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News, 22.02.2013
IAB-Studie
Langzeitkonten werden kaum genutzt
Langzeitkonten zum Ansparen von Zeitguthaben sind in deutschen Unternehmen weiter eine Seltenheit. Steigende Bedeutung erfahren Langzeitkonten einer aktuellen Studie zufolge lediglich bei Großunternehmen.
Die Idee, Beschäftigten über ein Langzeitkonto die Möglichkeit zu bieten, über Jahre hinweg Arbeitszeitguthaben anzusparen und dieses dann für eine oder mehrere längere Arbeitsunterbrechungen bei vollem Gehalt, also beispielsweise für Sabbaticals, Weiterbildungs- oder Familienzeiten  zu nutzen, hat vieles für sich. Gleiches gilt für altersbezogene Langzeitkonten, die  Beschäftigten einen vorzeitigen Ruhestand oder Altersteilzeit ohne staatliche Unterstützung erlauben.  Wie eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) jedoch ergeben hat, bieten gerade einmal zwei Prozent der Arbeitgeber hierzulande Beschäftigten ein solches Langzeitkonto an.

Kleinere Betriebe mit weniger als 250 Mitarbeitern nutzen Langzeitkonten der Erhebung nach fast gar nicht. Bei den mittelgroßen Unternehmen mit unter 500 Beschäftigten sieht es etwas besser aus: Hier waren es im Jahr 2010 der Studie nach zumindest zwölf Prozent, die ihren Angestellten diese Möglichkeit zur Flexibilisierung ihres Arbeitslebens boten. So hoch lag allerdings Anteil bereits im Jahr 2002. Eine wachsende Bedeutung erfahren Langzeitkonten lediglich bei größeren Betrieben mit mehr als 500 Beschäftigten: In dieser Größenklasse bietet heute mehr als jedes fünfte Unternehmen (22%) für Mitarbeiter Langzeitkonten an. Vor zehn Jahren traf dies erst auf zwölf Prozent der großen Unternehmen zu.

Am häufigsten verwenden Arbeitnehmer das auf Langzeitkonten angesparte Arbeitszeitguthaben für Sabbaticals (35%) und für Familienzeiten (31%). In jedem vierten Betrieb wird das von Arbeitnehmern angesparte Arbeitszeitguthaben auch für einen vorgezogenen Renteneintritt (24%) genutzt. Zur Weiterbildung wird das Arbeitszeitguthaben dagegen lediglich in 12 Prozent der Unternehmen  von den Angestellten eingesetzt. „Dies könnte ein Hinweis darauf sein, dass Weiterbildung in den Betrieben im Rahmen der normalen Arbeitszeit und/oder auf Initiative der Beschäftigten neben dem Beruf erfolgt“, so das IAB.
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