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News, 17.03.2011
Hohe Lohnnebenkosten
Arbeitskosten in Deutschland deutlich gestiegen
Die Arbeitskosten deutscher Unternehmen sind im Schlussquartal 2010 so stark gestiegen wie seit fast zwei Jahren nicht mehr. Im Jahresdurchschnitt 2010 hat sich der Anstieg der Arbeitskosten dagegen erheblich verlangsamt.
Hauptgrund für die deutliche Zunahme der Arbeitskosten waren kräftig gestiegene Lohnnebenkosten
Hauptgrund für die deutliche Zunahme der Arbeitskosten waren kräftig gestiegene Lohnnebenkosten
Aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) zufolge lagen die Kosten pro geleistete Arbeitsstunde in Deutschland  im vierten Quartal 2010 saison- und kalenderbereinigt um 0,7 Prozent über dem Niveau des Vorquartals. Einen vergleichbaren Anstieg der Arbeitskosten hatte es zuletzt in Deutschland im ersten Quartal 2009 (+ 0,7%) gegeben. Im Vergleich zum Vorjahresquartal erhöhten sich die Arbeitskosten im vierten Quartal um 1,1 Prozent.

Im Jahresdurchschnitt verteuerte sich die Arbeitsstunde in Deutschland 2010 dagegen nur um 0,7 Prozent und damit so gering wie seit dem Jahr 2007 nicht mehr (+0,7%). 2009 und 2008 waren die Arbeitskosten gegenüber dem Vorjahr noch um 2,7 bzw. 2,5 Prozent gestiegen. Stärkster Kostentreiber waren die Lohnnebenkosten mit einem Anstieg um 1,3 Prozent. Die Bruttolöhne und –gehälter erhöhten sich 2010 im Durchschnitt aller Branchen und Unternehmensklassen dagegen nur um 0,5 Prozent.

Den höchsten Anstieg der Arbeitskosten verzeichneten im Jahr 2010 Unternehmen aus der Finanz- und Versicherungswirtschaft, wo sich die Arbeitsstunde um 3,1 Prozent verteuerte. Dahinter folgten der Bergbau (+2,7 Prozent) sowie die Branche Information und Kommunikation (+2,4 Prozent). In den Wirtschaftszweigen öffentliche Verwaltung (+0,1%), sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen (-0,0%) sowie im Gesundheits- und Sozialwesen (-0,0%) blieben die Arbeitskosten dagegen nahezu konstant.

Anstieg der Arbeitskosten in Deutschland deutlich unter EU-Schnitt

Wie die nun auch EU-weit vorliegenden Veränderungsraten der Arbeitskosten in der Privatwirtschaft im dritten Quartal 2010 belegen, steigen die Arbeitskosten in Deutschland weiter deutlich geringer als im EU-Durchschnitt. Danach verteuerte sich die Arbeitsstunde im Durchschnitt aller EU-Mitgliedsstaaten im dritten Quartal auf Jahressicht kalenderbereinigt um 1,2 Prozent und damit mehr als doppelt so stark wie in Deutschland (+0,5%).  Die höchste Zuwachsratn bei den Arbeitskosten wies Bulgarien auf, wo sich die Arbeitsstunde im Vergleich zum dritten Quartal 2009 um 10,2 Prozent verteuerte, gefolgt von Rumänen (+6,3%) und der Tschechischen Republik (+5,6%).  In Frankreich erhöhten sich die Arbeitskosten ebenfalls kräftig um 3,1 Prozent. In Griechenland dagegen mussten Arbeitgeber im dritten Quartal 6,6 Prozent weniger bezahlen als im Vorjahr. Gleiches galt in Litauen (-1,7%) und in den Niederlanden (-1,3%).
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