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News, 21.11.2014
KfW-Mittelstandspanel
Handwerk im Mittelstand Vorreiter bei Energieeffizienz
Im Handwerk nimmt das Thema Energieeinsparung eine größere Bedeutung ein als in anderen Branchen, zeigt eine Analyse der KfW und des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH).
Abseits von Kostenaspekten kommt dem Thema Energieeffizienz auch im Kontext Nachhaltigkeit und Klimaschutz gerade im Handwerk eine wichtige Bedeutung zu.
Abseits von Kostenaspekten kommt dem Thema Energieeffizienz auch im Kontext Nachhaltigkeit und Klimaschutz gerade im Handwerk eine wichtige Bedeutung zu.
Handwerksunternehmen messen der Einsparung von Energiekosten ein höheres Gewicht bei als andere Unternehmen aus dem Mittelstand. Zudem engagieren sie sich stärker für die Verbesserung der Energieeffizienz in ihren Betrieben. Das Handwerk in Deutschland ist damit im Vergleich zum gesamten Mittelstand überdurchschnittlich engagiert bei der Erschließung von Energieeffizienzpotenzialen. Dennoch kann auch im Handwerk noch viel getan werden. Viele Betriebe unterschätzen bisher die langfristigen Einsparpotenziale von Energieeffizienzmaßnahmen. Das geht aus einer Analyse der KfW und des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) auf der Basis der KfW-Mittelstandspanels hervor.

Thema Energieeinsparung im Handwerk zentraler Agendapunkt


Wie die Auswertung ergab, betrachten 61 Prozent der Handwerksbetriebe das Senken von Energiekosten als wichtig. Damit nimmt die Energiekostenreduktion im Handwerk einen rund um die Hälfte höheren Stellenwert ein als im Mittelstand allgemein: alle mittelständischen Betriebe genommen sind es nur 45 Prozent, die dieses Thema als wichtig für ihr Unternehmen ansehen. Die meisten Handwerksunternehmen tragen dem auch durch konkretes Handeln Rechnung: Nach einer Befragung im September letzten Jahres hatten bezogen auf den Zeitraum 2011 bis 2013 knapp vier von zehn Betrieben (37 %) Energieeffizienz-Maßnahmen durchgeführt oder sonstige Vorhaben zur Energieeinsparung umgesetzt und weitere 11 Prozent sich bei solchen Aktivitäten in der Planungsphase befunden (Mittelstand allgemein: Maßnahmen realisiert = 33 %; in der Planung: 10 %)

Handlungsdruck im Handwerk höher als in vielen anderen Branchen

Die wichtigste Triebfeder der Handwerksbetriebe für die Verbesserung ihrer Energieeffizienz ist der vergleichsweise hohe Anteil der Energiekosten an den betrieblichen Gesamtkosten: Bei 49 Prozent der Handwerksunternehmen nimmt der Posten Energie als Kostenblock an den Gesamtkosten einen Anteil von fünf Prozent und mehr ein. Klammert man das Baugewerbe aus, gilt dies sogar für 53 Prozent der Unternehmen aus dem Handwerk. Den Mittelstand gesamt genommen traf dies 2013 lediglich auf 43 Prozent der Unternehmen zu.

„Der höhere Kostendruck löst vor allem in den kleineren Handwerksbetrieben häufiger Investitionen in Energieeffizienz aus. Das trägt dazu bei, Gewinne gegen die laufenden Kostensteigerungen abzusichern“, so die KfW. Besonders aktiv sind kleine Handwerksunternehmen der Erhebung nach bezogen auf eine verbesserte Energieeffizienz sowie bei Investitionen in energieeffiziente Produktionsanlagen und Geräte mit einer Maßnahmenquote von jeweils 38 Prozent.

Eine wesentliche Rolle für die hohe Relevanz des Themas Energieeffizienz im Handwerk spielt zudem, dass ein hoher Anteil der Betriebe in den Bereichen Energieeffizienz und Erneuerbare Energien tätig ist. "Die Handwerksorganisationen unterstützen die Betriebe dabei, die Energiewende noch mehr als Chance zu begreifen, den Markt zu scannen und das unternehmerische Engagement hier auszuweiten“, so Dr. Alexander Barthel, Chefvolkswirt beim ZDH. Im Rahmen der "Mittelstandsinitiative Energiewende und Klimaschutz" erarbeiteten derzeit sieben Umweltzentren des Handwerks innovative Verfahren zur erfolgreichen Umsetzung von Effizienzmaßnahmen in kleineren Handwerksbetrieben.

Mit energieeffizienten Produkten und Dienstleistungen tatsächlich am Markt aktiv sind allerdings nur 18 Prozent der Handwerksunternehmen. Das ist ein deutlich niedrigere Anteil als im Mittelstand gesamt betrachtet: Alle mittelständischen Betriebe zusammengenommen machte im vergangenen Jahr bereits ein knappes Drittel (30 %) mit Produkten und Leistungen rund um die Themen Erneuerbare Energien, Energieeinsparung & Co. Geschäfte.

„Trotz des im Vergleich zum gesamten Mittelstand höheren Engagements für Energieeffizienz könnten zahlreiche Handwerksbetriebe noch mehr tun. So hat die Hälfte der Handwerker, also rund 500.000 Unternehmen, bislang weder Maßnahmen umgesetzt, noch Einsparpotenziale beim eigenen Betrieb ermitteln können“, konstatierte Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt bei der KfW.
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