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News, 14.01.2008
IT-Sicherheit
Gefahren werden in KMU noch immer häufig unterschätzt
­Während Großkonzerne möglichen Bedrohungen für die Sicherheit ihrer IT durch hohe Sicherheitsstandards vorbeugen, wird der Faktor „IT-Sicherheit“ nach Einschätzung von Harmut Carl vom Verband für Sicherheit der Wirtschaft Mittelstand (VSWM) in vielen kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) nach wie vor vernachlässigt.
Obwohl deutsche Unternehmen insgesamt mittlerweile viel sensibler mit dem Thema IT-Sicherheit umgehen, fehlt dennoch speziell bei kleinen und mittleren Unternehmen häufig immer noch das Verständnis für die Bedeutung hoher Sicherheitsstandards „oder die Thematik wird nicht mit der nötigen Priorität angegangen“, meint Harmut Carl, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied beim Verband für Sicherheit der Wirtschaft Mittelstand (VSWM), gegenüber der OSTTHÜRINGER Zeitung (OTZ).

Die Folgen eines mangelhaften Sicherheitsverständnisses können existenzbedrohend sein: „Das kann bis zur Insolvenz gehen“, zitiert die OTZ den Vorstand. So könnten infolge eines Angriffes von außen Carl zufolge wichtige Firmendaten über mehrere Stunden oder Tage hinweg blockiert werden und damit Aufträge ebenso wie Kunden verloren gehen. Weiterhin könnten Firmendaten über Trojaner ausgespäht, oder auch Warenbestellungen sowie Ausschreibungsunterlagen von der Konkurrenz manipuliert werden. „Der Schaden ist meist immens und wird häufig erst sehr spät bemerkt“, so Carl gegenüber der OTZ.

Ein weiteres Manko ist demnach auch in vielen Unternehmen die Speicherung und Sicherung von Daten. Wie aus dem Bericht OTZ hervorgeht, vernachlässigen insbesondere kleine Unternehmen Carl zufolge häufig die regelmäßige Sicherung interner Daten. Auch passiere es nicht selten, dass keine saubere Trennung von internen und öffentlichen Daten vorgenommen werde. So könne es nach Auskunft von Carl passieren, dass über eine Marketingaktion interne Daten unbeabsichtigt zugänglich gemacht und von Dritten abgeschöpft würden.

Das größte Sicherheitsrisiko für Firmendaten sieht Carl jedoch nicht etwa in Bedrohungen von außen, sondern von innen: „Rund 80 Prozent aller Sicherheitsprobleme im IT-Bereich eines Unternehmens gehen auf eigene Mitarbeiter zurück", berichtet Carl der OTZ. Eine Gefahrenquelle sieht Carl dem Tagesblatt zufolge in Faktoren wie unter anderem Unzufriedenheit und Mobbing, die dazu führen könnten, dass Mitarbeiter interne Daten herunterziehen und beim Ausscheiden aus dem Unternehmen an Wettbewerber weiterreichen. Besonders wichtig sei auch das Aufstellen klarer Regeln - und deren Umsetzung regelmäßig zu kontrollieren.

"Eigentlich wissen die Unternehmer, was zu tun ist“ zeigt sich das VSWM-Vorstandsmitglied sicher. Doch würden viele Sicherheitsaufgaben mangels Zeit meist weggeschoben. Hinzukommt noch ein weitere Aspekt: So habe sich zwar in vielen Unternehmen mittlerweile die Erkenntnis durchgesetzt habe, „dass ein Zaun und ein paar gute Schlösser nicht mehr ausreichen, um ein Unternehmen gegen Angriffe von außen zu schützen.“ Ungeachtet dessen mangle es nach Einschätzung des Verbandsvorstands dennoch häufig an der Bereitschaft, ausreichend in die IT-Sicherheit des Unternehmens zu investieren. „Sicherheit gibt es nicht umsonst“, mahnt Carl. Entsprechend sollten Firmen, die professionellen Schutz erwarteten, seiner Meinung nach diese Aufgabe Fachunternehmen anvertrauen und in ihren Budgets die Kosten für die IT-Sicherheit als eine feste Größe einplanen.

Quelle: OSTTHÜRINGER Zeitung (OTZ)

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