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News, 06.10.2009
IT as a Service
SaaS als Zugpferd im ITaaS-Markt
Zwar kann von einem Boom im ITaaS-Markt bislang noch keine Rede sein. Die Zeichen aber stehen klar auf Wachstum. So werden der beachtliche Reifegrad bereits verfügbarer Angebote sowie die steigende Anzahl an Unternehmen, die die Nutzung entsprechender Outsourcing-Modelle planen, einer Prognose der Experton Group zufolge dazu führen, dass sich der Markt bis zum Jahr 2012 verdreifacht.
Trotzdem die Zahl der Lösungen und Einsatzgebiete für ITaaS-, speziell SaaS-Services in den vergangenen 20 Monaten deutlich gestiegen ist, bleibt die Akzeptanz dieser IT-Outsourcing-Modelle bislang hinter den Erwartungen der Anbieter zurück. Grund dafür ist einer Analyse der Experton Group zufolge, dass das Gros der deutschen Unternehmen mit dem Thema nicht vertraut ist oder diesem bisher keine Relevanz beimisst. Jedoch befinden sich viele Unternehmen derzeit in der Planungs- und Evaluiierungsphase. Und auch der Reifegrad der „…as a Service“-Angebote scheint zu stimmen, wie die Analyse aufzeigt: 70 Prozent der Unternehmen, die solche Angebote nutzen, bewerteten die Services mit „sehr gut“ oder „gut. Deshalb erwarten die Experten, dass der Markt für On-Demand-Modelle und hier vor allem Software as a Service (SaaS) in den nächsten Jahren kräftig anziehen wird.

Breites Angebots- und Einsatzspektrum

Während ITaaS- und insbesondere SaaS-Angebote noch häufig in erster Linie mit Themenfeldern wie Customer Relationship Management (CRM) und Collaboration in Verbindung gebracht werden, zeigt die Untersuchung, dass das Einsatzspektrum mittlerweile eine Vielzahl weiterer Themenfelder abgedeckt und sich insbesondere auch die Relevanz der Themen deutlich anders darstellt. So fanden sich die höchsten Einsatzraten in den Segmenten Kommunikation, Zusammenarbeit und Office (u.a. E-Mail-Archivierung, Mail und PIM, Web Conferencing, etc), gefolgt von Workspace-Angeboten (zentraler Arbeitsplatz) und Diensten im Bereich Security. Auf den weiteren Plätzen folgten in der Reihenfolge der Nennungen Systemmanagement und Anwendungsentwicklung, ERP, Informationsmanagement sowie Ressourcenmanagement und Storage. Im Hinblick auf die Nutzungsquote das Ranking-Schlusslicht bildeten der Umfrage zufolge On-Demand-Modelle zu den Themen CRM, Supply Chain Management (SCM) und Business Intelligence (BI) sowie sonstige Anwendungen. „Nach Einschätzung der Experton Group werfen die Anwenderauskünfte zu den Nutzungsgraden einzelner Einsatzsegmente bezüglich ITaaS Fragen auf. Hinter einigen Verträgen, insbesondere in den Bereichen ERP, BI und bei einzelnen Infrastrukturthemen, dürften sich einige Hosted Services verbergen, die offensichtlich nun als Miet- und Servicemodelle im Sinne von SaaS, On Demand usw. geführt werden“, erläutert Matthias Zacher, Senior Advisor bei der Experton Group. Laut Zacher zeige dies, dass sich die Geschäftsmodelle einerseits dynamisch weiterentwickelten und die Übergänge fließend seien, andererseits aber auch in einigen Fällen neue Etiketten geklebt würden.

