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Pressemitteilung

Hyperthermie als Baustein einer integrativen Behandlung von onkologischen und chronischen Krankheiten

Am 18. April 2015 findet an der Fakultät für Pharmazie der Medizinischen Universität Wroclaw die 3. Internationale Konferenz zum Thema „Ganzheitlicher Ansatz bei Prophylaxe und Behandlung von onkologischen und chronischen Krankheiten“ statt.
(PM) Troisdorf, 31.03.2015 - Bei dem Kongress eröffnet Prof. Dr. András Szász die Vortragsreihe zur Hyperthermie mit seinem Beitrag „Klinische Erfahrung und Zukunftstrends bei der Behandlung von Tumoren durch Hyperthermie.“ Prof. Szàsz ist Begründer der Oncothermie, einer speziellen, regional eingesetzten Form der Wärmetherapie. Weitere Referate lauten: „Ergänzende Therapien in der Onkologie", „Der Einsatz von Hyperthermie / Oncothermie als Monotherapie und Kombinationstherapie bei der Bekämpfung von Krebs“. Im Anschluss übernimmt Prof. Dr. Szász die Moderation eines Workshops zu Themen wie „Traditionelle chinesische Medizin in der Onkologie“ oder „Neue Paradigmen in der Behandlung von chronischen Krankheiten.“

Angesichts des immer noch existierenden West-Ost-Gefälles bei der Anzahl der tödlich verlaufenden Krebserkrankungen ist auch Polen auf der Suche nach „neuen Paradigmen“. Analysen legen nahe, dass 2015 in der Europäischen Union zum ersten Mal vermutlich mehr Frauen an Lungenkrebs sterben als an Brustkrebs: In Polen hat Lungenkrebs bei Frauen bereits Brustkrebs als wichtigste Todesursache überholt. „Zu den häufigsten Krebserkrankungen mit Todesfolge in Polen zählt Lungenkrebs. Hier kann die Hyperthermie im Verbund mit konventionellen Therapien eingesetzt werden. Dabei soll sich die lokoregionale Oncothermie ausschließlich auf den Tumor ausrichten. Durch diese Selbstfokussierung sind auch bewegliche Körperregionen mit großer Luftzirkulation wie die Lunge oder thermosensible Regionen wie das Gehirn wärmetherapeutisch zu behandeln“, sagt Prof. Dr. Szász.

„Die Anwendung der Hyperthermie im Paradigma einer ganzheitlichen Medizin hat zwei Motive: Einerseits kann sie das Immunsystem und Wohlbefinden von Patienten steigern, um sie gegenüber belastenden Chemo- und Strahlentherapien widerstandsfähiger zu machen. Andererseits zielt sie darauf ab, Krebszellen zu schwächen und zu zerstören. Deren Reparaturfähigkeit sinkt bei erhöhten Temperaturen“, so Prof. Dr. Szász. Die Hyperthermie als nicht-invasive Anwendung von Wärme ist dabei mit der Schulmedizin aber auch anderen Therapieformen komplementärmedizinisch zu vernetzen, so mit Akupunktur, Reiki, Massage, Meditation, Selbsthypnose, Fitness, Yoga, Tai Chi.

Während die Hyperthermie mit 42 Grad Celsius arbeitet, kommt die Oncothermie dank dynamischer Nano-Erhitzung mit 38 Grad aus. Sie kombiniert dabei Wärme mit Effekten elektrischer Felder, die über Elektroden aufgebaut werden. Chemo- und Strahlentherapien wirken intensiver in diesem Gewebe-„feld“, in dem die Durchblutung durch Überwärmung höher ist. Ziel ist die (Selbst-) Vernichtung von Tumorzellen, der Zelltod: Wärme und elektrische Wellen suchen den geringsten Widerstand und wirken stärker auf malignes (krankes) Gewebe. Der Tumor soll sich selbst bekämpfen.
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