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News, 20.04.2007
IT- und Telekommunikation
Tipps zum Einkauf und Betrieb energieeffizienter Geräte
Energiesparen dient nicht nur der Umwelt, sondern schont auch den eigenen Geldbeutel. Besonders im Bereich der IT- und Telekommunikation bestehen große Einsparpotenziale. Worauf es dabei beim Einkauf und Betrieb von ITK-Produkten zu achten gilt, hat nun der BITKOM zusammengefasst.
Schätzung der BBS1-Technik-KL zufolge erzeugen deutsche PC-Benutzer jährlich einen Energiebedarf von 20 Milliarden kW und belasten jedes Jahr die Umwelt mit CO2-Emissionen in Höhe von 12 Millionen Tonnen. Hinzukommen der Energieverbrauch von weit über 80 Millionen Handys, mehr als 33 Millionen TV-Haushalten allein in Deutschland, von Druckern und sonstigen ITK-Produkten ganz zu schweigen.

Die Energie- und damit Kosteneinsparungspotenziale bei ITK-Geräten sind jedenfalls enorm. So konnte nach Angaben des Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) durch moderne Hightech-Elektronik bei Computer-Monitoren der Stromverbrauch innerhalb der letzten fünf Jahre um rund 75 Prozent reduziert werden. Nach Meinung von BITKOM-Vizepräsident Jörg Menno Harm ebenso für den Energieverbrauch von ITK-Geräten entscheidend sei jedoch, abseits der jeweilig zum Einsatz kommenden Technologie, auch das individuelle Nutzerverhalten.

Um beim Einsatz von IT- und Telekommunikationsgeräten eine möglichst hohe Energieeffizienz sicherzustellen und Einsparpotenziale nutzen zu können, rät der BITKOM Unternehmen und privaten Anwendern folgendes zu beachten:

::: ITK-Geräte sollten immer nach den individuellen Nutzungsanforderungen ausgesucht und die benötigten Leistungsmerkmale schon vor dem Kauf definiert werden. Obwohl sich bei den Neugeräten das Verhältnis zwischen Leistungsfähigkeit und Energieverbrauch stark verbessert hätte, sollte bei der Produktauswahl dennoch die Faustformel berücksichtigt werden: je leistungsfähiger ein Computer, desto höher der Energieverbrauch. Dies gelte insbesondere für den Kauf von Gebrauchtgeräten.

::: Bildet die Energieeffizienz ein für die Produktauswahl entscheidendes Kriterium, gilt zunächst folgende Faustregel: Notebooks verbrauchen weniger Energie als PCs, LCD-Flachbildschirme weniger als herkömmliche CRT-Röhrenmonitore, Multifunktionsgeräte weniger als die Einzelgeräte in der Summe. Ist die Entscheidung für eine bestimme Produktgruppe getroffen, kann bei der Suche nach besonders energieeffizienten Geräten insbesondere des Seite des EU-ENERGY-STAR-Programms (http://www.eu-energystar.org/de) weiterhelfen, die einen Überblick über den Energieverbrauch unterschiedlicher IT-Geräte bietet. So bietet der ENERGY-STAR, der von der EU vergeben wird, für Laien oftmals das einzig sichtbare Kennzeichen für hohe Energieeffizienz.

::: Da Computer (PCs und Notebooks) mit einem aktiven Powermanagement ausgeliefert werden, gilt die Empfehlung, die ab Werk eingestellten Energiesparfunktion zu nutzen. Wer von den Voreinstellungen abweichen will, kann das Powermanagement im Betriebssystem (in Windows über Systemsteuerung\Energieoptionen) an seine Bedürfnisse anpassen und einstellen, ob und wann der Rechner den Monitor und die Festplatte ausschaltet sowie in den Standby- und Ruhezustand fährt.

::: Bildschirmschoner sind unnötige Energiefresser und sollten deshalb grundsätzlich deaktiviert sein. So kann ein PC mit einem aufwändigen 3D-Bildschirmschoner bis zu 50 Prozent mehr Energie verbrauchen als im normalen Betrieb. Handelt es jedoch um Röhren- bzw. CRT-Monitoren, die vor über zehn Jahren hergestellt wurden, sollte der Bildschirmschoner laut BITKOM aktiviert bleiben, da sich sonst Bilder oder Zeichen einbrennen können.

::: Beim Verlassen des Arbeitsplatzes sollte der Monitor generell manuell und somit per Hand ausgeschaltet werden. Das gleiche gilt für Peripherie-Geräte wie Scanner, Router, Modem oder Arbeitsplatzdrucker, die stets nur eingeschaltet werden sollten, wenn man sie braucht. Insbesondere bei angeschlossenen Geräten, die ihren Strom ausschließlich vom Rechner über die USB- oder Firewire-Schnittstelle beziehen (wie beispielsweise externe Festplatten), gilt es darauf zu achten, diese vom Rechner stets zu trennen, sobald man sie nicht mehr benötigt. Sonst werden sie bei jedem Start des Rechners ganz automatisch eingeschaltet.

::: Werden keine schaltbaren Steckdosenleisten verwendet, sollten die Netzstecker von nicht benötigten bzw. genutzen ITK-Geräten grundsätzlich gezogen sein. Dies gelte auch für externe Netzteile mobiler Endgeräte wie beispielsweise Ladegeräte von Handys, da diese, sobald an eine Steckdose angeschlossen, auch ohne Handy Energie verbrauchten.

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