Kernziel: ein effizienterer Einsatz der IT-Ressourcen

Danach befragt, welche Zielsetzungen sie mit der Nutzung von ITaaS-Modellen verfolgen, nannten die meisten Unternehmen die „Verringerung des Wartungsaufwands“. „Angesichts eines immer noch hohen IT-Budgetanteils in vielen Unternehmen für Maßnahmen, die lediglich den IT-Betrieb aufrechterhalten – bis zu 70 Prozent – hat dieses Argument gerade in Zeiten der Kostendiskussionen große Relevanz“, erläutert die Experton Group. Durch die Nutzung neuer Service- und Bezugsmodelle werden die IT-Fachleute von der täglichen Routinentätigkeit entlastet. Das ermöglicht einen effizienteren Einsatz der IT-Ressourcen, weil für anspruchvolle Tätigkeiten im IT-Bereich mehr Zeit bleibt. Für das Ziel „Vereinheitlichung der Softwareausstattung“, das im Ranking auf Platz 2 folgt, gilt dies ähnlich, da ein homogenes Software-Umfeld der IT-Abteilung Zeit spart und die Effizienz erhöht. Auf dem dritten Platz der meist genannten Ziele folgte die „Vermeidung von Ressourcenengpässen“. In den meisten Unternehmen werden die gesteckten Ziele offensichtlich auch erreicht: Auf die Frage, wie sie die von ihnen genutzten Service-Angebote Services auf einer Skala von 1 (=sehr gut) bis 5 (=ungenügend) bewerten würden, gaben mehr als sieben von zehn befragten Unternehmen „sehr gut oder gut“ an. Bezogen auf alle Unternehmen ergab sich Experton zufolge eine Durchschnittsnote von „2,3“.

Wachstumsmotor SaaS

Nach einer Prognose der Experton Group wird sich das Volumen im ITaaS-Markt, der sich aus den Teilmärkten Infrastructure as a Service (IaaS), Software as a Service (SaaS) und Platform as a Service (PaaS) zusammensetzt, in kommenden drei Jahren von 436 Millionen Euro (2009) auf voraussichtlich 1,22 Milliarden (2012) nahezu verdreifachen. Mit einem Volumen von 418 Milliarden Euro entfallen im Jahr 2009 dabei rund 95 Prozent des ITaaS-Gesamtgeschäfts auf Software as a Service-Angebote. Der Rest entfällt 2009 auf Infrastructure as a Service-Angebote in Form von Speicherplatz und Rechenleistung als „pay per use“-Ressourcen mit einem Volumen von 18 Millionen Euro. Platform as a Service stellt als Marktsegment laut Experton hingegen in den nächsten beiden Jahren keine rechenbare Größe dar, da sich die meisten Dienstanbieter hier derzeit noch in der Erprobungs- bzw. Aufbauphase befänden.

Bezogen auf den Prognosezeitraum 2009 bis 2012 erwartet die Experton Group im ITaaS-Markt ein jährliches Wachstum von durchschnittlich knapp 41 Prozent. Die Gründe für die hohen Wachstumsraten führt Experton auf folgende drei Grundströmungen zurück:
  • Wachsende Akzeptanz des Bezugsmodells für Anwender und dadurch höhere Nutzungs- und Einsatzraten.
  • Teilweise Erweiterung von ITaaS/SaaS im Unternehmen auf andere Bereiche aufgrund guter Erfahrungen mit dem genutzten Bezugsmodell.
  • Umfassende Vermarktung des Modells durch die Anbieter, Markteintritt zahlreicher Lösungsanbieter und Provider sowie Erschließen neuer Anwendungsfelder. Insbesondere im Segment Infrastructure as a Service ist mit einem umfassenden Ausbau der Kapazitäten seitens der Anbieter zu rechnen, was ein hohes Marktwachstum nach sich ziehen wird.
„Die Anbieter stellen ihre Plattform Services im Moment kostenfrei zur Verfügung, um ein gewisses Momentum und eine kritische Masse an Partner zu erreichen. Ziel ist der Aufbau eines Eco-Systems. Sollte dies gelingen, wird das prognostizierte Wachstum noch übertroffen werden“, so Senior Advicer Zacher. 

[Quelle: Experton Group]
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