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News, 26.06.2012
IAB-Studie
Arbeitsvolumen in Deutschland erreicht Rekordniveau
Im ersten Quartal dieses Jahres haben die Deutschen so viele Arbeitsstunden geleistet wie zuletzt vor 20 Jahren. Grund für den Anstieg des Arbeitsvolumens ist einer IAB-Erhebung nach vor allem ein deutlicher Zuwachs an Vollzeitbeschäftigten.
Laut IAB-Erhebung stieg die Zahl der Arbeitnehmer in Vollzeit auf Jahressicht fast doppelt so stark wie die der Teilzeitbeschäftigten.
Laut IAB-Erhebung stieg die Zahl der Arbeitnehmer in Vollzeit auf Jahressicht fast doppelt so stark wie die der Teilzeitbeschäftigten.
Die Deutschen sind so fleißig wie lange nicht. Das geht aus einer Untersuchung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor. Demnach summierte sich die Zahl der von Erwerbstätigen in Deutschland geleisteten bezahlten Arbeitsstunden auf 15,023 Milliarden. Das waren 2,3 Prozent mehr Arbeitsstunden als im ersten Vierteljahr 2011 und zugleich so viele wie seit rund 20 Jahren nicht. „Übertroffen wurde dieser Wert lediglich kurz nach der Wende während des Wiedervereinigungs-Booms", sagte IAB-Sprecher Wolfgang Braun gegenüber Medien.

Mehr Vollzeitbeschäftigte, weniger bezahlte Überstunden

Zwei Drittel des Anstiegs des Arbeitsvolumens gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist dem IAB zufolge auf den Zuwachs der Beschäftigung zurückzuführen, das restliche Drittel ergebe sich aus längeren Arbeitszeiten. „Die kräftige Zunahme der Arbeitszeit sollte allerdings nicht überbewertet werden, denn durch die Lage der Feiertage im Kalender gab es im ersten Quartal einen Arbeitstag mehr als im Vorjahr“, relativierten die Arbeitsmarktforscher Eugen Spitznagel und Ines Zapf. Tatsächlich habe sich die Arbeitszeit der Vollzeitbeschäftigten mit durchschnittlich 37,96 Wochenstunden dem IAB zufolge im Vergleich zum Vorjahreszeitraum kaum verändert.

Erheblich gesunken ist dagegen die Zahl der Kurzarbeiter. So waren im ersten Quartal 2012 dem IAB zufolge  220.000 Arbeitnehmer in Deutschland in Kurzarbeit beschäftigt und damit rund 70.000 Personen weniger als  im entsprechenden Vergleichszeitraum 2011. „Die konjunkturelle Kurzarbeit, die in den Jahren 2009 und 2010 bei der Bewältigung der Wirtschaftskrise von großer Bedeutung war, spielt inzwischen eine geringe Rolle“, so das Institut.

Des Weiteren wurden erstmals seit Beginn des Jahres 2010 wieder weniger Arbeitsstunden auf Arbeitszeitkonten gebucht als im Vorquartal. Auch wurden weniger bezahlte Überstunden geleistet. Die Rückgänge bei den besonders konjunkturflexiblen Komponenten der Arbeitszeit – bezahlte Überstunden und Stunden auf Arbeitszeitkonten – können als Vorboten einer langsameren Gangart der Wirtschaft gedeutet werden“, erklärten die Forscher des IAB.

Die anhaltend robuste Konjunktur in Deutschland hat vor allem die Vollzeitbeschäftigung beflügelt. So lag die Zahl der Vollzeitbeschäftigten in Deutschland im ersten Vierteljahr 1,8 Prozent über dem Vorjahresniveau. Die Zahl der Teilzeitbeschäftigten stieg im selben Zeitraum dagegen nur um 1,0 Prozent. „Generell hängt die Vollzeitbeschäftigung stärker als die Teilzeitbeschäftigung von der Konjunktur ab“, so das Institut.
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