VOLLTEXTSUCHE
News, 21.09.2015
Arbeitsvolumen-Statistik
Höhere Stundenproduktivität, weniger unbezahlte Überstunden
Die Deutschen haben im zweiten Quartal saison- und kalenderbereinigt etwas weniger gearbeitet als im Vorjahresquartal. Die Stundenproduktivität dagegen legte deutlich zu.
Die Zahl der unbezahlten Überstunden nahm auf Jahressicht leicht ab (Bild: panthermedia.net / Andriy Popov).
Die Zahl der unbezahlten Überstunden nahm auf Jahressicht leicht ab (Bild: panthermedia.net / Andriy Popov).

Wie das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) ermittelt hat, wurden im zweiten Quartal in Deutschland von allen Erwerbstätigen insgesamt rund 13,8 Milliarden Arbeitsstunden geleistet. Das waren 0,6 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Saison- und kalenderbereinigt blieb die Zahl der Arbeitsstunden allerdings konstant. Im Durchschnitt kam jeder Erwerbstätige im zweiten Quartal auf 323,1 Arbeitsstunden und verbrachte damit 0,2 Prozent mehr Zeit mit Arbeitstätigkeiten als im Vergleichszeitraum 2014. Im Vergleich zum ersten Vierteljahr nahm allerdings die Arbeitszeit saison- und kalenderbereinigt geringfügig ab (- 0,1 %).

„Die Abflachung des Trends beim Arbeitsvolumen ist auf den Rückgang bei den Minijobbern und Selbständigen zurückzuführen. Bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung geht es dagegen weiter steil bergauf“, betont Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs „Prognosen und Strukturanalysen". Eine weiter aufwärts gerichtete Entwicklung zeigt sich im zweiten Quartal auch bei der Erwerbstätigkeit insgesamt. So hatten im zweiten Quartal gut 42,8 Millionen Menschen in Deutschland einen Job. Das waren 0,4 Prozent mehr als im zweiten Quartal 2014 und 0,1 Prozent mehr als Vorquartal.

Auch die Stundenproduktivität - Bruttowertschöpfung zu Faktorkosten / Zahl der Arbeitsstunden (Quelle: Eurostat)- nahm deutlich zu. Sie erhöhte sich im zweiten Quartal  auf Jahressicht um 1,0 Prozent.  „Die Entwicklung der Produktivität hat nach jahrelanger Flaute wieder deutlich angezogen“, erläutert IAB-Ökonom Weber.

Kontante Wochenarbeitszeit bei mehr bezahlten Überstunden

Die tarifliche oder betriebsübliche Wochenarbeitszeit bei Voll- und Teilzeitbeschäftigten belief insgesamt im Durchschnitt auf rund 30 Stunden und verharrte damit auf dem Vorjahresniveau.  Vollzeitbeschäftigte arbeiteten im Durchschnitt 38 Stunden, Teilzeitbeschäftigte 16 Stunden. Während allerdings das Arbeitsvolumen der Beschäftigten in Teilzeit im Vorjahresvergleich nahezu konstant blieb (+ 0,1 %), zeigte sich bei den Beschäftigten in Vollzeit hier ein deutlich stärkerer Zuwachs um 1,4 Prozent.

Im Durchschnitt leistete im zweiten Vierteljahr in Deutschland jeder angestellte Arbeitnehmer 5,0 bezahlte Überstunden und 6,3 unbezahlte Überstunden. Das waren 0,2 bezahlte Überstunden mehr und 0,3 unbezahlte Überstunden weniger als im Vorjahresquartal. „Die Beschäftigten haben ihr Guthaben auf den Arbeitszeitkonten im zweiten Quartal 2015 um 0,2 Stunden aufgebaut“, so das IAB. Der Krankenstand lag mit 3,5 Prozent rund 0,2 Prozentpunkte unter dem Vorjahresquartal. Im zweiten Quartal 2015 waren beschäftigte Arbeitnehmer damit durchschnittlich rund zwei Arbeitstage krank.

cs/IAB

WEITERE NEWS AUS DIESER KATEGORIE
NACHRICHTEN AUS ANDEREN RESSORTS
Erfolgsfaktor Datensicherheit und Datenschutz
Gleich wie gut ein Unternehmen technologisch gegen Cyberkriminalität abgesichert ist: Die letzte ... mehr

SUCHE
Volltextsuche





Profisuche
Anzeige
PRESSEFORUM MITTELSTAND
Pressedienst
LETZTE UNTERNEHMENSMELDUNGEN
BRANCHENVERZEICHNIS
Branchenverzeichnis
Kostenlose Corporate Showrooms inklusive Pressefach
Kostenloser Online-Dienst mit hochwertigen Corporate Showrooms (Microsites) - jetzt recherchieren und eintragen! Weitere Infos/kostenlos eintragen
Anzeige
BUSINESS-SERVICES
© novo per motio KG