Rückgang der industriellen Wertschöpfung gekommen – so wie es in zahlreichen anderen Ländern tatsächlich der Fall war“, so das IW Köln.
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