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News, 24.11.2017
Heimarbeit-Studie
Homeoffice bei deutschen Fach- und Führungskräften hoch im Kurs
Das Arbeiten von zuhause aus erfreut sich bei Fach- und Führungskräften in Deutschland größter Beliebtheit. Vor allem junge Arbeitnehmer wünschen sich die Möglichkeit zur Heimarbeit. Hauptgründe für das Interesse an der Homeoffice-Option sind flexiblere Arbeitszeiten und die Zeitersparnis.
Obwohl jüngst große digitalaffine Unternehmen wie Yahoo und IBM das Verlagern der Büroarbeit in Homeoffices wieder rückgängig gemacht haben, zeigt eine aktuelle Studie der internationalen Unternehmensberatung Ernst & Young (EY), dass der Trend zur Heimarbeit nicht aufzuhalten sein wird. So ergab die Befragung von 800 Fach- und Führungskräften, dass mehr als jeder zweite Leistungsträger (51 %) über die Möglichkeit verfügt, von zu Hause aus zu arbeiten. Von den Führungskräften können sogar 72 Prozent ihre Arbeiten teils im Homeoffice erledigen. Auch zeigt die Studie, dass die Möglichkeit zur Heimarbeit für Unternehmen im „war for talents“ ein immer wichtigerer Erfolgsfaktor wird, um sich als attraktive Arbeitgeber zu empfehlen. So wünschen sich 70 Prozent der Fach- und Führungskräfte, für die ein Arbeiten von zuhause aus bisher nicht möglich ist, dass sich dies ändert. Von den unter 30-Jährigen fänden sogar 90 Prozent ein Homeoffice wünschenswert.

"Firmen, die ihren Mitarbeitern das Arbeiten von zu Hause nicht zumindest zeitweise anbieten, agieren vollständig an den Bedürfnissen ihrer Belegschaft vorbei", kommentiert Nelson Taapken, Partner bei EY, die Studienergebnisse. "Wollen sie ihre Leistungsträger halten und junge High Potentials für sich gewinnen, können sie das Rad nicht einfach zurückdrehen." Wie der HR-Experte weiter ausführt, werde es im Gegenteil in naher Zukunft sogar ganz normal sein, dass Mitarbeiter zumindest teilweise von zu Hause aus arbeiten. Das häufig von Entscheidern vorgebrachte Gegenargument, man wisse durch die physische Abwesenheit nicht mehr genau, was der Mitarbeiter tue, greift indes laut Taapken zu kurz: "Es ist eine klassische Führungsaufgabe, die Leistung eines Mitarbeiters nachzuhalten. Werden Fristen nicht mehr eingehalten oder häufen sich Beschwerden, muss gemeinsam nach einer individuellen Lösung gesucht werden."

Vorteil Zeitersparnis - Nachteil mangelnder Austausch

Als größte Vorteile der Arbeit im Homeoffice nennen die befragten Fach- und Führungskräfte die flexiblere Zeiteinteilung (79 %) sowie die Zeitersparnis durch die wegfallenden Fahrten zur Arbeit (71 %). Dass sie zu Hause nicht durch Kollegen abgelenkt werden und konzentrierter arbeiten können, erklären hingegen nur 43 bzw. 39 Prozent. Das deutet zwar tatsächlich darauf hin, dass die Mitarbeiter beim Thema Homeoffice in erster Linie auf ihren eigenen Vorteil bedacht sind. Dennoch profitieren auch die Unternehmen. "Die höhere Motivation zufriedener Mitarbeiter kommt den Firmen zugute", erklärt Laura Jacob, Senior Managerin und HR-Expertin bei EY. Dasselbe gelte für die gestiegene Flexibilität. So arbeiten aufgrund der neuen digitalen Möglichkeiten insbesondere Führungskräfte häufig wenn sie geschäftlich unterwegs sind, nach Feierabend und an den Wochenenden - ganz individuell nach persönlicher Präferenz und Erfordernis.

cs/EY;

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