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Hotelgäste beurteilen Unterkünfte zunehmend nach Hygieneaspekten

(PM) Flein, 10.01.2012 - Mehr als die Hälfte der Hotelreklamationen beziehen sich auf mangelnde Sauberkeit der Zimmer oder der Anlage – zu diesem Ergebnis kam vor zwei Jahren das Leipziger Institut für empirische Forschung. Die Ansprüche der Gäste sind, auch aufgrund der gewachsenen Reisefreude, seitdem noch weiter gestiegen, dessen sind sich Experten sicher. „Mit der zunehmenden Mobilität werden auch die Herausforderungen für Hotelbetreiber immer höher“, sagt etwa Dr. Andreas Schmidt, Leiter der Abteilung Function & Care an den Hohenstein Instituten. Ihre Bettwäsche vertrauen die meisten Hotels professionellen Reinigungen an, eine gründliche Bearbeitung der Decken und Kissen indes ist weitaus aufwändiger. Einige Hotels greifen daher auf spezialisierte Fachgeschäfte zurück, um die Federn und Daunen regelmäßig reinigen und desinfizieren zu lassen.

„Um eine wirklich saubere Bettausstattung vorweisen zu können, empfiehlt es sich, die Daunendecken alle sieben und die Kissen alle zwei bis drei Jahre intensiv reinigen zu lassen“, erklärt Lutz Braun. Vor rund zehn Jahren hat sich der Geschäftsführer des Bettenhauses Braun auf die professionelle Reinigung von Bettdecken und -kissen spezialisiert. War die hygienische Behandlung der Betten lange Zeit in erster Linie für Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen unerlässlich, wenden nun auch immer mehr Hotels dieses Verfahren an, hat Braun festgestellt.

Unter ihnen ist auch das Schlosshotel Liebenstein aus Neckarwestheim. Der Großteil der Übernachtungen wird von Geschäftsleuten und Tagungsgästen gebucht. „Da unsere Besucher sehr anspruchsvoll sind, was die Sauberkeit der Betten angeht, achten wir ganz besonders darauf, dass die Ausstattung optisch und hygienisch einwandfrei ist“, sagt die Hoteldirektorin Susanne Wagner. Spätestens alle zwei Jahre lässt sie die Bettausstattung von Experten behandeln.

Zur Reinigung holen die Mitarbeiter des Bettenhauses Flein die Kissen und Decken im Hotel ab. In der spezialisierten Wäscherei wird im ersten Schritt die Hülle an einer Stelle minimal aufgetrennt und etwas Füllung entnommen. Je nach Zustand der Federn entscheidet sich nun, welches Reinigungsverfahren sinnvoll ist. Bei der Intensivreinigung wird die gesamte Füllung gründlich entstaubt, Federn und Daunen werden regeneriert. Anschließend wird das Material nass behandelt und bei 120° C gedämpft. Um die Decken und Kissen zusätzlich von Keimen und Gerüchen zu befreien, werden sie danach mit UV-Strahlen behandelt.

Nach diesem Vorgang sortieren die Mitarbeiter die alten Federn und Daunen per Hand aus, desinfizieren und waschen das Inlet je nach Bedarf. Abschließend werden gegebenenfalls neue Federn aufgefüllt, bevor die Hülle wieder zugenäht wird. „Ist die Daunendecke länger nicht gereinigt worden, führen wir eine Vollwäsche durch“, ergänzt Braun. Diese erfolgt dann mit viel Wasser und Neutralseife. Vollwäschen nach einem speziellen Verfahren empfiehlt der Bettenexperte ebenfalls bei Naturhaar- und Synthetikdecken. „Wichtig ist uns hierbei, dass die Ware zum einen sehr gründlich und zum anderen besonders schonend behandelt wird, damit die ursprüngliche Qualität so lange wie möglich erhalten bleibt“, so Wagner über ihre Entscheidung für eine professionelle Reinigung.

Das Schlosshotel Liebenstein ist mit seinem hohen Anspruch keine Ausnahme mehr in der Branche, weiß Dr. Schmidt von den Hohenstein Instituten. „Neben dem Gesundheitswesen und der lebensmittelverarbeitenden Industrie sehen es auch die Hotelinhaber inzwischen als selbstverständlich an, dass ihre Textilien und Betten hygienisch einwandfrei sind“, so Schmidt. Dieses steigende Bewusstsein liege vor allem daran, dass das Thema Sauberkeit – auch bedingt durch entsprechende Berichte in den Medien – bei Hotelgästen verstärkt in den Fokus rücke.

Um den Hotels die Möglichkeit zu geben, die Sauberkeit ihrer Betten auch nach außen zu repräsentieren, führt das Institut Überprüfungen auf freiwilliger Basis durch und verleiht bei entsprechenden Ergebnissen das Qualitätssiegel „Hotelcheck Hygiene“, das durch die Internationale Prüfgemeinschaft Hotelhygiene vergeben wird. Hierzu werden die wichtigsten Bereiche eines Hotels objektiv überprüft. Anschließend werden die Ergebnisse bewertet und die Räume weiterhin regelmäßig kontrolliert, indem einige Zimmer stichprobenartig untersucht werden.

„Gerade wenn hochvirulente Erreger wie EHEC und SARS auftauchen, empfehlen viele Hygieniker als Präventivmaßnahme generell auch die Wäsche aus der Hotellerie und Gastronomie desinfizierend zu waschen“, so Schmidt. Zwar besteht dann die Gefahr, die Angst der Gäste durch solche Maßnahmen zusätzlich zu schüren. Dennoch, gibt Schmidt zu Bedenken, seien in Zeiten globaler Mobilität die Herausforderungen für das Hotel- und Gaststättengewerbe enorm gewachsen. Gleichzeitig kann er aufgrund der bisherigen Prüfergebnisse die Hotelgäste beruhigen: „Es zeigt sich, dass die Keimbelastung in vielen Hotels sogar unter den Werten von Privathaushalten liegt.“
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Frau Kathrin Beck

ZUM AUTOR
ÜBER FLEINER BETTEN BRAUN GMBH

Die Fleiner Betten Braun GmbH wurde 1949 vom Großvater des heutigen Geschäftsführers Lutz Braun in Flein als „Bettwäschefabrik Braun“ gegründet. Inzwischen sind 70 Mitarbeiter im Unternehmen beschäftigt, die ...
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