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Pressemitteilung

Haut und Knorpel aus dem „Ländle“ in die Welt

Im In- und Ausland ist Baden-Württemberg für den stabilen Arbeitsmarkt und als florierender Wirtschaftsstandort bekannt. Nicht nur Autos und Maschinen werden hier entwickelt, sondern auch zukunftsweisende Behandlungsansätze der modernen Medizin.
(PM) Stuttgart, 13.07.2016 - Seit über zwölf Jahren führt Baden-Württemberg das EU-Ranking mit der höchsten Innovationskraft an. In keiner anderen Gegend wird ein höherer Anteil der Wirtschaftsleistung in Forschung und Entwicklung investiert, nirgendwo ist der Anteil der Erwerbstätigen in forschungsintensiven Industriezweigen höher und im Verhältnis zur Einwohnerzahl werden nirgendwo mehr Patente angemeldet als im Südwesten. Unter allen Branchen im Ländle belegt das Gesundheitswesen mit über 289.900 Beschäftigten nach dem Maschinenbau den zweiten Platz und ist der größte Pharmastandort in Deutschland. Erfolgreiche Innovationen in diesem Bereich gibt es zuhauf, z.B. im Bereich der Regenerationsmedizin:

Bei schmerzhaften Knorpelschäden im Knie werden häufig aufwendige sowie zeit- und kostenintensive Operationen durchgeführt. Denn ist der gelenküberziehende Knorpel im Sinne einer Arthrose erst einmal zerstört, muss der Patient meist mit einer Prothese versorgt werden. Durch ein innovatives Verfahren aus Baden-Württemberg können Arthrosen und damit eine Prothesenimplantation durch frühe Behandlung von Knorpelschäden in vielen Fällen vermieden werden. Die Technologie basiert auf der Verwendung von körpereigenem Gewebe: Dem Patienten wird ein kleiner Teil der vorhandenen Knorpelzellen entnommen, die sich unter Laborbedingungen innerhalb von etwa drei Wochen vermehren. Anschließend werden die Knorpelzellen in ein Hydrogel überführt, das arthroskopisch in den Knorpelschaden injiziert wird und an Ort und Stelle aushärtet. Die gezüchteten Zellen sind in der Lage, die Knorpelregeneration einzuleiten und aufrechtzuerhalten und können so zu einer vollständigen Heilung führen. Da es sich um einen minimalinvasiven Eingriff handelt, sind der Operationsaufwand und die Risiken möglicher Komplikationen gegenüber einer Prothese verringert. Die Methode, NOVOCART® Inject, ist laut Dr. med. Christoph Gaissmaier, Gründungs- und Vorstandsmitglied der Reutlinger TETEC AG ein Durchbruch: „Allein in Baden-Württemberg werden jährlich circa 14.000 Knieprothesen eingesetzt, in ganz Deutschland sind es etwa 150.000. Mit Hilfe des neuen Verfahrens soll die Zahl der Arthrosepatienten durch rechtzeitige Behandlung eines Knorpelschadens erheblich gesenkt werden.“

Dr. Gaissmaier gehörte zum Gründerteam der TETEC AG. Damals war er als Chirurg und Forscher an der BG Unfallklinik in Tübingen tätig und entwickelte hier zusammen mit TETEC-Mitgründer Dr. Jürgen Fritz und in enger Kooperation mit dem NMI Naturwissenschaftliches und Medizinisches Institut an der Universität Tübingen die Grundlagen für die heutigen TETEC-Verfahren. Heute leitet er gemeinsam mit seinem Vorstandskollegen Dr. Klaus Maleck das Unternehmen, welches mit rund 80 Mitarbeitern ein wichtiger Arbeitgeber der Region ist und seine Produkte europaweit vertreibt.

Auch die Heilung der Haut kann unterstützt werden

Die Polymedics Innovations GmbH, ein anderes mittelständisches Unternehmen aus Baden-Württemberg, entwickelt moderne Wundversorgungssysteme. Denn nicht nur unsere Gelenke sind anfällig für Schäden, auch unser größtes Organ wird häufig in Mitleidenschaft gezogen, z.B. im Falle von schweren Verbrennungen. Wenn der Schutzmantel des Körpers fehlt, leiden die Patienten unerträgliche Schmerzen und sind einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt. Bereits seit 2004 gibt es eine Behandlungsmethode für schwerste Verbrennungen und Abschürfungen in Form eines synthetischen Hautersatzes. Die Membran aus Milchsäure, die Wasserdampf aus dem Körper hinauslässt, ihn aber wie natürliche Haut gegen Bakterien abschottet, hilft nicht nur den Patienten, denn durch die transparente Folie kann der Arzt den Heilungsprozess sehen. Ist die eigene Haut wieder nachgewachsen, löst sich die künstliche wieder ab. Der immense Vorteil gegenüber herkömmlichen Verbänden ist, dass SUPRATHEL® nur ein einziges Mal aufgelegt werden muss. Damit entfallen aufwendige und vor allem schmerzhafte Verbandwechsel. Die Methode der PolyMedics Innova-tions GmbH ist erfolgreich. Inzwischen hat die nur 18 Mitarbeiter starke Firma aus Denkendorf im Landkreis Esslingen eine Niederlassung in den USA und der Vertrieb erstreckt sich auf 30 Länder. „Als geborener Rottenburger, der sein halbes Leben in Stuttgart gelernt und gelehrt hat, bin ich sehr stolz auf unsere Heimatbasis auf den Fildern“, betont Prof. Dr. Heinrich Planck, Geschäftsführer des Familienunternehmens. „Ich habe mich erst mit 65 Jahren selbstständig gemacht und würde es jederzeit wieder genauso machen!“ Ursprünglich kommt er aus dem Bereich der Textiltechnik und begann sich im Rahmen seiner Diplomarbeit mit Biomaterialien zu befassen. Er träumte von einem optimalen künstlichen Hautersatz, was er durch unermüdliche Forschung und mit viel Engagement seines Teams realisieren konnte. Jetzt gilt er als einer der Pioniere im Bereich Biomaterialien und Tissue Engineering und wurde infolge seiner Leistungen von nationalen und internationalen Gesellschaften mehrfach ausgezeichnet.
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